Aktuelles vom Deutschen Behindertensportverband
IPC-Generalversammlung: Andrew Parsons erneut zum Präsidenten gewählt
Andrew Parsons wurde auf der IPC-Generalversammlung 2025 in Seoul (Südkorea) für eine dritte und letzte Amtszeit von vier Jahren als Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) wiedergewählt. Mit dabei in Seoul war auch eine DBS-Delegation: Generalsekretär Stefan Kiefer, Vizepräsident Dr. Karl Quade und Athletensprecherin Mareike Miller. Entschieden wurde zudem über die teilweise Suspendierung des Nationalen Paralympischen Komitees Russlands.
Der Brasilianer Andrew Parsons erhielt 109 der 177 gültigen Stimmen und setzte sich damit gegen den südkoreanischen Mitbewerber Dong Hyun Bae durch, der 68 Stimmen erhielt. Im Namen des NPC Germany gratulieren Dr. Karl Quade und Stefan Kiefer den Mitgliedern des neugewählten Boards, allen voran Andrew Parsons, dem alten und neuen Präsidenten des IPC.
„Wir wünschen allen Boardmitgliedern viel Erfolg bei den verantwortungsvollen Aufgaben und freuen uns sehr auf die weitere Zusammenarbeit. Da das IPC mit seinem Headquarter in Bonn ansässig ist, werden wir auch weiterhin den kurzen Weg nutzen, um unsere Themen zu platzieren und den Austausch zu suchen“, stellen Quade und Kiefer einstimmig fest.
Die Mitgliedsorganisationen des IPC stimmten in Seoul auch dafür, die teilweisen Suspendierungen der Nationalen Paralympischen Komitees von Belarus und Russland nicht aufrechtzuerhalten. Beide NPCs waren auf der IPC-Generalversammlung 2023 wegen Verstößen gegen ihre verfassungsmäßigen Mitgliedschaftspflichten teilweise suspendiert worden. Die aktuelle Entscheidung bedeutet, dass das NPC Belarus und das NPC Russland nun wieder alle Rechte und Privilegien einer IPC-Mitgliedschaft gemäß der IPC-Verfassung zurückerhalten.
„Wir können diese Entscheidung eigentlich nicht nachvollziehen und akzeptieren, haben aber keine andere Wahl, als diesen demokratischen Beschluss zu respektieren. Aus unserer Sicht hat sich überhaupt nichts an der Situation im Vergleich zur Entscheidung vor zwei Jahren verändert. Wenn man zurückblickt, bleibt da viel Unverständnis – angefangen 2014 in Sotschi mit dem Doping-Skandal, dann die völkerrechtswidrige Annexion der Krim, der Angriffskrieg 2022 kurz vor Beginn der Paralympics in Peking sowie die noch immer enge Verbindung zwischen Sport und Militär“, erläutert Dr. Karl Quade.
