Aktuelles vom Para Dressursport

Para Dressursportlerin Regine Mispelkamp mit ihrem Pferd bei einem Wettkampf bei den Paralympics in Paris
Regine Mispelkamp © Mathias Schulz / DBS

Bei den Para Dressursport-Europameisterschaften im niederländischen Ermelo haben die deutschen Reiterinnen eine Leistung für die Geschichtsbücher gezeigt. Mit fünf Goldmedaillen im Gepäck fährt das Team als eine der erfolgreichsten Mannschaften des gesamten Wettkampfs nach Hause. Ein besonderer Erfolg: Das erste Gold in der Mannschaftswertung für ein deutsches Team überhaupt.

Para Dressursportlerin Heidemarie Dresing mit ihrem Pferd bei einem Wettkampf bei den Paralympics in Paris
Heidemarie Dresing © Mathias Schulz / DBS

Im niederländischen Ermelo finden vom 3. bis zum 7. September die Europameisterschaften im Para Dressursport statt. Mit Heidemarie Dresing, Isabel Nowak, Regine Mispelkamp und Melanie Wienand treten vier wettkampferfahrene Athletinnen an, die sowohl in den Einzelaufgaben als auch in der Mannschaftswertung gute Chancen auf eine Medaille haben.

Isabell Nowak auf ihrem Pferd Siracusa OLD
Isabell Nowak © Mathias Schulz / DBS

Bereits zum zweiten Mal bot das traditionsreiche Reitturnier in Balve eine große Bühne für die Para Dressurreiter*innen, die im Rahmen des internationalen Turniers ihre Deutsche Meisterschaften austrugen. Die zwei zu vergebenen Titel sicherten sich zwei Paralympics-Starterinnen: Heidemarie Dresing gewann die Wertung der Grades I bis III und Isabell Nowak jubelte über ihre erste Goldmedaille in den Grades IV und V.

Regine Mispelkamp reitet auf ihrem Pferd.
Regine Mispelkamp © sidelinepix.de

Nach den Paralympics in Paris und dem dort erfolgreichen Abschneiden der Deutschen Para Dressur-Mannschaft ist das Thema Reiten für Menschen mit Behinderung erneut in den Vordergrund gerückt. Beim traditionellen Para Dressur-Turnier am Pferdesport- und Reittherapie-Zentrum (PRZ) der Gold-Kraemer-Stiftung in Frechen zeigte sich dies eindrucksvoll.

Anna-Lena Niehues im Germany-Shirt, macht mit den Fingern das Herz-Symbol
Anna-Lena Niehues © picture alliance / Team D Paralympics

Dass Kinder reiten, bevor sie laufen können – in einer Reiterfamilie ist das nichts Ungewöhnliches. Wobei „reiten“ zumindest im Fall von Anna-Lena Niehues sicherlich nicht ganz richtig ist. „Meine Oma hat mich schon früh aufs Pferd gesetzt und mich natürlich festgehalten“, sagt sie schmunzelnd. Richtig ist aber, dass die fast 40-Jährige vom Reitverein Rüenberg nach ihrer Tumor-Operation im Jahr 2017 auf dem Pferd saß, bevor sie wieder laufen konnte. Jetzt, sieben Jahre später, steht sie kurz vor ihrem Paralympics-Debüt – einer Station in ihrer sportlichen Karriere, die nicht unbedingt geplant war.

DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher gemeinsam mit den Gewinnern der DM
DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher gemeinsam mit den Gewinnern der DM © Malte Penning

Bei den deutschen Meisterschaften im Para Dressursport, die erstmals in Balve ausgetragen wurden, haben Heidemarie Dresing und Horse24Doolop ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigt. In der zweiten Abteilung sicherten sich Anna-Lena Niehues und Quimbaya den Titel. Der Deutsche Behindertensportverband präsentiert die Ergebnisse und besonderen Leistungen gemeinsam mit der Heinz-Kettler-Stiftung.

Regine Mispelkamp mit ihrer Medaille bei den Paralympics in Tokio
Regine Mispelkamp © Mika Volkmann / DBS

In der aktuellen Folge des monatlich erscheinenden Team D Paralympics Podcast ist die Para Dressursportlerin Regine Mispelkamp zu Gast bei den Hosts Dorian Aust und Philip Wegmann. Gemeinsam sprechen sie über die besondere Reitkulisse in Paris, wie der Parasport sie geerdet hat und wie wichtig der Reitsport für ihr Leben und ihre Gesundheit ist.