Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Taliso Engel jubelt mit einem Arm in die Höhe gereckt
Taliso Engel © Ralf Kuckuck / DBS

Viel besser hätte der zweite Tag der Para Schwimm-WM in Singapur für das deutsche Team nicht laufen können. Drei Gold-Medaillen, eine Bronze-Medaille und ein Weltrekord standen am Ende zu Buche. Mira Jeanne Maack schwamm bei den 100 Meter Rücken auf Platz 3, Tanja Scholz sicherte sich über 150 Meter Lagen ihren zweiten WM-Titel, Josia Topf ließ der Konkurrenz auf den 150 Meter Lagen keine Chance und Taliso Engel stellte über die 100 Meter Brust einen neuen Weltrekord auf.

Para Judoka Lennart Sass bei einem Wettkampf während der Paralympics in Paris
Lennart Sass bei den Paralympics in Paris © Ralf Kuckuck / DBS

Die deutschen Para Judoka haben Grund zum Feiern: Bei den Europameisterschaften im georgischen Tiflis holten Isabell Thal und Daniel Goral in ihren jeweiligen Startklassen Bronze, während der Drittplatzierte der Paralympics von Paris, Lennart Sass, sich den Europameistertitel erkämpfte.  

Tanja Scholz lachend mit ihrer Goldmedaille und dem Maskottchen als Kuscheltier
Tanja Scholz © Ralf Kuckuck / DBS

Schon der erste Tag bei der Para Schwimm-WM in Singapur ist ein bemerkenswerter aus deutscher Sicht. Tanja Scholz krönte sich nicht nur zur Weltmeisterin über die 50 Meter Brust, sondern stellte in ihrer Startklasse SB2 mit 1:00,95 sogar einen neuen Weltrekord auf. Die restlichen deutschen Starter*innen erreichten ebenfalls das Finale, waren dort mit ihren Leistungen jedoch nur bedingt zufrieden.

Das Siegerteam FC Internationale BWB jubelt mit Medaillen und Meisterschale
Das Siegerteam FC Internationale BWB © Carsten Kobow / DFB-Stiftung Sepp Herberger

Die Deutsche Fußball-Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen 2025 ist zu Ende gegangen. Drei Tage lang spielten die besten Werkstatt-Teams aus ganz Deutschland in Duisburg um die Titel. In spannenden Finalspielen setzten sich schließlich die Landesauswahl Rheinland-Pfalz im Frauen-Turnier und im Turnier der Männer die FC Internationale BWB (Berliner Werkstätten für Menschen mit Behinderung) durch.

Valentin Luz und Kathrin Marchand beim Rudern im Doppelzweier
Der Mixed-Doppelzweier PR3 mit Valentin Luz und Kathrin Marchand © Tizian Hillemann

Mit vier Booten gehen die deutschen Para Ruder*innen bei den Weltmeisterschaften in Shanghai (21. bis 28. September) an den Start. Damit ist das Team von Bundestrainer Marc Stallberg bei den Wettkämpfen – die parallel zu den olympischen Rennen abgehalten werden – in vier von fünf Bootsklassen vertreten. Im Jahr nach den Paralympics sind Prognosen schwierig, doch gerade Kathrin Marchand und Valentin Luz haben im Mixed-Doppelzweier gute Chancen auf eine Medaille.  

Josia Topf lachend im Wasser
Josia Topf © Tino Henschel / HenschelMedia

Wenn Josia Topf nach Singapur zu seiner dritten Para Schwimm-WM reist, sind die Erwartungen ganz andere, als noch bei den Weltmeisterschaften zuvor. Denn inzwischen ist der 22-Jährige nicht nur Paralympics-Sieger, sondern dazu ein bekanntes Gesicht im Para Sport – und darüber hinaus. Doch der Jura-Student will sich vom Trubel nicht beeinflussen lassen und weiter konsequent seine Ziele verfolgen. Sowohl sportlich als auch gesellschaftlich.

Tanja Scholz lachend im Wasser
Tanja Scholz © Oliver Kremer / DBS

Eine nach-paralympische Saison hat bekanntlich ihre eigenen Gesetze: Der eine fegte über die Tanzfläche und begeisterte bei der TV-Show „Let’s dance“ ein Millionenpublikum, die andere wurde zum dritten Mal Mama und manche fokussierten sich verstärkt auf den Job oder ihr Studium. Erfolgreich sein möchte die zehnköpfige deutsche Para Schwimm-Nationalmannschaft, die vor einem Jahr in Paris für Furore sorgte, bei den anstehenden Weltmeisterschaften vom 21. bis 27. September in Singapur trotzdem. Es ist eine Reise mit bekannten Namen und großer Motivation, aber auch mit vielen Fragezeichen und entsprechend vorsichtiger Erwartungshaltung.