Aktuelles von den Paralympics in Rio 2016

Nikolai Kornhaß holt Bronze im Judo

Nikolai Kornhaß hat sich zwei Jahre professionell auf die Paralympics vorbereitet
Nikolai Kornhaß hat sich zwei Jahre professionell auf die Paralympics vorbereitet © Oliver Kremer, DBS

Nikolai Kornhaß, der für die Gundelfinger Turnerschaft startet, hat heute die Bronzemedaille auf den Paralympics im Judo gewonnen. Der 23-jährige Student besiegte den Japaner Aramitsu Kitazono in der Klasse bis 73 kg nach 43 Sekunden mit einem Uchi-Mata-Sukashi, nachdem er schon nach 16 Sekunden mit einem Kouchi-Gari in Führung gegangen war.

Nikolai Kornhaß hat damit die von Cheftrainerin Bruckmann vorgegebene Zielstellung bei seinen ersten Paralympics eindrucksvoll umgesetzt. Kornhab bereitet sich seit zwei Jahren professionell auf den Wettkampf vor und ist war im Vorfeld auf Platz 4 der Welt einsortiert worden. Er hatte im Halbfinale gegen den späteren Sieger Gasimov aus Azerbaidschan verloren.

Nikolai Kornhaß: „Das fühlt sich super gut an. Dass das jetzt so geklappt hat, das freut mich. Man hofft darauf, aber wenn es wirklich wahr ist, dann ist es eine Erleichterung. Die Stimmung ist sensationell, wir können uns nicht über leere Ränge beschweren. Das ist super. Ich habe Bronze gewonnen, daher habe ich alles richtig gemacht. Zwischen Viertelfinale und Halbfinale hatte ich wenig Zeit zur Erholung, da habe ich mich unter Wert verkauft. Jetzt ist es egal, ich bin mit Bronze zufrieden. Ich freue mich jetzt auf das Deutsche Haus und hoffentlich noch etwas besseres Wetter.“

Sebastian Jung hatte am Morgen in seinem ersten Kampf gegen den Iraner Sayed Nouri Jafari in der Klasse bis 81 Kg nach 4:25 min verloren. Obwohl er bis zur Mitte des Kampfes diesen dominiert hatte, wurde er klassisch bei einem Angriff ausgekontert. Damit war er aus dem Rennen um die Medaillen direkt ausgeschieden.

Cheftrainerin Carmen Bruckmann: "Geil Mann. Ich habe es gehofft, es lief perfekt vom Nikolai. Ich bin sehr zufrieden, denn ich habe eigentlich das erst in einem Jahr für möglich gehalten. Wenn Nikolai sich so weiter entwickelt, dann haben wir in vier Jahren großen Spaß. Beim Sebastian war es sehr knapp. Wir haben den Gegner nicht so stark eingeschätzt gehabt, wir hatten ihn nicht auf dem Schirm. Da hat Sebastian heute etwas das Glück gefehlt."