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Para Judo: Zwei Mal Gold beim Grand Prix in São Paulo
Der Jahresabschluss für die deutschen Para Judoka ist ein goldener. Beim Grand Prix im brasilianischen São Paulo holen Isabell Thal und Lennart Sass jeweils den Gesamtsieg in ihrer Klasse. Die beiden weiteren deutschen Starter Samuel van Melle und Bela Bel Heinze werden jeweils Siebte. Bundestrainerin Carmen Bruckmann zieht so ein positives Fazit für den Weltcup und das gesamte Jahr 2025.
Als Europameister war Lennart Sass in São Paulo angetreten und begann das Turnier zunächst mit einem Freilos. Die ersten beiden Kämpfe gewann der 25-Jährige souverän mit Ippon und stand so im Finale, wo er auf den Lokalmatadoren Geronimo Silva aus Brasilien traf. Dort war das Aufeinandertreffen schon enger, aber Lennart Sass hatte auch hier die Nase vorn und gewann mit Waza-ari und zwei Yuko. Mit dem Gold in São Paulo endet ein besonderes Jahr für Lennart Sass. Im September hatte der gebürtige Kieler nach zwei zweiten Plätzen zum ersten Mal Gold bei den Europameisterschaften in Georgien geholt.
Ebenfalls erfolgreich bei der EM war Isabell Thal, die dort Bronze gewann und auch schon bei der WM im Mai starke Leistungen gezeigt hatte, was ihr den fünften Rang einbrachte. In São Paulo trat sie in einem Fünferpool an und gewann drei Kämpfe eindrucksvoll mit Ippon. Erst im letzten Kampf muss sie sich mit Waza-ari beugen, trotzdem reichte es aufgrund der besten Punkte in ihren Kämpfen für die Goldmedaille.
Samuel van Melle und Bela Bel Heinze kamen im Turnier nicht über ihren ersten Kampf hinaus. Die beiden jungen Judoka sammelten nach der EM im September, weitere wichtige internationale Erfahrungen in Brasilien. Bundestrainerin Carmen Bruckmann betonte: „Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen hier in São Paulo. Ganz besonders freue ich mich, dass Lennart ungeschlagen aus diesem Jahr geht.“
Text: DJB / DBS
