Aktuelles von Mailand & Cortina 2026

Grafik mit Anna-Lena Forster und Jörg Wedde in den Team D Paralympics-Pullovern
Die Fahnenträger Anna-Lena Forster und Jörg Wedde © DBS

Monoskifahrerin Anna-Lena Forster und Para Eishockey-Ikone Jörg Wedde sind die Fahnenträger des Team Deutschland Paralympics bei den Winterspielen in Mailand und Cortina 2026. Während Forster bereits zum zweiten Mal die ehrenvolle Aufgabe zuteil wird, darf Wedde beim Comeback nach 20 Jahren die deutsche Fahne schwenken. Das verkündete der Deutsche Behindertensportverband (DBS) bei der Auftakt-Pressekonferenz im Deutschen Haus in Cortina.

Ingo Kuhli-Lauenstein © Florian Schwarzbach / DBS

Vor zwanzig Jahren hat die Para Eishockey-Nationalmannschaft zuletzt an den Paralympics teilgenommen. Bei den diesjährigen Spielen in Mailand und Cortina (6. bis 15. März) hat es mit der Qualifikation endlich wieder geklappt. Mit Weltklassegegnern in der Gruppe, wird die Vorrunde alles andere als einfach. Doch genau darauf freut sich das deutsche Team – sich auf großer Bühne mit den Besten der Besten zu messen.

Anna-Lena Forster in Aktion beim Slalom
Anna-Lena Forster © Tom Weller / DBS

Am Samstag starten die Paralympics für das deutsche Para Ski alpin-Team mit dem Abfahrts-Rennen in Cortina d’Ampezzo. Mit sieben Athletinnen und Athleten sowie zwei Guides ist es das größte Aufgebot seit 16 Jahren – und Bundestrainer Justus Wolf nach der ersten Trainingsfahrt bei hervorragenden Bedingungen positiv gestimmt. Die Medaillenhoffnungen ruhen insbesondere auf Anna-Lena Forster.

Christian Schmiedt in Aktion auf dem Snowboard
Christian Schmiedt © Ralf Kuckuck / DBS

Christian Schmiedt ist Deutschlands einziger Para Snowboarder bei den Paralympics in Cortina d’Ampezzo. Trotz Vollzeit-Job hofft er, sowohl im Snowboard Cross als auch im Banked Slalom in die Top 8 zu fahren. Seine Taktik: In kleinen Schritten nach vorne kommen. Dafür wurden viele Details perfektioniert.

Kathrin Marchand beim Skifahren auf der Piste
Kathrin Marchand © Christian Bruna / VOIGT

Kathrin Marchand aus Köln will bei den diese Woche beginnenden Paralympics 2026 von Mailand und Cortina (6. bis 15. März) Sportgeschichte schreiben. Als Ruderin war sie erst bei den Olympischen Spielen und nach einem Schlaganfall auch bei den Paralympics. Nun reist sie als Skilangläuferin zu deren Winterausgabe. 14 Monate lang hat sie eisern dafür trainiert – und sich in jeder Abfahrt ins Risiko gestürzt.

Anja Wicker lachend im Sitzschlitten
Anja Wicker © Ralf Kuckuck / DBS

Zweimal Gold, sechsmal Silber und fünfmal Bronze – so lautete die deutsche Bilanz im Para Ski nordisch bei den Paralympics 2022 in Peking. Und wie viele werden es nun in Italien? Der Bundestrainer Ralf Rombach will keine Vorgabe machen. „Das Rennen ist in allen Klassen so offen wie selten“, sagt er. Der bisherige Saisonverlauf vor allem im Para Biathlon allerdings macht Mut.  

Das Logo des DBS mit Flamme in Schwarz-Rot-Gold, darunter der Schriftzug "Deutscher Behindertensportverband"

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) äußert deutliche Kritik an der Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus über Wildcards zur Teilnahme an den Paralympics in Mailand und Cortina zuzulassen. Der Beschluss der IPC-Generalversammlung im September 2025 und das Urteil des CAS beinhalteten ausdrücklich keine Verpflichtung, Startplätze an diese Nationen zu vergeben. Die Entscheidung des IPC fordert die Paralympische Bewegung in besonderem Maße heraus.