Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Fulminantes Comeback nach einjährigem Ausfall

Fechten: Simone Briese-Baetke gewinnt bei Weltcup in Kanada Gold und Bronze

Das deutsche Team: Balwinder Cheema, Sylvi Tauber, Simone Briese-Baetke und Maurice Schmidt
Das deutsche Team: Balwinder Cheema, Sylvi Tauber, Simone Briese-Baetke und Maurice Schmidt © Sascha Bondar

Verletzungsbedingt musste Simone Briese-Baetke ein Jahr lang pausieren. Doch beim Weltcup der Rollstuhlfechter im kanadischen Laval meldete sich Deutschlands Vorzeigeathletin zurück - und zwar mit einem Paukenschlag. In ihrer Hauptwaffe Degen ließ sie nichts anbrennen und sicherte sich unangefochten Gold vor der Polin Marta Makowska. Ein großer und wichtiger Schritt auch in Richtung Paralympics in Rio 2016. Im anschließenden Florettwettbewerb gewann Briese-Baetke noch Bronze. Außerdem belegten Sylvi Tauber die Plätze zehn (Degen) und 16 (Florett), Maurice Schmidt wurde 17. (Degen) und 22. (Säbel) und Balwinder Cheema landete auf den Rängen 19 (Degen) und 16 (Säbel).

Doch für die größte Freude aus deutscher Sicht sorgte eindeutig Simone Briese-Baetke. "Ich habe mein Ziel für den Weltcup erreicht", freute sich die 50-Jährige, die für Makkabi Rostock antritt. Während sie im Degenwettbewerb gegen Marta Makowska im Finale nichts anbrennen ließ, musste sie sich mit dem Florett im Halbfinale der amtierenden Weltmeisterin Beatrice Vio geschlagen geben. 

Die in zwei Wochen stattfindenden Europameisterschaften sind die letzte Qualifikationsmöglichkeit für die Paralympics in Rio 2016. Ein Titelgewinn ist gleichbedeutend mit einem direkten Startplatz für die Spiele am Zuckerhut. Neben Briese-Baetke werden bei der EM auch Tauber, Cheema und Schmidt sowie die amtierende Weltmeisterin in der C-Kategorie im Damendegen, Ulrike Lotz-Lange, an den Start gehen.

Quelle: Ira Ziegler, Ergänzungen DBS