Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Andrea Eskau in Aktion auf dem Handbike
Andrea Eskau © Oliver Kremer / sports.pixolli.com

Auf die Para Radsportler*innen des Deutschen Behindertensportverbandes wartet im wahrsten Sinne des Wortes ein heißer August. Zunächst steigen vom 3. bis 13. August im schottischen Glasgow die Weltmeisterschaften sowohl auf der Bahn als auch auf der Straße im Rahmen eines großen, inklusiven Radsport-Events.

Grafik zur neuen Podcast Folge mit Marc Lembeck
Marc Lembeck © Yannick Schurwanz / DRV

16 Jahre ist es her, dass Marc Lembeck als Leichtathlet bei den Paralympischen Spielen war. Jetzt könnte es in Paris wieder so weit sein - dieses Mal als Ruderer. Der sehbehinderte Leverkusener hatte seine Karriere eigentlich schon beendet und als Sachbearbeiter am Schreibtisch gesessen, als er mit einem Freund die Idee hatte, zusammen ins Ruderboot zu steigen. Aus Freizeit- wurde auf einmal wieder Leistungssport.

Gruppenbild der deutschen Delegation, bei der Para Leichtathletik-WM in Paris
Die deutsche Delegation bei der WM in Paris © Förderverein Para Leichtathletik / Kevin Voigt

Fünf Mal Gold, zwei Mal Silber und fünf Mal Bronze: Das deutsche Para Leichtathletik-Nationalteam hat die Generalprobe bei den Weltmeisterschaften in Paris mehr als bestanden. Mit einem jungen Aufgebot wurde die Medaillenausbeute der vergangenen WM in Dubai 2019 übertroffen – auch wenn es diesmal weniger Titel waren.


Irmgard Bensusan strahlt mit der Deutschlandfahne.
Irmgard Bensusan © Förderverein Para Leichtathletik / Kevin Voigt

Es sollte das krachende Ende der Para Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Paris werden – und die deutschen Athletinnen und Athleten lieferten: Gold für Irmgard Bensusan und Johannes Floors sowie Bronze für Léon Schäfer feierte die deutsche Para Leichtathletik-Nationalmannschaft am Abschlussabend im Stade Charléty. Damit ist die Schlussbilanz mit zwölf Mal Edelmetall und insgesamt fünf WM-TIteln durchaus ansehnlich.

Gruppenbild der 4x100-Meter-Universalstaffel
Von links nach rechts: Andreas Walser, Noah Bodelier, Merle Menje, Friederike Brose

Der ruhigste Wettkampftag vor dem krachenden Abschluss: Am Sonntag ist das Team Deutschland Paralympics erstmals bei der Para Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Paris ohne Medaille geblieben. Lediglich sechs Neulinge waren im Einsatz – vier davon in der Universalstaffel. Am Montag winken bis zu neun Finalteilnehmen mit teils besten Medaillenchancen.

Nicole Nicoleitzik jubelt mit der Deutschlandfahne
Nicole Nicoleitzik © Förderverein Para Leichtathletik / Kevin Voigt

Nicole Nicoleitzik hat es wieder getan: Die Doppel-Europameisterin von Berlin 2018 hat auch bei der Para Leichtathletik-WM in Paris ein zweites Mal zugeschlagen. Wie über 100 Meter sprintete sie über 200 Meter ebenfalls zu Bronze und konnte ihr Glück kaum fassen. 400-Meter-Sprinter und WM-Neuling Max Marzillier lief auf Platz fünf, Lisa Martin Wagner wurde bei ihrem internationalen Debüt Siebte im Kugelstoßen.

Markus Rehm freut sich bei der Siegerehrung über die Goldmedaille
Markus Rehm © Förderverein Para Leichtathletik / Kevin Voigt

Es sollte sein großer Abend werden – und er hatte geliefert: Markus Rehm sprang bei der Para Leichtathletik-WM in Paris mit 8,49 Metern zur Goldmedaille und sicherte sich seinen sechsten Weltmeister-Titel in Folge. Doch beinahe wäre daraus nichts geworden, weil das US-amerikanische Team wegen eines nicht-zulässigen Sprint-Spike-Schuhs von Rehm Protest eingelegt hatte – und diesen erst am Samstagmorgen zurückzog.