Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Francés Herrmann wirft den Speer.
Francés Herrmann © Förderverein Para Leichtathletik/Tom Weller

Nach zwei Mal Gold durch Léon Schäfer und Yannis Fischer gibt es auch am Dienstagabend Freude im deutschen Team: Francés Herrmann wirft bei der Para Leichtathletik-WM in Paris mit 17,74 Metern Saisonbestleistung und gewinnt ihre elfte Silbermedaille bei Großereignissen – davon sieben in Silber. Zuvor hatte Yannis Fischer den Wettkampftag aus deutscher Sicht mit dem WM-Titel fulminant eröffnet.

Yannis Fischer jubelt über WM-Gold
Yannis Fischer jubelt über WM-Gold © Förderverein Para Leichtathletik/Tom Weller

Fahnenträger Yannis Fischer hat die Para Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Paris (Frankreich) endgültig zu seinem Event gemacht: Der Jahresbeste stieß im fünften Versuch die Kugel auf 11,43 Meter und sicherte sich mit Bestweite den Weltmeister-Titel in der Klasse F40. Katrin Müller-Rottgardt wurde Sechste im Weitsprung, Merle Menje qualifizierte sich über 800 Meter als Vierte für das Finale am Dienstagabend.

Léon Schäfer beim Weitsprung
Léon Schäfer © Förderverein Para Leichtathletik / Tom Weller

Léon Schäfer hat bei der Para Leichtathletik-WM in Paris seinen Titel verteidigt. Der 26-Jährige lieferte im finalen Versuch ab und verbesserte dabei seinen Weltrekord in der Startklasse T63 um einen Zentimeter auf 7,25 Meter. Ali Lacin landete auf Rang fünf. Auf der Bahn gab es am Montag aus deutscher Sicht neben einem fünften Platz über 5000 Meter für Merle Menje eine Bestzeit und zwei Finalqualifikationen zu bejubeln.

Valentin Baus und Thomas Schmidberger duellierten sich im Finale der Champions Trophy
Valentin Baus (hinten) und Thomas Schmidberger © picture alliance/dpa/Revierfoto | Revierfoto

Zum vierten Mal wurden in Düsseldorf, Duisburg, Berlin und Kassel die Finals ausgetragen. Bei dem Multisportevent wurden in 18 Sportarten insgesamt 159 deutsche Meistertitel vergeben. Auch der Para Sport war bei der Veranstaltung zahlreich vertreten – unter anderem mit Para Kanu, Para Tischtennis und Para Schwimmen. Die Besonderheit bei einigen Wettkämpfen: Para Athlet*innen duellierten sich mit Sportler*innen ohne Behinderung.

Eine deutsche Rollstuhlbasketballerin im Duell mit einer niederländischen Gegenspielerin.
Rollstuhlbasketball © Steffie Wunderl

Die European Para Championships feiern ihre Premiere in Rotterdam. Das Multisportevent findet erstmals vom 8. bis zum 20. August in den Niederlanden statt. Dabei werden gleichzeitig in zehn Para Sportarten Europameisterschaften ausgetragen.

Schwimmer Tasilo Engel strahlt nach einem erfolgreichen Rennen.
Taliso Engel © Ralf Kuckuck DBS / NPC Germany

Seit gestern finden in Düsseldorf, Duisburg, Berlin und Kassel die sogenannten Finals statt. Bei dem Multisportevent werden bis Sonntag in 18 Sportarten deutsche Meistertitel vergeben – unter anderem auch in vier Para Sportarten. Das Besondere in diesem Jahr ist, dass sich einige Para Athlet*innen im direkten Duell mit Sportler*innen ohne Behinderung messen dürfen.

Andreas Walser beim Weitsprung in die Sandgrube
Andreas Walser © Marco Mantovani

WM-Debüt mit 27 Jahren: Erst im vergangenen Jahr fing Andreas Walser mit der Para Leichtathletik an, bei den IDM flog er jüngst zu einer Bestweite, die ihn auf Platz drei der Weltrangliste in der Klasse T12 der sehbehinderten Weitspringer hievte. Große Erwartungen hat der Newcomer dennoch keine – vielmehr will er seine Premiere bei der Para Leichtathletik-WM in Paris (8. bis 17. Juli) genießen.