Aktuelles vom Para Kanu
Para Kanu-WM: Achtköpfiges Aufgebot mit ambitionierten Zielen
Vom 26. bis 30. August kämpfen die weltweit besten Athlet*innen bei der Para Kanu-WM im polnischen Poznań um die Titel. Auf der traditionsreichen Regattastrecke am Malta-See, die bereits zahlreiche internationale Großveranstaltungen beherbergt hat, geht es neben Medaillen auch um wichtige Weltranglistenpunkte auf dem Weg zu den Paralympics 2028 in Los Angeles. Für Deutschland sind insgesamt acht Athlet*innen am Start – darunter auch Edina Müller drei Monate nach der Geburt ihres zweiten Sohnes.
Das deutsche Team reist mit klaren Zielen nach Polen: Zwei Medaillen sowie weitere Finalplatzierungen sollen erreicht werden. Für den Feinschliff war das Nationalteam in Kienbaum im Olympischen und Paralympischen Trainingszentrum zur unmittelbaren Wettkampfvorbereitung. „Wir haben über den gesamten Sommer sehr konzentriert gearbeitet und hohe Trainingsumfänge absolvieren können. Entsprechend gut vorbereitet fahren wir zu den Weltmeisterschaften nach Polen. Unser Ziel sind zwei Medaillen und weitere starke Finalplatzierungen. Gleichzeitig gewinnt mit Blick auf Los Angeles 2028 jedes internationale Rennen zusätzlich an Bedeutung, weil wir wertvolle Weltranglistenpunkte für die Paralympics-Qualifikation sammeln wollen“, sagt Bundestrainer André Brendel.
Mit Felicia Laberer, Anja Adler und Edina Müller stehen drei Medaillengewinnerinnen der Paralympischen Spiele von Paris im deutschen Aufgebot. Nachdem Müller in diesem Jahr zum zweiten Mal Mama wurde und auf die Teilnahme an der EM Mitte Juni noch verzichtete, ist sie drei Monate nach der Geburt ihres zweiten Sohnes wieder an der Startlinie – ein wichtiger Schritt auf ihrem Weg Richtung Los Angeles 2028. Auch Claudia Fischer hat in dieser Saison bereits auf sich aufmerksam gemacht und erreichte beim Weltcup in Montreal erstmals ein Finale.
WM-Premiere für Dennis Braun
Bei den Männern tritt Dennis Braun im Kajak der Startklasse KL1 an und feiert seine Premiere. Der 40-Jährige vom ESV Essen-Kupferdreh, der erst seit diesem Jahr dem Nationalteam angehört, steht vor seinen ersten Weltmeisterschaften. In Poznań möchte er den nächsten Schritt in seiner internationalen Entwicklung machen. Sein Ziel ist die Qualifikation für das Finale. Im Auslegerboot (Va’a) komplettieren Chinette Lauridsen in der VL2 und Lillemor Köper sowie Moritz Berthold in der VL1 das deutsche Aufgebot.
Damit bieten die Weltmeisterschaften für das deutsche Para Kanu-Nationalteam nicht nur die Chance auf Medaillen, sondern auch wichtige Wettkampferfahrung und die Möglichkeit, sich frühzeitig im Rennen um die Weltranglistenpunkte für die Paralympics 2028 zu positionieren.
Weitere Informationen gibt es auf der Veranstaltungs-Webseite.
Wissenswertes rund um die Sportart Para Kanu sind auf der Plattform parasport.de zu finden.
Text: Deutscher Kanu-Verband, Ergänzungen DBS
Das deutsche Aufgebot für die Para Kanu-WM in Poznań:
Anja Adler (Startklasse: KL2 / 37 Jahre / Geburtsort: Halle (Saale) / Verein: SV Halle), Moritz Berthold (VL1 / 27 / ESV Lok Raw Cottbus), Dennis Braun (KL1 / 40 / Essen / ESV Essen-Kupferdreh), Claudia Fischer (KL3 / 44 / Meerane / Hamburger Kanu Club), Lillemor Köper (VL1 / 42 / Hamburg / Hamburger Kanu Club), Felicia Laberer (KL3 / 25 / Berlin / SC Berlin-Grünau), Chinette Lauridsen (VL2 / 49 / Bertasee Duisburg), Edina Müller (KL1 / 43 / Bergisch-Gladbach / Hamburger Kanu Club).
