Aktuelles vom Deutschen Behindertensportverband
Buddy Klettern: Im Tandem an die Kletterwand
Klettern liegt im Trend, immer mehr Menschen wagen sich an den Kletterwänden hoch hinaus. Das Projekt „Buddy-Klettern“ schafft nun ein neues, inklusives Angebot in den Kletterhallen. Das Konzept dabei: Tandems mit verschiedenen Rollen. Diese unterscheiden sich dadurch, dass eine Person Unterstützung braucht und eine andere Unterstützung geben kann. So kommen Menschen mit und ohne Behinderung durch den Sport zusammen.
„Buddy-Klettern“ ist ein Projekt des Forschungsinstituts für Inklusion durch Bewegung und Sport (FIBS) und der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Das FIBS ist eine Gesellschaft der Gold-Krämer-Stiftung und der Deutschen Sporthochschule Köln und hat das Projekt entwickelt. Die BGW nahm es in ihre bundesweite Kletterinitiative auf. Diese verfolgt das Ziel, Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) zu helfen, Klettern als Sport in ihrer Einrichtung zu etablieren. Damit soll die Lebensqualität der Teilnehmenden durch Bewegung verbessert werden.
Ein Aspekt, der jedoch nicht nur für die Beschäftigten der Werkstätten gilt. Darum sind beim „Buddy-Klettern“ alle angesprochen, die Lust auf gemeinsame Erlebnisse, gegenseitiges Vertrauen und natürlich auf das Klettern haben. „Viele Menschen mit Behinderung haben im Alltag wenig Möglichkeiten, Sport gemeinsam mit anderen zu treiben. Das Projekt ‚Buddy-Klettern‘ möchte genau hier ansetzen: Barrieren abbauen, Teilhabe ermöglichen und neue Zugänge schaffen“, betont Marc Böhme, Projektleiter beim „Buddy-Klettern“.
sogenannter „Buddy“ ist eine gewisse Klettererfahrung vonnöten, um den oder die Tandem-Partner*in mit Behinderung anleiten zu können. Beim Ankommen, Sichern oder Dranbleiben leistet man Unterstützung. Eine Einführung für die Rolle als „Buddy“ erhält man durch einen kostenlosen Workshop. An diesem müssen auch die Buddy-Partner*innen teilnehmen, darüber hinaus sind aber keine weiteren Voraussetzungen nötig. Dementsprechend schnell kann man sich auf die Partner*innen-Suche machen. Tandem-Partner*innen können auf zwei Wegen gefunden werden. Entweder über die AVA-Plattform, auf der spezifisch nach Kletter*innen in der eigenen Region gesucht werden kann. Oder über den WhatsApp-Kanal, auf dem ein direkter Austausch möglich ist und stets Neuigkeiten über das Projekt mitgeteilt werden.
Haben sich zwei Tandem-Partner*innen gefunden, steht dem Klettern nichts mehr im Wege. Nach zehn gemeinsamen Klettertreffen erhält der „Buddy“ ein Zertifikat und die Partner*innen eine Urkunde als Belohnung. Ein Gewinn sind aber vor allem auch die gemeinsamen Erfahrungen und der Spaß beim inklusiven Klettern.
