Gelungene WM-Generalprobe: Bernhard Fendt glänzt mit Doppelsieg bei der DM in München
Kurz vor dem internationalen Saisonhöhepunkt haben die deutschen Para Sportschütz*innen bei den nationalen Titelkämpfen auf der Anlage in München-Hochbrück starke Leistungen gezeigt. Die Wettbewerbe, die im Rahmen der Deutschen Meisterschaft Sportschießen 2026 stattfanden, dienten dem Kader als wichtige Standortbestimmung vor den Weltmeisterschaften.
Bundestrainer Rudi Krenn zeigte sich nach den Wettkämpfen überaus zufrieden: „Mit Blick auf die anstehende WM vom 10. bis 15. September in Changwon (Südkorea) geben die Resultate der deutschen Meisterschaften auf der Olympia-Schießanlage in München berechtigten Anlass zum Optimismus.“
Fendt dominiert die Klasse SH1
Besonders ein Athlet drückte den Wettbewerben der Startklasse SH1 seinen Stempel auf: Bernhard Fendt. Der Schütze sicherte sich bei seinen Starts souverän zwei Meistertitel. Im KK-Liegendkampf gewann Fendt mit 621,1 Ringen den Titel. Auch im Liegendschießen mit dem Luftgewehr war er nicht zu schlagen und sicherte sich mit 422,8 Ringen den ersten Platz. Bundestrainer Krenn lobte seinen Athleten ausdrücklich: „Das war ein echtes Ausrufezeichen in Richtung der Konkurrenz.“ Silber im KK-Liegendkampf (SH1) ging an Tjark Liestmann, der sich mit starken 619,7 Ringen ebenfalls in bestechender Form für die WM präsentierte.
Spannung in der SH2: Focken siegt souverän, Möbius hauchdünn vorn
In der Startklasse SH2 wurde Routinier Tim Focken seiner Rolle als Leistungsträger einmal mehr gerecht. Mit 617,1 Ringen gewann er den nationalen Titel im KK-Liegendkampf. Krenn betonte: „Tim hat seine Favoritenrolle in der Klasse SH2 bestätigt und einen souveränen Sieg eingefahren.“
Einen packenden Wettkampf gab es im Luftgewehr-Liegendschießen der SH2. Hier sicherte sich Moritz Möbius mit 423,0 Ringen den deutschen Meistertitel. Dicht dahinter zeigte Nachwuchstalent Philipp Zahner eine beeindruckende Leistung und holte sich mit 422,4 Ringen den Vizemeistertitel. Den dritten Platz belegte Melanie Bronneberg mit 420,6 Ringen.
Der Bundestrainer zog vor der Abreise nach Südkorea ein durchweg positives Fazit, insbesondere in Bezug auf die aufstrebenden Talente im Team: „Abgerundet wird das starke Gesamtergebnis durch unseren Nachwuchs: Philipp Zahner und Tjark Liestmann haben ihr Potenzial mit ihren zweiten Plätzen jeweils eindrucksvoll untermauert.“ Mit diesen Eindrücken im Rücken reist das DBS-Aufgebot hochmotiviert nach Südkorea, um dort nicht nur um Medaillen, sondern auch um wichtige Quotenplätze für die Paralympics 2028 zu kämpfen.
Die Ergebnisse der deutschen Meisterschaften in den Para Sportarten werden von der Heinz-Kettler-Stiftung (HKS) präsentiert, um die Aufmerksamkeit für die deutschen Meisterschaften zu erhöhen und die außergewöhnlichen Leistungen der Athlet*innen sichtbarer zu machen. Die HKS wurde von Heinz Kettler und seiner Tochter Dr. Karin Kettler bereits im Dezember 1999 gegründet, um Sportler*innen mit Behinderung in ihrer Sportausübung zu unterstützen und den Inklusionsgedanken in die Praxis umzusetzen.
Text: Moritz Jonas / DBS
