Aktuelles vom Kanu

Zwei neue technische Klassifizierer für Parakanu

In Budapest (Ungarn) fand der einzige Lahrgang für Klassifizierer im Parakanu der Internationalen Canoe Federation (ICF) in Europa 2016 statt. Der Deutsche Kanuverband (DKV) schickte zwei junge Trainer aus Nordrhein-Westfalen zu diesem Lehrgang. Marius Gerritsen und Lukas Bäumler von BS Oberhausen arbeiten schon seit zwei Jahren als technische Klassifizierer-Trainees für den DKV. Zuhause in Oberhausen trainieren die beiden ehemaligen Kanurennsportler seit einigen Jahren bereits körperbehinderte Kanuten.

Beide lernten in zwei Tagen in Theorie und sehr viel Praxis die sportspezifische Klassifizierung im Parakanu-Rennsport. Als technische Klassifizierer sind sie für die kanu-spezifische Bewertung der Möglichkeiten körperbehinderter Kanuten zuständig. Zusammen mit dem medizinischen Klassifizierer entscheiden sie über die Einteilung in die Startklasse.

Während des Lehrgangs mussten sie bereits, zusammen mit angehenden medizinischen Klassifizierern, im Team über Startklassen-Einteilungen entscheiden, und dies dann auch im Plenum auf Englisch vor allen Teilnehmern und den Lehrgangsleitern begründen. Die Teilnehmer kamen aus Ungarn, Großbritannien, Polen, Italien und Südafrika. Alle Teilnehmer dürfen nun in ihren nationalen Kanuverbänden Klassifizierungen durchführen, und werden zukünftig auch an internationalen Wettkämpfen teilnehmen.

Der Lehrgang war für die ICF vom ungarischen Kanuverband und dem ungarischen Paralympischen Komitee organisiert worden. Er fand im neu-errichteten Leistungszentrum des ungarischen Kanuverbands in Budapest statt. Geleitet wurde der Lehrgang von John Edwards, Vorsitzender des Sports for All Komittess der ICF. Die Ausbildung der medizinischen Klassifizierer wurde von Christel Schlisio, DKV, durchgeführt, und Diego Doga, Italien, zeichnete  für die technischen Klassifizierer verantwortlich.

Quelle: Christel Schlisio

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