Das Präsidium des Deutschen Behindertensportverbandes
Hans-Jörg Michels, geboren am 16. November 1961 in Osnabrück, ist verheiratet und Vater eines Kindes. Beruflich ist er als Rechtsanwalt tätig und trägt den Titel Fachanwalt für Arbeitsrecht. Nach dem Abitur am Graf-Stauffenberg-Gymnasium Osnabrück im Jahr 1981 absolvierte er seinen Wehrdienst, unter anderem in der renommierten Sportkompanie Warendorf. 1983 begann er das Studium der Rechtswissenschaften in Berlin, das er 1992 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen abschloss. Seit 1993 ist er als Rechtsanwalt zugelassen.
Parallel zu seiner juristischen Laufbahn verfolgte Michels eine bemerkenswerte sportliche Karriere im Volleyball. Zwischen 1976 und 1981 gewann er fünfmal das Bundesfinale bei „Jugend trainiert für Olympia“ und wurde Deutscher Meister in der A-Jugend. Als Junioren- und Herrennationalspieler nahm er unter anderem an der Weltmeisterschaft in den Niederlanden sowie an den World University Games 1983 in Edmonton teil. In der Bundesliga spielte er für den VBC Paderborn und den SSC Charlottenburg, mit dem er Deutscher Pokalsieger wurde. Seit 2013 ist Michels Präsident des Behinderten- und Rehabilitationssportverbands Brandenburg e.V. und engagiert sich damit nachhaltig im Behindertensport.
Gerhard Janetzky, geboren am 17. April 1950 in Werder (Havel), ist geschieden und Vater einer Tochter. Nach einer erfolgreichen Karriere in der Wirtschaft ist er heute als selbständiger Berater tätig.
Seine berufliche Laufbahn führte ihn zunächst zu Procter & Gamble, wo er von 1976 bis 1983 arbeitete, zuletzt als Geschäftsführer in der Schweiz. Anschließend war er Vorstandsvorsitzender bei Bertelsmann Großbritannien sowie bei der Heine Gruppe. Es folgten Führungspositionen bei Harrods International in London und der Klingel Gruppe, bevor er ab 2001 verschiedene Beratungsmandate übernahm – u. a. als Vorstandsvorsitzender der Wünsche AG sowie als Aufsichtsratsvorsitzender von Cyberport (Burda Medien Gruppe). Von 2002 bis 2013 war er geschäftsführender Gesellschafter des ISTAF Berlin, dem größten 1-Tages Leichtathletik-Meeting weltweit. Zudem gründete er das Veranstaltungsformat „Berlin läuft“, mit rund 30.000 Laufbegeisterte pro Jahr.
Im organisierten Sport übernahm Janetzky zahlreiche Ehrenämter: Er war Präsident des Berliner Leichtathletik-Verbandes und der Deutschen Olympischen Gesellschaft Berlin (2009–2016) sowie Präsidiumsbeauftragter für Inklusion beim Deutschen Leichtathletik-Verband (2010–2021). Seit 2018 ist er Vorsitzender des Kuratoriums des DBS, ab 2019 zudem Präsidiumsbeauftragter für Marketing. Seit 2020 ist er Vizepräsident Rehasport im BVS Bayern.
Dr. med. Vera Jaron, geboren am 4. Februar 1953 in Wuppertal, ist verheiratet und Fachärztin für Chirurgie. Nach dem Abitur 1971 in Nidda studierte sie Humanmedizin an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und erhielt 1977 ihre Approbation. Es folgte die Facharztausbildung in der Allgemeinchirurgie, die sie 1983 abschloss. Bis 1989 war sie als angstellte Ärztin der Chirugie tätig, ehe sie eine eigene Praxis eröffnete, in der sie bis 2013 als Durchgangsärztin arbeitete. 2008 erwarb sie die Zusatzbezeichnung „Sportmedizin“ und ist seit 2013 zur Behandlung Schädel-Hirnverletzter im Evangelischen Krankenhausverein Emlichheim ermächtigt.
Von 1966 bis 1987 war Dr. Jaron im Dressurreiten aktiv und ist seit 1987 Mitglied der Reiterfreunde Twist und Umgebung e.V. 1988 gründete sie dort eine therapeutische Reitgruppe, die sie bis heute leitet. Seit 2001 ist sie Vereinsärztin für den Bereich Behindertensport und seit 2003 als Übungsleiterin B im Rehabilitationssport tätig – mit den Profilen Orthopädie und Innere Medizin.
Im organisierten Sport übernimmt sie vielfältige Funktionen: Seit 2005 ist sie Vizepräsidentin Rehabilitationssport im Behinderten-Sportverband Niedersachsen (BSN) und seit 2006 leitende Ärztin in der Kommission Medizin des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS).
Prof. Dr. med. Roland Thietje, geboren am 24. Januar 1964 in Flensburg, ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Der Facharzt für Chirurgie mit zahlreichen Zusatzqualifikationen ist seit 2006 Chefarzt des Querschnittgelähmten-Zentrums am Berufsgenossenschaftlichen Klinikum Hamburg. Thietje ist national und international vernetzt, u. a. über die International Spinal Cord Society, und setzt sich fachlich wie gesellschaftlich für die Belange querschnittgelähmter Menschen und die Weiterentwicklung des Rehabilitationssports ein.
Nach dem Medizinstudium in Kiel und Lübeck (1984–1990) promovierte Thietje 1994 und erhielt 1998 die Facharztanerkennung für Chirurgie. Es folgten Zusatzbezeichnungen in Notfallmedizin, Rehabilitationswesen, Physikalischer Therapie und Unfallchirurgie. 2012 habilitierte er sich im Fach Unfallchirurgie und erhielt die Venia legendi. Seit 2014 ist er ständiger Vertreter des Ärztlichen Direktors, seit 2021 außerplanmäßiger Professor an der Universität zu Lübeck.
Sein Engagement im Bereich Querschnittlähmung und Behindertensport ist vielseitig: Thietje ist u. a. langjähriges Mitglied im Deutschen Behindertensportverband (DBS) und im Deutschen Rollstuhlsportverband. Seit 2009 ist er Vizepräsident des DBS, zudem u. a. Sprecher des Arbeitskreises Querschnittlähmung der DGUV, Vorstandsmitglied bei „Barrierefrei Leben, Hamburg e.V.“, Beratungsarzt beim HSV und der AG Spina bifida Hamburg e.V. sowie stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Stiftung Querschnittlähmung. Er ist national und international vernetzt, u. a. über die International Spinal Cord Society, und setzt sich fachlich wie gesellschaftlich für die Belange querschnittgelähmter Menschen und die Weiterentwicklung des Rehabilitationssports ein.
Anja Surmann wurde am 3. Dezember 1969 in Oelde geboren. Sie ist verheiratet und hat eine Tochter. Nach ihrem Studium der Diplom-Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln von 1989 bis 1996 schloss sie als Diplom-Sportlehrerin ab. Von 1997 bis 2000 war sie Projektleiterin bei der Rugo Kommunikation GmbH und betreute dort PR- und Marketingmaßnahmen für den Deutschen Behindertensportverband (DBS) und das Nationale Paralympische Komitee (NPC). Zudem leitete sie das Organisationskomitee der Rollstuhl-Fechtweltmeisterschaft in Euskirchen und war Presseattaché bei den Paralympics 2000 in Sydney.
2001 übernahm sie die Leitung des Sportreferats im Niedersächsischen Innenministerium und war Vorsitzende der AG Anti-Doping der Sportreferentenkonferenz der Länder. Zwischen 2003 und 2007 war sie persönliche Referentin und Leiterin des Ministerbüros von Franz Müntefering im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Danach arbeitete sie kurzzeitig als Referatsleiterin für internationale Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik im Bundesministerium. Von 2008 bis 2015 war sie in führenden Positionen im Landtag Nordrhein-Westfalen tätig, zuletzt als Leiterin des Büros der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Zwischen 2015 und 2017 war sie Staatssekretärin für Bundesangelegenheiten in der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalens. Von 2019 bis 2021 leitete sie KlimaDiskurs.NRW e.V.
Im Sport engagiert sie sich als stellvertretende Vorsitzende des Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes NRW, Vorständin der Stiftung Behindertensport sowie in verschiedenen Übungsleiterrollen. Zudem ist sie stellvertretende Vorsitzende des SPD-Kreisverbandes Mettmann.
Katja Kliewer wurde am 31. Mai 1989 in Jena geboren. Sie ist verheiratet und Mutter eines Kindes. Nach ihrem Bachelorstudium in Sportwissenschaft und Psychologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (2011–2014), in dem sie sich unter anderem mit Selbst- und Fremdkonzepten von nichtbehinderten und behinderten Nachwuchssportlern beschäftigte, absolvierte sie berufsbegleitend von 2015 bis 2019 einen MBA in Sportmanagement an derselben Universität.
Zwischen 2015 und 2017 arbeitete sie als Trainerin und Übungsleiterin im LSB-Modellprojekt „Übungsleiter-Sharing“ beim Stadtsportbund Weimar e.V. Anschließend war sie von 2017 bis 2019 Sportkoordinatorin beim Stadtsportbund Weimar und leitete ein Projekt zur Gesundheitsförderung für Kinder mit mangelnden Bewegungserfahrungen. Parallel dazu beriet sie als Beraterin „Gesunde Lebenswelten“ bei der AOK PLUS Firmen in Erfurt und dem Ilm-Kreis zu Mitarbeitergesundheit und Organisationsentwicklung.
Sportlich engagiert sich Kliewer seit 2009 im Thüringer Landesseesportverband als Präsidiumsmitglied und Jugendwärtin sowie im Jugendvorstand des Deutschen Seesportverbandes. Seit 2015 berät sie die Deutsche Sportjugend in verschiedenen Gremien, etwa zu „Jungem Engagement“ und „Prävention sexualisierter Gewalt“. Zudem ist sie seit 2021 Vorsitzende der Deutschen Sportjugend und Vizepräsidentin Jugend im Präsidium des DBS. Ihre sportlichen Wurzeln liegen im Fechten, wo sie zwischen 2005 und 2009 national und international im Damenflorett-Bundeskader aktiv war.
