Aktuelles vom Rollstuhlfechten

Das deutsche Team im Rollstuhlfechten jubelt über die Bronze-Medaille
Das deutsche Team im Rollstuhlfechten © Parafencing Germany

Lange war das deutsche Nationalteam im Rollstuhlfechten nicht mehr mit so vielen Athlet*innen zu Weltmeisterschaften gereist wie jetzt nach Iksan (Südkorea). Umso erfreulicher waren die vielen Top-Acht-Platzierungen und die starken Leistungen, vor allem auch durch den Nachwuchs. Großes Highlight: Die deutschen Herren gewannen im Mannschafts-Wettbewerb mit dem Säbel Bronze – es war die erste Team-Medaille seit Jahrzehnten.

Maurice Schmidt im Kampf gegen Dariusz Pender aus Polen während der Paralympics in Paris
Maurice Schmidt © Kevin Voigt / DBS

Für acht deutsche Rollstuhlfechter*innen starten am 2. September die Weltmeisterschaften im südkoreanischen Iksan – das sind sieben Athlet*innen mehr als bei den Paralympischen Spielen in Paris vor einem Jahr. Damit steigen die Chancen auf Medaillen für Deutschland genauso wie der Druck auf Paralympics-Sieger Maurice Schmidt, der nun zu den Gejagten zählt.

Zwei Rollstuhlfechter während eines Gefechts bei den deutschen Meisterschaften.
Rollstuhlfechten © Mika Volkmann / DBS

Bei den deutschen Meisterschaften im Rollstuhlfechten in Tauberbischofsheim haben insbesondere Denise Hutter und Julius Haupt überzeugt. Beide sicherten sich bei den Senioren sowohl mit dem Florett als auch mit dem Säbel den Meistertitel. Im entscheidenden Gefecht um die Säbel-Meisterschaft setzte sich Haupt sogar gegen Maurice Schmidt durch, der im September bei den Paralympics mit dieser Waffe noch die Goldmedaille gewonnen hatte.

Rollstuhlfechter Clemens Cursiefen hält seine Bronzemedaille lächelnd in die Kamera.
Clemens Cursiefen © Anne Haupt

In Abwesenheit von Paralympics-Sieger Maurice Schmidt stand für die deutsche Rollstuhlfecht-Nationalmannschaft der erste Weltcup des neuen Jahres im brasilianischen São Paulo auf dem Programm. Allen voran der 21-jährige Clemens Cursiefen hat dabei auf sich aufmerksam gemacht. Sowohl mit dem Florett als auch mit dem Degen belegte er den dritten Platz und durfte sich über seine ersten Podiumsplatzierungen bei einem Weltcup im Herrenbereich freuen.

Rollstuhlfechten-Nationalmannschaft © DBS

Nach den Paralympics stand für das deutsche Rollstuhlfechten-Nationalteam in Pisa (Italien) der erste Weltcup an. Balwinder Cheema und Julius Haupt sicherten sich im Herrensäbel jeweils einen Podiumsplatz, bei den Damen vervollständigte Denise Hutter das Medaillientrio für das Team.

Maurice Schmidt und Balwinder Cheema mit ihren Bronzemedaillen
Maurice Schmidt und Balwinder Cheema © DBS

Beim letzten Weltcup vor den Paralympics hat sich das deutsche Rollstuhlfechten-Nationalteam in Warschau auf Paris eingestimmt. Bundestrainer Alexander Bondar freute sich über gute Leistungen seiner Mannschaft - und besonders über zwei dritte Plätze von Maurice Schmidt und Balwinder Cheema.
Gefecht bei der Deutschen Meisterschaft in Köln
Gefecht bei der Deutschen Meisterschaft in Köln © Mika Volkmann / DBS

Museum statt Sporthalle: Inmitten der imposanten Ausstellungsräume haben die besten deutschen Rollstuhlfechter*innen im Kölner Sport- und Olympiamuseum ihre Meister ermittelt. Eingerahmt und beflügelt vom außergewöhnlichen Ambiente verteidigten die Favoriten Maurice Schmidt, Felix Schrader und Denise Hutter ihre Titel. Neben U23-Athlet Schrader gehörte Tim Widmaier mit gleich drei Einzel-Erfolgen zu den großen Gewinnern.