Aktuelles vom Rudern
Herausragende Bilanz bei der Para Ruder-WM: Gold, Silber und Bronze
Bei den Weltmeisterschaften im Para Rudern in Shanghai (China) hat sich das deutsche Aufgebot mit einem kompletten Medaillensatz belohnt. Kathrin Marchand und Valentin Luz kürten sich mit einer Weltbestzeit zu den Weltmeistern im PR3-Mixed-Doppelzweier. Außerdem gab’s Silber für denPR2-Mixed-Doppelzweier mit Jasmina Bier und Paul Umbach und Bronze für den PR3-Mixed-Vierer.
„Eine historische Leistung: der erste WM-Titel für ein deutsches Para-Team, seit die 2000-Meter-Distanz gefahren wird“, freute sich Para Ruder-Bundestrainer Marc Stallberg über das sensationelle Rennen von Kathrin Marchand und Valentin Luz. Mit der Weltbestzeit von 6:58,64 Minuten und einem deutlichen Vorsprung von fast sieben Sekunden setzten sich das deutsche Duo von der Konkurrenz aus der Ukraine und Australien ab und steht nun offiziell an der Weltspitze. Mit zwei Medaillen in zwei unterschiedlichen Booten ist Marchand die erfolgreichste Para Athlet*in der WM und kann nun voller Hoffnung in die Wintersportsaison starten. Denn die 34-Jährige, die zweimal im Rudern an den Olympischen Spielen teilnahm, will sich im Para Langlauf für die Paralympischen Winterspiele im März 2026 in Italien qualifizieren.
Was für Marchand ein vielversprechender Start hin zu neuen sportlichen Abenteuern ist, ist für manche ihrer Teamkolleg*innen ein krönender Abschluss. Denn Para Ruderer Marc Lembeck und Steuerfrau Inga Thöne beenden mit dem WM-Bronze im PR3-Mixed-Vierer ihre Karriere auf dem Wasser. Zusammen mit Kathrin Marchand, Philipp Dosse und Hermine Krumbein fuhren sie in Shanghai ein würdiges Abschiedsrennen: Nach einem spannenden Zweikampf mit dem Boot aus den USA war der dritte Platz auf dem Podium gesichert. Marc Lembeck zieht ein positives Resümee: „Wir haben uns als Mannschaft in diesem Jahr sehr verdient ums Para-Rudern gemacht, indem wir hier bei der WM die Kaderplätze gesichert haben. Im Finale haben wir uns trotz der vielen Herausforderungen der letzten Wochen mit der Medaille nun auch noch persönlich belohnt.“
Ebenfalls belohnt haben sich Jasmina Bier und Paul Umbach, indem sie mit dem PR2-Mixed-Doppelzweier als Zweite über die Ziellinie fuhren. Die amtierenden Europameister*innen sind doppelt stolz auf diesen Erfolg, denn die Konkurrenz war stark: „Wir hatten die Israelis auf dem Zettel, aber sie waren viel stärker, als es nach dem Vorlauf zu erwarten war. Von daher war die Silbermedaille hart erarbeitet und macht Lust auf mehr“, sagt Bootstrainer Stephan Froelke.
Auf eine erfolgreiche WM zurückblicken können allerdings nicht nur die Medaillengewinner*innen. Auch Marcus Klemp, der im RP1-Einer an den Start ging, lieferte laut Trainer Lutz Bühnert eine „Bombenleistung“ ab. Der 43-Jährige mischt seit vielen Jahren in der Weltspitze mit und wurde Sechster bei der WM im chinesischen Shanghai – und das mit dem „besten Start, den ich von ihm gesehen habe, seit ich Bundestrainer bin“, lobt Marc Stallberg.
Text: DRV / DBS
