Aktuelles vom Rollstuhlfechten

Das deutsche Team bei der EM im Rollstuhlfechten in Cardiff auf dem Mannschaftsfoto.
Das deutsche Team in Cardiff. ©DBS

Die deutschen Rollstuhlfechter haben die Europameisterschaften in Cardiff (Wales) mit vier Bronzemedaillen beendet. Maurice Schmidt (Kategorie A) gewann im Einzel sowohl mit dem Degen als auch mit dem Säbel Bronze, zudem erreichten die deutschen Teams im Degen und Florett jeweils Rang drei. Diese guten Ergebnisse bringen wichtige Punkte im Rennen um die Qualifikation für die Paralympischen Spiele 2028 in Los Angeles (USA) – der zwischenzeitlichen Aufregung zum Trotz. 

Maurice Schmidt im  Gefecht mit seinem Gegner.
Maurice Schmidt. © Kevin Voigt/DBS

Die Paralympics in LA sind plötzlich ganz nah: Im Rollstuhlfechten beginnt diese Woche nicht nur die EM, sondern auch die Qualifikationsphase für die Paralympischen Spiele 2028. Mit acht Athlet*innen startet das deutsche Team ab Donnerstag in Wales in die Wettkämpfe – und gibt sich selbstbewusst.

Aktionsfoto der DM Rollstuhlfechten - Gefecht zwischen Julius Haupt und Maurice Schmidt
Julius Haupt und Maurice Schmidt © Georg Scharnweber

Es war ein Fechtfest der Extraklasse: Die Internationalen Deutschen Meisterschaften im Rollstuhlfechten boten nicht nur hochkarätigen Spitzensport, sondern auch eine außergewöhnliche Atmosphäre. Eingebettet in die spektakuläre Kulisse der Warnemünder Woche, erlebten Athlet*innen und Zuschauer*innen ein außergewöhnliches Event.

Das deutsche Team im Rollstuhlfechten
Rollstuhlfechten © DBS

Erfolgreiche Tage für die deutschen Rollstuhlfechter*innen im türkischen Mersin: Bei der U23-Weltmeisterschaft und dem anschließenden Weltcup überzeugte das Team mit starken Leistungen und zahlreichen Medaillen. Dabei durfte Felix Schrader gleich zwei Mal aufs Podest: Silber bei der U23-WM und ein erster Rang beim Weltcup.

 

Das deutsche Team im Rollstuhlfechten jubelt über die Bronze-Medaille
Das deutsche Team im Rollstuhlfechten © Parafencing Germany

Lange war das deutsche Nationalteam im Rollstuhlfechten nicht mehr mit so vielen Athlet*innen zu Weltmeisterschaften gereist wie jetzt nach Iksan (Südkorea). Umso erfreulicher waren die vielen Top-Acht-Platzierungen und die starken Leistungen, vor allem auch durch den Nachwuchs. Großes Highlight: Die deutschen Herren gewannen im Mannschafts-Wettbewerb mit dem Säbel Bronze – es war die erste Team-Medaille seit Jahrzehnten.

Maurice Schmidt im Kampf gegen Dariusz Pender aus Polen während der Paralympics in Paris
Maurice Schmidt © Kevin Voigt / DBS

Für acht deutsche Rollstuhlfechter*innen starten am 2. September die Weltmeisterschaften im südkoreanischen Iksan – das sind sieben Athlet*innen mehr als bei den Paralympischen Spielen in Paris vor einem Jahr. Damit steigen die Chancen auf Medaillen für Deutschland genauso wie der Druck auf Paralympics-Sieger Maurice Schmidt, der nun zu den Gejagten zählt.

Zwei Rollstuhlfechter während eines Gefechts bei den deutschen Meisterschaften.
Rollstuhlfechten © Mika Volkmann / DBS

Bei den deutschen Meisterschaften im Rollstuhlfechten in Tauberbischofsheim haben insbesondere Denise Hutter und Julius Haupt überzeugt. Beide sicherten sich bei den Senioren sowohl mit dem Florett als auch mit dem Säbel den Meistertitel. Im entscheidenden Gefecht um die Säbel-Meisterschaft setzte sich Haupt sogar gegen Maurice Schmidt durch, der im September bei den Paralympics mit dieser Waffe noch die Goldmedaille gewonnen hatte.