Aktuelles von der Para Leichtathletik

Merle Menje zeigt eine drei in die Luft, lächelt und trägt dabei ihre drei Medaillen um den Hals.
Merle Menje © Gate3 Photo Agency / Marcus Hartmann

Merle Menje ist die Athletin der Stunde bei der Para Leichtathletik-WM im japanischen Kobe: Nach Silber über 5000 Meter und Gold über 800 Meter holte die 19-jährige Rennrollstuhlfahrerin am Dienstag Bronze über 1500 Meter. Jule Roß knackte über 400 Meter einen 35 Jahre alten deutschen Rekord und sprintete ins Finale. Speerwerferin Martina Willing wurde Sechste.

Niko Kappel springt freudig in die Höhe, hält dabei die Deutschlandfahne hinter sich - im Hintergrund das Stadion
Niko Kappel © Gate3 Photo Agency / Marcus Hartmann

Niko Kappel hat es geschafft: Bei der Para Leichtathletik-Weltmeisterschaft im japanischen Kobe gewann der 29-jährige Kugelstoßer vom VfB Stuttgart mit 14,23 Metern die dritte Goldmedaille für die deutsche Nationalmannschaft. Für den kleinwüchsigen Weltrekordhalter ist es nach dem Paralympics-Sieg 2016 und dem WM-Titel 2017 der dritte große Erfolg seiner Karriere.

Léon Schäfer jubelt mit Deutschland-Fahne
Léon Schäfer © Gate3 Photo Agency / Marcus Hartmann

Im Regen von Kobe hat Rennrollstuhlfahrerin Merle Menje am Sonntagabend japanischer Zeit ihre noch junge Karriere mit ihrem ersten WM-Titel gekrönt. Als es noch stärker regnete, sprang Léon Schäfer wie 2023 im letzten Versuch zum WM-Sieg und machte den Titel-Hattrick perfekt. Yannis Fischer verpasste als Vierter die Titelverteidigung bei der Para Leichtathletik-WM in Kobe, schöpfte aber dennoch Kraft aus dem Wettkampf.

Merle Menje jubelt mit der Deutschlandfahne in ihrem Rennrollstuhl
Merle Menje © KOBE2024/Kazuyuki OGAWA

Die erste Medaille am zweiten Tag: Rennrollstuhlfahrerin Merle Menje hat bei der Para Leichtathletik-WM in Kobe (Japan) mit Platz zwei über 5000 Meter und ihrer ersten WM-Medaille überhaupt für große Freude gesorgt, weil es gleichzeitig einen Nationen-Startplatz für das deutsche Team gab. Paralympics-Siegerin Lindy Ave zog beim Comeback nach ihrer Babypause wie Nachwuchstalent Jule Roß ins Finale über 100 Meter ein, Isabelle Foerder gelang das über 200 Meter.

Lise Petersen beim Speerwurf
Lise Petersen © Gate3 Photo Agency / Marcus Hartmann

Platz sechs zum WM-Auftakt: Lise Petersen zeigte eine ordentliche Leistung als einzige deutsche Athletin zum Start der Para Leichtathletik-WM im japanischen Kobe, war aber dennoch enttäuscht. Die ersten Medaillenchancen warten auch dank zweier Titelverteidiger am Wochenende.

Para Speerwerferin Lise Petersen wirft ihren Speer
Lise Petersen © Förderverein Para Leichtathletik / Tom Weller

Para Speerwerferin Lise Petersen hat sich in diesem Jahr deutlich gesteigert und steht bei der Para Leichtathletik-Weltmeisterschaft im japanischen Kobe mit 18 Jahren vor ihrem dritten großen internationalen Highlight (17. bis 25. Mai). Ihr Ziel: die Paralympics in Paris. Dafür geht sie eine Fernbeziehung mit ihrer Trainerin ein und erhält Tipps von einer olympischen Speerwurf-Weltmeisterin.

Léon Schäfer beim Weitsprung
Léon Schäfer © Förderverein Para Leichtathletik / Tom Weller

Eine Para Leichtathletik-Weltmeisterschaft im Paralympics-Jahr ist ein Novum, weshalb der Fokus dieses Mal nicht nur auf den Medaillen liegt. Ähnlich wichtig ist vom 17. bis 25. Mai im japanischen Kobe die Normerfüllung für Paris 2024 und das Erreichen der Plätze eins und zwei, für die es weitere Nationen-Startplätze gibt. Die Deutschen reisen größtenteils in starker Form nach Japan.