Aktuelles von den Paralympics in Rio 2016

Martina Willing gewinnt Silber im Speerwerfen

Leichtathletik: 56-Jährige holte seit 1992 immer eine Medaille

Martina Willing wirft den Speer zu Silber ©Ralf Kuckuck/DBS
Martina Willing wirft den Speer zu Silber ©Ralf Kuckuck/DBS

Martina Willing hat bei den Paralympics in Rio de Janeiro (Brasilien) im Speerwerfen der Klasse F56 Silber gewonnen und für ihre 13. paralympische Medaille gesorgt.

Die 56-Jährige, die für den BPRSV Cottbus startet und von Petra Ritter und Ralf Paulo trainiert wird, warf den Speer im dritten Versuch auf 22,22 Meter und musste sich nur der Lettin Diana Dadzite geschlagen geben, die in Deutschland bei den Dolphins Trier Rollstuhlbasketball spielt und deren Speer bei 23,26 Metern landete. Willing sagte danach: „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung und der Platzierung, glücklich wäre ich, wenn ich gewonnen hätte.“

Immerhin konnte sie es mit Humor nehmen, dass es nicht nach ganz oben gereicht hatte: „Ich hatte mir vorher schon die Fingernägel lackiert, so hatte ich wenigstens ein bisschen Gold an den Fingern.“

Bei ihren siebten Paralympics in Folge gelang es ihr wieder, aufs Podest zu kommen: „Mein oberstes Ziel war es, dass die Serie hält, bei jeden Spielen mindestens eine Medaille zu gewinnen, eine Farbe habe ich vorher nicht definiert.“

Ihre Erfolgsbilanz ist beeindruckend: Angefangen mit Gold, Silber und Bronze in Barcelona 1992 gewann sie insgesamt zwölf Medaillen bei Sommerspielen, eine sogar in Lillehammer 1994 im Winter. Schluss soll aber noch lange nicht sein: Willing deutet nach dem Wettkampf an, dass sie sich vorstellen könnte, auch 2020 in Tokio an den Start zu gehen.

Im Kugelstoßen hatte sie zwei Tage zuvor nur Rang neun belegt, jetzt klappte es endlich mit der Medaille. Am Donnerstag wird sie noch im Diskuswurf ihr Glück versuchen.