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Lindy Ave sprintet über die 100 Meter ©Ralf Kuckuck/DBS
Lindy Ave sprintet über die 100 Meter ©Ralf Kuckuck/DBS

Nach der Goldmedaille von Kugelstoßer Niko Kappel am ersten Wettkampftag bei den Paralympics in Rio de Janeiro (Brasilien) glänzte die Leichtathletik am Freitag vor allem in der Breite: Neben einer Silber- und drei Bronzemedaillen gab es auch eine persönliche Bestleistung auf Ansage.

Valentin Baus und Bundestrainer Ziegler zeigen eine Jubel-Faust, während die Schiedsrichterin die Faust zum Anzeigen des Punktgewinns erhoben hat.
Drei Fäuste zeigen Valentin Baus' Erfolg an © Scholten DBS

Der zweite Wettkampftag im Riocentro 3 brachte einige Überraschungen mit sich - darunter waren zum Glück die meisten positiver Natur. Mit Sandra Mikolaschek, Valentin Baus und Juliane Wolf schafften drei paralympische Erststarter den Sprung in die Hauptrunde. Auch Jan Gürtler und Thomas Rau folgten den gestern bereits fürs Achtelfinale qualifizierten Thomas Brüchle und Tom Schmidberger in die K.O.-Phase und Stephanie Grebe konnte ihr Auftaktmatch gewinnen. Dafür erwischte es die beiden noch amtierenden Paralympics-Sieger von London, Holger Nikelis und Jochen Wollmert.

Schwimmerin Denise Grahl
Denise Grahl © Binh Truong / DBS

Tobias Pollap hatte sich gerade noch über seine Zeit und Platz acht im Finale über 50 Meter Freistil geärgert, da ballte er auch schon jubelnd die Faust. Denn soeben war Teamkollegin Denise Grahl zu Silber geschwommen. Und die Freude in der deutschen Mannschaft war entsprechend groß – schließlich war es die erste Medaille der Schwimmerinnen und Schwimmer von Bundestrainerin Ute Schinkitz bei den Paralympics in Rio de Janeiro. Mit neuem Europarekord sicherte sich die 23-jährige Schwerinerin, die für den Hanse SV Rostock startet, in 33,16 Sekunden über 50 Meter Freistil Platz zwei.

Frances Herrmann schleudert den Speer
Frances Herrmann wirft den Speer zur Bronzemedaille © Ralf Kuckuck/DBS

Frances Herrmann hat bei den Paralympics in Rio de Janeiro (Brasilien) im Speerwerfen der Klasse F34 Bronze gewonnen und damit nach Diskus-Silber 2008 in Peking (China) ihre zweite paralympische Medaille gewonnen. Die 27-Jährige, die für den BPRSV Cottbus startet und von Ralf Paulo trainiert wird, warf den Speer im dritten Versuch auf 18,16 Meter und sicherte sich damit Bronze, musste aber lange warten, bis das bestätigt war: „Es war ein bisschen schade, dass wir gar nicht wussten, wer wann wirft und in welcher Reihenfolge. Das war alles nicht durchsichtig.“

Felix Streng mit Deutschlandflagge
Felix Streng lässt sich mit der Flagge feiern © Ralf Kuckuck/DBS

Felix Streng hat im Rennen über 100 Meter der Klasse T44 Bronze gewonnen und damit bei seinem Paralympics-Debüt gleich eine Medaille geholt. Der 21-Jährige, der für den TSV Bayer Leverkusen startet und von Karl-Heinz Düe trainiert wird, sprintete in 11,03 Sekunden zu Bronze und verfehlte Silber nur um eine Hundertstelsekunde.

Siegerehrung für Kathrin Müller-Rottgardt und Guide Sebastian Fricke
Ein Traum hat sich erfüllt: Bronze für Kathrin Müller-Rottgardt mit Guide Sebastian Fricke © Ralf Kuckuck/DBS

Katrin Müller-Rottgardt hat mit ihrem Guide Sebastian Fricke bei den Paralympics im brasilianischen Rio de Janeiro Bronze über die 100 Meter der Klasse T12 gewonnen. Die 34-Jährige, die für den TV Wattenscheid startet und von Simone Lüth trainiert wird, sprintete in persönlicher Bestleistung von 11,99 Sekunden ins Ziel, nachdem sie schon im Vorlauf in 12,11 Sekunden eine starke Leistung gezeigt hatte.

Elena Krawzow im Wasser beim Schwimmen
Elena Krawzow © Oliver Kremer/DBS

Elena Krawzow sitzt entspannt auf der Tribüne im Aquatics Stadium und genießt die Atmosphäre. „Sowas haben wir nur alle vier Jahre“, sagt die 23-Jährige. Für die sehbehinderte Schwimmerin vom PSC Berlin sind es in Rio de Janeiro ihre zweiten Paralympischen Spiele. Vor vier Jahren in London hatte sie bei ihrer Premiere Silber geholt über 100 Meter Brust. Nun möchte sie am Sonntag ihre intensiven Vorbereitungen auf ihrer Paradestrecke vergolden.