Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Das deutsche Team: Balwinder Cheema, Sylvi Tauber, Simone Briese-Baetke und Maurice Schmidt
Das deutsche Team: Balwinder Cheema, Sylvi Tauber, Simone Briese-Baetke und Maurice Schmidt © Sascha Bondar

Verletzungsbedingt musste Simone Briese-Baetke ein Jahr lang pausieren. Doch beim Weltcup der Rollstuhlfechter im kanadischen Laval meldete sich Deutschlands Vorzeigeathletin zurück - und zwar mit einem Paukenschlag. In ihrer Hauptwaffe Degen ließ sie nichts anbrennen und sicherte sich unangefochten Gold vor der Polin Marta Makowska. Ein großer und wichtiger Schritt auch in Richtung Paralympics in Rio 2016. Im anschließenden Florettwettbewerb gewann Briese-Baetke noch Bronze.

Arne Bandholz, Anke Molkenthin, Daniela Sjöberg-Holtkamp, Reinhard Ranke, Stefan Volkmann, Edina Müller (v.l.n.r.) © Anke Molkenthin
Arne Bandholz, Anke Molkenthin, Daniela Sjöberg-Holtkamp, Reinhard Ranke, Stefan Volkmann, Edina Müller (v.l.n.r.) © Anke Molkenthin

Um bestens vorbereitet zu sein für die Heim-WM in Duisburg und die Paralympics in Rio haben sich einige Mitglieder der deutschen Parakanu-Nationalmannschaft für ein paar Trainingstage auf der Regattastrecke in Hamburg-Allermöhe getroffen. Edina Müller vom Hamburger KC, die bereits einen Slot für Deutschland bei den Paralympics in Rio erreicht hat, und ihr Trainer Arne Bandholz waren bereits vor Ort. Extra angereist für die intensiven Trainingseinheiten waren Anke Molkenthin  (Schleißheimer PC), Daniela Sjöberg-Holtkamp und Stefan Volkmann (Aktiv e.V. Stahnsdorf).

Judo: Brieler im Kampf
Brieler im Kampf

Die 16. Internationalen Deutschen Judomeisterschaften (IDEM) für Menschen mit einer geistigen Behinderung haben im pfälzischen Speyer mit knapp über 100 Judoka aus Deutschland, den Niederlanden und Österreich stattgefunden. Gekämpft wurde bei der IDEM G-Judo nicht in den sonst üblichen homogenen Gruppen mit vier bis sechs Teilnehmern, sonder in den DJB-Wettkampfklassen für Männer und Frauen. Im Anschluss wurde noch die erste inklusive Deutsche Kata-Meisterschaft als Demonstrationswettbewerb durchgeführt.

Wie bereits bei den Winterspielen in Sotschi 2014 erhalten die Medaillengewinner bei den bevorstehenden Paralympischen Spielen in Rio die gleichen Erfolgsprämien wie die Olympiateilnehmer. Für eine  Goldmedaille schüttet die Stiftung Deutsche Sporthilfe 20.000 Euro, für eine Silbermedaille 15.000 Euro und für eine Bronzemedaille 10.000 Euro aus – und damit so viel wie in Sotschi, jedoch mehr als in London 2012. Die Plätze vier bis acht werden im Gegensatz zum olympischen Sport nicht honoriert. „Damit trägt die Stiftung Deutsche Sporthilfe einer langgehegten Forderung des DBS nach weitgehender Gleichbehandlung von olympischen und paralympischen Athletinnen und Athleten Rechnung“, sagt DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher.

Boccia: Qualifikationsturnier in Düsseldorf für die 13. Deutschen Meisterschaften
Qualifikationsturnier in Düsseldorf

Beim Qualifikationsturnier in Düsseldorf haben 25 Bocciaspielerinnen und -spieler um die Startplätze für die 13. Deutschen Meisterschaften gekämpft, die am 1. Oktober 2016 in Bad Kreuznach stattfinden werden. Qualifizieren konnten sich in den vier paralympischen Klassen BC 1-4 jeweils fünf Spieler. Ausrichter war der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm). Unterstützt wurde die bvkm von der Hulda-Pankok-Gesamtschule (HPG). Die HPG hat nicht nur die Sporthalle gestellt, sondern half auch bei der Planung und Durchführung des gesamten Turniers.

Elena Krawzow mit Goldmedaille
Elena Krawzow © DBS / von Welck

Spannender hätte der Kampf um Gold nicht sein können: Elena Krawzow begann über 100 Meter Brust in der Startklasse S13 famos, lag zur Wende vorne, doch die Britin Rebecca Redfern gab sich nicht geschlagen. Auf den letzten Metern folgte ein packender Zweikampf – mit gutem Ende für die 22-Jährige aus Nürnberg. Krawzow setzte sich mit nur zwei Hundertstel Vorsprung hauchdünn gegen ihre Kontrahentin durch und jubelte bei der Schwimm-EM im portugiesischen Funchal über ihre Titelverteidigung. Für weitere Medaillen sorgten am dritten Wettkampftag Tobias Pollap mit Silber sowie Janina Breuer und Daniela Schulte jeweils mit Bronze.

Spannende Szenen im Blindenfußball © Carsten Kobow
© Carsten Kobow

In Gelsenkirchen startet am kommenden Samstag die Blindenfußball-Bundesliga (DBFL) in ihre neunte Saison. Zum Saisonauftakt gibt es eine besondere Premiere: Erstmals wird ein Spieltag der europaweit einzigartigen Spielrunde für blinde und sehbehinderte Menschen indoor ausgetragen. Der Rasselball rollt unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters im Rathausfoyer des Hans-Sachs-Hauses (Ebertstraße 11, 45879 Gelsenkirchen). Von 9 Uhr morgens bis etwa 18 Uhr werden dort im zwei-Stunden-Takt fünf Partien ausgetragen.