Aktuelles von Mailand & Cortina 2026
DBS zu Gast bei Konferenz für wissenschaftliche Arbeit in Mailand und Cortina
Forschung und Sportgeräte spielen im paralympischen Spitzensport eine wichtige Rolle auf dem Weg zum Erfolg. Das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) und das Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) haben nun kurz vor Olympia und den Paralympics einen Einblick in ihre Arbeit gegeben. Mit dabei waren auch Vertreter des DBS.
In Berlin kamen Repräsentant*innen aus Medien, Sportpolitik und den Spitzenverbänden bei der Konferenz von IAT und FES zusammen. In der Pressekonferenz stellten die beiden Institute vor, wie sie deutsche Athlet*innen bei den Spielen in Mailand und Cortina begleiten werden. Unter den Gästen waren auch DBS-Vorstandsvorsitzender Idriss Gonschinska und Para Ski nordisch-Cheftrainer Ralf Rombach. Gemeinsam mit anderen Vertreter*innen aus dem Spitzensport tauschten sie sich in einer weiterer Podiumsdiskussion über die Zusammenarbeit mit den Instituten und deren neu erarbeiteten Zukunftskonzepten aus. Andere Teilnehmende waren unter anderem Dr. Andre Sander (Vorstand Leistungssportentwicklung BSD), Olympiasiegerin Lisa Buckwitz (Bob), Cheftrainer Christian Baude (Skeleton) und Karlheinz Waibel (Bundestrainer Wissenschaft DSV).
Nach der Pressekonferenz folgten acht themenspezifische Talkrunden zu den einzelnen Wintersportarten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von IAT und FES diskutierten gemeinsam mit den Podiumsgästen und Medienvertreter*innen über sportartspezifische Herausforderungen und Lösungsansätze. Abschließend ermöglichten Rundgänge durch das FES einen direkten Einblick in die praktische Arbeit der Institute.
Das IAT unterstützt als trainingswissenschaftliches Kompetenzzentrum in 32 Projekten die olympischen Verbände und den DBS. Zudem betreut es fünf Spitzenverbände in neun Sportarten, darunter Para Biathlon. Das FES entwickelt Sportgeräte für das Training und den Wettkampf im olympischen und paralympischen Hochleistungssport. In Zusammenarbeit mit dem DBS betreut das FES aktuell die Sportarten Para Kanu, Para Rudern, Para Radsport, Para Sportschießen, Para Triathlon, Para Ski alpin und Rollstuhlbasketball.
Beide Institute haben damit einen starken Einfluss auf das Abschneiden deutscher Athlet*innen bei großen Wettkämpfen, wie sie jetzt in Mailand und Cortina anstehen. In diesem Zusammenhang betonte Ingo Sandau, stellvertretender Direktor des IAT, auch die langfristige, positive Entwicklung, die eine Ausrichtung von Olympia und Paralympics für die sportliche Leistung des Gastgeberlandes mit sich bringt.
Ob die These Sandaus stimmt, wird das IAT konkret für die Spiele in Mailand und Cortina überprüfen. Italien zählt neben Schweden, Schweiz, Kanada und den Niederlanden zu den führenden Wintersportnationen, die das IAT bei Olympia und Paralympics analysieren wird. Daraus sollen auch gewinnbringende Erkenntnisse für die deutschen Teams abgeleitet werden können. Die genauen wissenschaftlichen Auswertungen werden voraussichtlich ab Mai 2026 veröffentlicht.
Text: IAT / DBS
