Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Katharina Krüger und Christoph Müller
Katharina Krüger und Christoph Müller © Andreas Joneck/DBS

Für Bundestrainer Christoph Müller und sein Schützling Katharina Krüger ist vor dem Auftakt der Rollstuhltennis-Wettkämpfe am Freitag die Sachlage klar. „Auslosung abwarten, das beste Tennis spielen und dann einmal sehen was passiert“, so die 26-jährige Berlinerin mit Blick auf ihre dritten Paralympischen Spiele. Doch einen wichtigen Schritt hat die Rechtshänderin erst am Montag dieser Woche getan, den seitdem ist sie erstmals auf Weltranglistenplatz sieben notiert.

Ein Goalballspieler haelt einen Ball
Reno Tiede © Oliver Kremer|DBS

Reno Tiede steht mitten in der Future Arena in Rio de Janeiro. Die Ränge sind leer. Nur seine Teamkollegen der deutschen Goalball-Nationalmannschaft und einige Volunteers befinden sich in der Halle. Es ist die erste und einzige Trainingseinheit in der Arena, in der bei Olympia Deutschlands Handballer Bronze gewannen. Bei den Paralymics kämpfen hier die Goalballer ab dem 8. September um Medaillen. „Das Flair, die Größe – es ist absolut beeindruckend hier. Sonst herrscht bei unseren Spielen ja eher Turnhallen-Feeling, jetzt ist es etwas ganz Besonderes. Das toppt alles. Wir hoffen auf volle Ränge“, berichtet Reno Tiede.

Holger Nikelis fokussiert beim Training im Riocentro 3, der Wettkampfstätte der Tischtennisspieler.
Holger Nikelis beim Training im Riocentro 3 @DBS

Mit dem größten Teil der deutschen Delegation ist die Para-Tischtennis-Nationalmannschaft bereits am vergangenen Mittwoch in das Abenteuer Rio de Janeiro 2016 gestartet. Mittlerweile haben sich die Tischtennis-Cracks im achten Stock in Haus 17 des Paralympischen Dorfes häuslich eingerichtet und die ersten Trainingseinheiten absolviert. Nun aktivieren sie langsam ihren Wettkampfmodus.

Die Vorfreude bei den deutschen Paracyclern steigt.
Die Vorfreude bei den deutschen Paracyclern auf den Beginn der Spiele steigt. ©DBS

Kilometerlange Sandstrände, Palmen allerorts und südamerikanische Schönheiten: Die deutschen Paracycler bereiten sich im Westen Rios auf die bevorstehenden Wettkämpfe vor. Die Paralympischen Sommerspiele 2016 können beginnen!

Simone Briese-Baetke reicht dem Irakischen Weltmeister nach dem Training die Hand
Simone Briese-Baetke beweist es: Die Fechter sind wie eine große Familie © Uli Gasper/DBS

Wenige Tage vor der Eröffnungsfeier ist die Stimmung im kleinen Team der Rollstuhlfechter ausgesprochen gelöst. Nachdem sie sich in den ersten Tagen in Rio de Janeiro eingelebt und die ersten Trainingseinheiten absolviert haben, herrscht bei den beiden Rostockern Simone Briese-Baetke und Balwinder Cheema eine Riesenportion Vorfreude. „Die Atmosphäre unter den Athleten ist bei den Paralympics generell ganz anders, als bei den Olympischen Spielen“, sagt Cheftrainer Sascha Bondar, der bereits als Begleitperson bei den Olympischen Spielen dabei war, und betont: „Alle verstehen sich; die Rollstuhlfechter sind wie eine große Familie.“

Spielszene

Von Montag bis Donnerstag kommender Woche (5. bis 8. September), findet die Deutsche Fußball-Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen statt. Ab Montagnachmittag spielen die Landesmeister der Männer aus den 16 Bundesländern in der Sportschule in Duisburg-Wedau um den Meistertitel. Zuvor findet am Montag ab 9.00 Uhr ein Turnier für acht Frauenmannschaften statt.

Die Nationalmannschaft der Sitzvolleyballer bei der Willkommensfeier im Dorf
Die Nationalmannschaft der Sitzvolleyballer bei der Willkommensfeier im Dorf © DBS

Die schwarz-rot-goldene Fahne wurde gehisst, die deutsche Hymne gesungen und die Schwimmerinnen Elena Krawzow und Maike Naomi Schnittger tanzten ausgelassen zu brasilianischen Rhythmen – die Deutsche Paralympische Mannschaft ist bei der Willkommensfeier gemeinsam mit Kenia und Myanmar im Paralympischen Dorf feierlich begrüßt worden.