Aktuelles vom Badminton im Deutschen Behindertensportverband
Para Badminton-WM: Nach harter Arbeit zum frühen Jahres-Höhepunkt
Gut vorbereitet reist das deutsche Para Badminton-Nationalteam mit sieben Athlet*innen zu den Weltmeisterschaften nach Manama (Bahrain). Cheftrainer Christopher Skrzeba erwartet beim Turnier vom 8. bis zum 14. Februar eine starke Konkurrenz, trotzdem sieht er mindestens eine Medaillenchance im deutschen Team. Für drei WM-Debütant*innen geht es derweil darum, wichtige internationale Erfahrungen zu sammeln.
Wenn die deutsche Mannschaft im Golfstaat landet, wird sie nach den kalten Wintermonaten in Deutschland ein ungewohnt mildes Wetter erwarten. Knapp 20 Grad sind für Bahrains Hauptstadt Manama vorausgesagt, ein Wechsel, an den sich die Sportler*innen an den abschließenden Trainingstagen erstmal gewöhnen müssen, bevor bereits am Sonntag, 8. Februar, die ersten Spiele anstehen. Im Vergleich zur letzten WM in Bahrain dürfte die Anpassung diesmal jedoch deutlich leichter fallen, denn 2022 mussten die Athlet*innen bei 40 Grad ihre Spiele austragen.
Bei einem durchaus anstrengenden Trainingslager hat sich das Team in der Vorbereitung die nötige Wettkampfhärte geholt. „Wir haben mit drei, vier Einheiten pro Tag ein höheres Pensum als gewöhnlich gefahren, das zehrt schon an dem ein oder anderen“, berichtet Cristopher Skrzeba. Trotz der Erschöpfung überwiege jedoch bei allen die Vorfreude auf den frühen Höhepunkt des Jahres, sagt der Cheftrainer.
Für drei Spieler*innen sind es die ersten Weltmeisterschaften. Robin Weiler, Julia Schramm und Jan-Gerriet Janßen feiern in Bahrain ihr Debüt, erst im Herbst des vergangenen Jahres hatte das Trio bereits die jeweils erste EM in Istanbul bestritten. Dort schlugen sie sich mehr als wacker, Robin Weiler gewann sogar im Doppel eine Silbermedaille. Die WM sei aber eine ganz andere Hausnummer, betont Skrzeba: „Für die Debütant*innen ist das Turnier jetzt der nächste Schritt. Bei einer WM kommen noch mal ganz andere Gegner auf uns zu. Da sind beispielsweise die starken Chinesen, die sonst nur an wenigen internationalen Wettkämpfen teilnehmen.“
Für die jungen Spieler*innen geht es daher vor allem darum, Erfahrungen zu sammeln. Die routinierteren Teilnehmenden haben sich dagegen schon konkretere Ziele gesteckt. Nils Böning und Annika Schröder, Bronzemedaillengewinnerin bei der EM, wollen die Gruppenphase überstehen. Marcel Adam peilt nach EM-Silber das Viertelfinale an. Rick Hellmann, aktueller Europameister in seiner Rollstuhlklasse WH2, schielt in Bahrain auf eine Medaille. „Alles darüber hinaus ist Bonus“, sagt Skrzeba.
Neben dem konkreten Abschneiden interessiert den Cheftrainer vor allem die Gesamtentwicklung bei der WM. „In den letzten Jahren hat sich im Para Badminton viel getan. Die neuen, jungen Spieler*innen haben frischen Wind ins Team gebracht und es stehen noch einige weitere Perspektivspieler*innen in den Startlöchern für die Nationalmannschaft. Wir sind auf einem guten Weg“, freut sich Skrzeba – und ist gespannt, wie viel sich von diesem guten Weg schon bei der WM in Bahrain zeigen wird.
Text: Paul Foreman / DBS
Den Spielplan sowie weitere Infos gibt es auf der Seite des Veranstalters
Das deutsche Aufgebot bei den Para Badminton-Weltmeisterschaften:
Marcel Adam (31 / Hildesheim / VfL Grasdorf), Nils Böning (26 / St. Ingbert / 1. BCB Saarbrücken Bischmisheim), Rick Cornell Hellmann (38 / Berlin / VfL Grasdorf/RSC Berlin), Jan-Gerriet Janßen (27 / Aurich / VfL Grasdorf), Julia Maya Schramm (24 / Velbert / VfL Grasdorf), Annika Schröder (28 / Herne / 1. BV Mülheim), Robin Weiler (24 / Tübingen / VfL Grasdorf)
