Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport
DBS verstärkt sein Trainerpersonal
Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) baut seine Leistungssportstrukturen partiell aus und hat im Juni und Juli insgesamt sechs Trainer*innen neu eingestellt. Mit diesen personellen Verstärkungen unterstreicht der Verband die Bedeutung einer professionellen Betreuung für die nachhaltige Entwicklung sowie seine ambitionierten Ziele im internationalen Para Sport.
Neu im Team des DBS sind:
- Christoph Herzog, Bundestrainer Sitzvolleyball
- Celina Schenk, Trainerin und Koordinatorin Para Klettern
- Marcel Berger, Assistenzbundestrainer Para Radsport
- David Wrobel, Assistenzbundestrainer Para Leichtathletik
- Said Mollaei, Trainer Bundesstützpunkt Para Judo Heidelberg
- Dominic Meisel, Nachwuchstrainer Bundesstützpunkt Para Tischtennis Düsseldorf
Die Finanzierung der Stellen erfolgt über Projektmittel des Bundeskanzleramtes und ist zunächst auf zwei Jahre bis Ende 2028 angelegt. Damit schafft der DBS zusätzliche Kapazitäten, um die Qualität der Trainingsarbeit weiter zu steigern und die Nationalmannschaften optimal auf die Paralympischen Spielen 2028 in Los Angeles vorzubereiten.
„Unsere Trainer*innen sind das Fundament für sportlichen Erfolg. Sie prägen die Entwicklung unserer Sportler*innen maßgeblich und tragen entscheidend dazu bei, dass wir unsere ambitionierten Ziele erfüllen können“, betont Marc Möllmann, Vorstand Leistungssport im DBS. „Ich bin sehr froh, dass wir auch diese Positionen qualifiziert besetzt haben.“
Mit den sechs Trainer*innen stärkt der DBS sowohl die Nachwuchsarbeit als auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit im Spitzensport. Ziel ist es, die positiven Entwicklungen der vergangenen Jahre fortzusetzen und den deutschen Para Sport nachhaltig erfolgreich aufzustellen.
Christoph Herzog übernimmt als fortan hauptamtlich beschäftigter Bundestrainer im Sitzvolleyball eine Schlüsselposition. Er begleitet die Nationalmannschaft in ihrer weiteren Entwicklung auf der „Road to LA“. Derzeit bereitet sich die Mannschaft in Hangzhou / China auf ihr erstes WM-Gruppenspiel gegen Kanada am Freitag vor. Die WM ist die erste Möglichkeit, sich direkt für die Paralympics in zwei Jahren zu qualifizieren. „LA 2028 ist das große Ziel“, sagt Herzog. Professionelle Strukturen seien eine wichtige Voraussetzung, um dieses Ziel zu erreichen. „Durch meine hauptamtliche Tätigkeit können wir Abläufe und Planungen weiter optimieren und die Mannschaft noch intensiver begleiten. So schaffen wir die bestmöglichen Bedingungen, damit sich das Team sportlich weiterentwickeln und international erfolgreich behaupten kann.“
Marcel Berger und David Wrobel werden künftig als Assistenz-Bundestrainer die Teams im Para Radsport beziehungsweise in der Para Leichtathletik unterstützen. „Beide Sportarten gehören zu den Kernsportarten des DBS und spielen mit Blick auf die Paralympischen Spiele in den USA eine zentrale Rolle. Wir freuen uns daher, mit Marcel und David zwei weitere Trainer gewonnen zu haben. Damit stärken wir nicht nur unsere Teams, sondern sorgen auch für eine spürbare Entlastung von Para Leichtathletik-Bundestrainerin Marion Peters und Para Radsport-Bundestrainer Gregor Lang. So können wir angesichts der erfreulich hohen Zahl an Athlet*innen eine noch engmaschigere und qualitativ hochwertige Betreuung gewährleisten“, erklärt Marc Möllmann.
Besondere Dynamik zeigt aktuell zudem die Sportart Para Klettern, die sich nicht zuletzt aufgrund der paralympischen Premiere in Los Angeles 2028 international stark entwickelt und zunehmend an Bedeutung gewinnt. Cheftrainer Christoph Reichert bekommt Unterstützung von Celina Schenk. Mit ihr als Trainerin und Koordinatorin schafft der DBS in Kooperation mit dem Deutschen Alpenverein (DAV) wichtige Voraussetzungen für den strukturierten Leistungsaufbau.
Ein Beispiel für die gezielte Verstärkung der Bundesstützpunkte ist auch Para Tischtennis in Düsseldorf: Dort ist Dominic Meisel seit dem 1. Juni 2026 als Nachwuchstrainer tätig. Der 46-Jährige verantwortet die Entwicklung und Betreuung der Nachwuchsathletinnen und -athleten und fungiert als wichtige Schnittstelle zwischen Landes- und Bundeskader auf dem Weg in die nationale Spitze. Die Stelle wird gemeinsam vom DBS und dem nordrhein-westfälischen Landesverband BRSNW finanziert.
Hannes Doesseler, Bundesstützpunktleiter Para Tischtennis Düsseldorf, betont die Bedeutung dieser Personalie für die strukturelle Weiterentwicklung: „Durch die Mischfinanzierung dieser Stelle können wir im Nachwuchsbereich an der wichtigen Schnittstelle zwischen Landes- und Bundeskader noch intensiver arbeiten. Eine durchgängige, individuelle Betreuung der Athletinnen und Athleten bis hin zum Paralympics-Kader ist nun möglich. Wir freuen uns sehr, mit Dominic Meisel einen engagierten und fachlich versierten Trainer gewonnen zu haben. Seine Expertise wird die nachhaltige Entwicklung im Para Tischtennis weiter voranbringen.“
Auch in anderen Sportarten stärkt der DBS gezielt seine Stützpunkt- und Trainerstruktur. Mit Said Mollaei gewinnt der Para Judo-Standort und Bundesstützpunkt Heidelberg zusätzliche internationale Expertise – passend zu einem sportlichen Höhepunkt im August: Vom 14. bis 16. August finden in Heidelberg die Para Judo-Europameisterschaften statt.
