Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport
Wer wird „Sport-Stipendiat des Jahres“ 2025?
Zum 13. Mal sucht die Sporthilfe den Sport-Stipendiaten bzw. die Sport-Stipendiatin des Jahres. Es stehen fünf Olympia- und Paralympics- bzw. WM- und EM-Stars, denen die Kombination aus Spitzensport und Studium in besonderer Weise gelingt, öffentlich zur Wahl. Alle Sportsfans können bis zum 5. September auf sportstipendiat.de abstimmen - nominiert sind auch drei Para Athlet*innen.
Zur Wahl stehen (in alphabetischer Reihenfolge):
- Lukas Gloßner, Paralympics-Bronzemedaillengewinner im Rollstuhlbasketball und Digital Business Management-Student
- Nils Kolb, WM-Silbermedaillengewinner mit der Staffel im Para Skilanglauf und Physik-Student
- Lukas Krappe, EM-Bronzemedaillengewinner mit der 4x400-Meter-Staffel in der Leichtathletik und Wirtschaftsrecht-Student
- Sandra Mikolaschek, Paralympicssiegerin im Para Tischtennis und Psychologie-Studentin
- Marie Reichert, Olympiasiegerin im 3x3-Basketball und BWL-Studentin
Kriterien bei der Wahl „Sport-Stipendiat des Jahres“ sind die sportliche Leistung sowie Erfolge und Fortschritte im Studium, die in der Zeit von Mai 2024 bis April 2025 erzielt wurden. Bewerben konnten sich die rund 300 studierenden Athletinnen und Athleten, die über die Sporthilfe das Sport-Stipendium erhalten. Eine Jury aus Sport, Politik, Wirtschaft und Medien hat aus zahlreichen Bewerbungen die Top 5 ausgewählt, die ab heute in der öffentlichen Online-Wahl gegeneinander antreten.
Im Vorjahr wurde Flora Kliem, Para Bogenschützin und Lehramtsstudentin, als „Sport-Stipendiatin des Jahres“ 2024 ausgezeichnet. Frühere Preisträgerinnen und Preisträger sind u.a. die Olympiasieger Thomas Röhler (2018/MBA/Speerwurf) und Martin Häner (2013/Humanmedizin/Hockey) sowie Olympiasiegerin Malaika Mihambo (2014/Politikwissenschaft/Weitsprung).
Die Para Athlet*innen in der Übersicht:
Lukas Gloßner, Rollstuhlbasketball:
Bereits mit der Qualifikation mit der deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft für die Paralympics 2024 in Paris erfüllte sich Lukas Gloßner einen Traum. Der Gewinn der Bronzemedaille in Paris war dann das i-Tüpfelchen auf einem besonderen Sommer. Denn wenige Wochen zuvor schloss er seinen Bachelor in Digital Business an der Technischen Universität Ingolstadt mit der Durchschnittsnote 1,6 ab. Inzwischen studiert der 25-Jährige im zweiten Master-Semester Digital Business Management und verfolgt damit weiter große Ziele – im Studium wie im Sport.
„Ich plane mein Leben in Zyklen. Bis L.A. 2028 steht der Sport absolut im Fokus. Und dennoch möchte ich nächstes Jahr parallel mit meiner Masterarbeit anfangen. Im Rollstuhlbasketball muss man sich engagieren, wenn man sein Team voranbringen will. Das tue ich mit Leidenschaft und Herz.“ zum Interview mit Lukas Gloßner…
Nils Kolb, Para Ski nordisch:
Als Guide des sehbehinderten Langläufers Lennart Volker weiß Nils Kolb, wie wichtig gute Zusammenarbeit ist. Gegipfelt ist der Teamgedanke bei der Para Skilanglauf-WM in Toblach, als Kolb und Volker mit der Staffel auf den zweiten Rang liefen und sich die Silbermedaille sicherten. In seinem Physikstudium an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg steht der 23-Jährige nach dem fünften Semester bei einer Durchschnittsnote von 1,3. Abseits der Loipe und des Hörsaals beschäftigt sich Nils Kolb verstärkt mit dem Klimawandel, der nicht nur sein Studienfach, sondern auch den Wintersport beeinflusst.
„Als Begleitläufer eines Sehbehinderten aktiv zu sein, bedeutet, dass ich meine eigene Leistung hintenanstellen muss, weil ich die Verantwortung für den anderen habe. Das ist mir tatsächlich nicht schwergefallen, weil ich die Einzelsportart Langlauf hinter mir gelassen und dies von Beginn an als Teamsport gesehen habe.“ zum Interview mit Nils Kolb…
Sandra Mikolaschek, Para Tischtennis:
Bachelor-Arbeit parallel zur Paralympics-Vorbereitung: Für Sandra Mikolaschek war der Sommer 2024 gleich in doppelter Hinsicht erfolgreich. Zunächst schloss sie ihren Bachelor in Psychologie – Forschungsfrage: „Verringern visuell-räumliche Übungen Bewegungskrankheiten?“ – an der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität ab, kurz darauf krönte sich die 28-Jährige in Paris zur Paralympicssiegerin. Seit dem goldenen Sommer 2024 strebt Mikolaschek ihren Master in Psychologie an und befindet sich dort derzeit im zweiten Semester.
„Die Sporthilfe und das Deutsche Bank Sport-Stipendium haben mir als Teil meiner monatlichen Finanzierung ermöglicht, meinen Sport als Halb- oder Vollprofi betreiben zu können, denn der Vermieter nimmt ja nicht einen Teil meiner Medaillen als Gegenwert. Und parallel zum Studium und Leistungssport noch einen Nebenjob zu haben, ist sehr schwierig!“ zum Interview mit Sandra Mikolaschek…
