Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Marina Mohnen © Joneck/DBS

Für elf Tage wird Hamburg im Sommer zur Inklusions-Hauptstadt – das ist das Ziel der Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaft. Wie das neben den WM-Spielen gelingt? Mit einem Rahmenprogramm für Menschen mit und ohne Behinderung, das Sport, Kultur und Inklusion verbindet.

Elena Krawzow
Elena Krawzow © Ralf Kuckuck/ DBS

Da hat sich Elena Krawzow selbst überrascht: Weniger als 24 Stunden nach ihrem Befreiungsschlag mit der ersehnten Goldmedaille über ihre Paradestrecke 100 Meter Brust durfte die 24-Jährige erneut jubeln und schnappte sich bei den Para Schwimmen-Europameisterschaften im National Aquatic Centre in Dublin ihren zweiten Titel – zeitgleich mit der Britin Hannah Russel über 50 Meter Freistil. Außerdem freuten sich Torben Schmidtke über eine überraschende Silbermedaille und Verena Schott über ihre zweite Bronzemedaille – ein kompletter Satz Edelmetall für Deutschland.

Boris Nicolai
Boris Nicolai © Ralf Kuckuck / DBS-Akademie

Para Boccia-Spieler Boris Nicolai hat bei den Weltmeisterschaften in Liverpool einen historischen Erfolg gefeiert: Das erste Mal in der Para-Boccia Geschichte steht ein deutscher Spieler mit Rang drei auf dem Podium bei einer internationalen Meisterschaft – und das bei einem Turnier, bei dem die Hoffnungen eigentlich auf dem Pair-Wettbewerb liegen, der am Donnerstag startet.

Alhassane Baldé
Alhassane Baldé © Oliver Kremer, sports.pixolli.com

In kaum einer paralympischen Startklasse ist die Konkurrenz so groß wie in der von Alhassane Baldé: Der beste deutsche Rennrollstuhlfahrer sieht sich trotz unterlegenem Material seit Jahren inmitten von Vollprofis, die Entscheidungen fallen nicht selten erst auf der Zielgerade. Vor der Heim-Europameisterschaft vom 20. bis 26. August ist seine Form besser denn je – selbst ein hartnäckiger Infekt konnte ihn nicht stoppen.

Das deutsche Team für die Para-Leichtathletik-Europameisterschaften
Das deutsche Team für die Para-Leichtathletik-Europameisterschaften © Binh Truong

Rund 600 Athletinnen und Athleten aus 40 Nationen kämpfen bei den Para Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin an sieben Tagen in 182 Wettbewerben um die Medaillen. Auch für das 40-köpfige deutsche Aufgebot geht es bei den Titelkämpfen im eigenen Land vom 20. bis 26. August im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark um Edelmetall und Bestleistungen. Während die international erfahrenen Athletinnen und Athleten mit Medaillenambitionen nach Berlin reisen, gilt es für die jungen Nachwuchshoffnungen im deutschen Team bei ihrem ersten internationalen Auftritt bei den „Großen“ vor allem darum, Erfahrungen zu sammeln.

Elena Krawzow
Elena Krawzow © Ralf Kuckuck/ DBS-Akademie

Elena Krawzow schlägt an und reißt kurz darauf vor Freude die Arme hoch – Erleichterung pur. Endlich: Nach zwei verkorksten Jahren jubelt die 24-Jährige vom Berliner Schwimmteam auf ihrer Paradedisziplin 100 Meter Brust über die Goldmedaille und hat damit ihren EM-Titel von 2016 verteidigt. Auch darüber hinaus herrschte bei der Para Schwimmen-EM im National Aquatic Centre in Dublin schwarz-rot-goldener Jubel. Insgesamt fünf Medaillen, dreimal Edelmetall für Debütanten und drei deutsche Rekorde geknackt, darunter eine 23 Jahre alte Bestmarke – das Team von Bundestrainerin Ute Schinkitz trumpfte mächtig auf. 

Das deutsche Herrenteam für die Heim-WM
Das deutsche Herrenteam für die Heim-WM © Uli Gasper

Elf Tage, 94 Spiele, 28 Teams – und zwei Weltmeister. Die Vorfreude wächst: In Hamburg findet vom 16. bis 26. August in Wilhelmsburg (edel-optics.de Arena) die Rollstuhlbasketball-WM statt. Die beiden deutschen Teams erwartet vor heimischer Kulisse ein ganz besonderes Erlebnis. Seit Monaten bereiten sich die Mannschaften von Damen-Trainer Martin Otto und Herren-Coach Nicolai Zeltinger voller Engagement und Motivation auf das Highlight vor. Am Donnerstag geht’s endlich los – die Herren treffen zum Auftakt auf Marokko (17.45 Uhr), die Damen anschließend auf Algerien (20 Uhr). Das Ziel: mit einem erfolgreichen Auftakt Schwung mitnehmen für ein Sommermärchen.