Aktuelles von Mailand & Cortina 2026
„Together in Motion“: Kraftvolles Zeichen für den Para Sport
Unter dem Titel „Together in Motion“ haben das Nationale Paralympische Komitee (NPC) für Deutschland und das Österreichische Paralympische Committee (ÖPC) zu einem Internationalen Abend ins „House of friends“ in Cortina d’Ampezzo eingeladen. Im Rahmen der Paralympischen Winterspiele 2026 kamen neben IPC-Präsident Andrew Parsons und weiteren IPC-Vertretern Delegationen aus aller Welt zusammen und setzten ein sichtbares Zeichen für Gemeinschaft, Zusammenarbeit und die gemeinsamen Werte der Paralympischen Bewegung.
Die zentrale Botschaft des Abends: „Wir gehen gemeinsam voran – sportlich, dynamisch und menschlich. Unsere Kraft entsteht aus der Gemeinschaft. Gemeinsam überwinden wir Barrieren und eröffnen neue Wege.“ Dazu begrüßten DBS-Präsident Hans-Jörg Michels und ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat neben IPC-Präsident Parsons und Raymon Blondell (Präsident des Europäischen Paralympischen Komitees) zahlreiche Gäste aus Sport, Politik und internationalen Organisationen. Rund 20 Vertreter aus anderen Nationalen Paralympischen Komitees, darunter der Schweiz, Spanien, Tschechien, Kanada, Kroatien und Griechenland, kamen im Deutschen und Österreichischen Haus zusammen.
Fokus auf internationale Vernetzung und gemeinsame Zukunftsprojekte
Im Bühnentalk betonten Michels und Rauch-Kallat, wie wichtig internationaler Austausch für die Weiterentwicklung des Para Sports ist. Michels erinnerte an die lange Entwicklung der Bewegung in Deutschland: „Die Paralympische Bewegung in Deutschland hat in den vergangenen 75 Jahren seit der Gründung des DBS große Fortschritte gemacht. Auch künftig wollen wir eine Zukunft gestalten, die mutig und innovativ ist. Wir nutzen die Bühne der Paralympischen Spiele, um die Kraft des Sports von Menschen mit Behinderung noch viel sichtbarer zu machen. Gemeinschaft, Solidarität und Vielfalt bilden das Herz unserer Bewegung.“
Er hob hervor, wie wichtig europäische Kooperationen für die Weiterentwicklung des Spitzensports sind: „Jetzt ist die Zeit, die Paralympischen Spiele als Plattform zu nutzen, um die Paralympische Bewegung zu fördern und nationale Para Sport-Strukturen zu stärken. Um dies zu erreichen, müssen wir den Dialog mit anderen europäischen Ländern weiter verstärken, um gemeinsame Projekte aufzubauen, Wettkampfsysteme zu verbessern und die Austragung von internationalen Meisterschaften sicherzustellen. Damit wollen wir erreichen, dass die paralympischen Athletinnen und Athleten sowie unsere Partner auch außerhalb der Paralympischen Spiele die Bühne bekommen, die sie verdienen.“
Bereits zum dritten Mal betreiben die Nationalen Paralympischen Komitees von Deutschland und Österreich ein gemeinsames Haus bei Paralympics. Erstmals feierten beide Länder 2018 in Pyeongchang in einem „House of friends“.
ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat hob hervor, dass das gemeinsame Haus ein Modell für konstruktive europäische Zusammenarbeit sei und die Zusammenarbeit mit dem NPC Germany seit Jahren auf gegenseitigem Vertrauen basiere. „Die Olympischen und Paralympischen Spiele verbinden. Und zwar verschiedene Nationen, die sich im Wettkampf fair und friedlich messen. Und sie zeigen auch, wie wichtig der Zusammenhang zwischen der olympischen und paralympischen Welt ist – die Aufmerksamkeit auf unseren Bewerben ist riesengroß“, sagte Rauch-Kallat und ergänzte: "Ich würde mir wünschen, dass sich andere eine Scheibe abschneiden. Eine Idee wäre es zum Beispiel, im Skifahren bei Weltcup-Bewerben oder Weltmeisterschaften auch Para Sport-Bewerbe zu integrieren."
IPC-Präsident Andrew Parsons lobt „Gemeinschaft in Bewegung“
Unter den zahlreichen Gästen war auch IPC-Präsident Andrew Parsons – oder mit den Worten von DBS-Präsident Michels der „Big Boss der Paralympischen Bewegung“. „Dieses Haus ist eine großartige Idee, zwei Nationen mit einer besonderen Verbindung zusammenzubringen. Wir sind in Bewegung, wir sind eine Gemeinschaft. Unsere Athletinnen und Athleten können gegeneinander antreten – aber am Ende feiern wir zusammen.“
Der Internationale Abend markierte zugleich ein besonderes Jahr: Der Deutsche Behindertensportverband feiert 2026 sein 75-jähriges Bestehen. Seit seiner Gründung hat er sich zu einer tragenden Säule des Para Sports entwickelt – im Leistungssport ebenso wie in den Bereichen Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe.
Die Veranstaltung im „House of friends“ bot Raum für persönlichen Austausch, internationale Vernetzung und zukunftsgerichtete Gespräche, um die Sichtbarkeit des Para Sports über die Paralympics hinaus nachhaltig zu erhöhen. „Together in Motion“ ist mehr als ein Motto – es ist ein Versprechen für die Zukunft des Para Sports.
