Aktuelles vom Para Radsport

Marie Quellhorst bei der Siegerehrung auf dem Podium
Marie Quellhorst © Drew Kaplan / DBS

Vom Kugelstoßen in die Weltspitze des Para Radsports: Innerhalb von nicht einmal zwei Jahren hat Marie Quellhorst internationale Erfolge auf Weltklasse-Niveau eingefahren – und mit dem Radfahren eine Leidenschaft entdeckt, die ihr schon früher half, emotionalen Stress abzubauen. Jetzt reist die 27‑Jährige aus Göttingen als Mitfavoritin auf den WM-Titel nach Huntsville (USA).

Michael Teuber bei der Zieleinfahrt vom Straßenrennen bei den Paralympics 2024
Michael Teuber © Kevin Voigt / DBS

Bei den Straßen-Weltmeisterschaften im US-amerikanischen Huntsville (4. bis 7. September) könnte die Südstaaten-Hitze zum Faktor werden: Temperaturen über 30 Grad erwarten die Para Radsport-Nationalmannschaft. Das Team um Bundestrainer Gregor Lang hofft auf eine zweistellige Medaillenausbeute. Entscheidende Vorteile soll eine gezielte Kühlstrategie bringen.

Vanessa Laws und Marie Quellhorst jubeln mit deutscher Fahne über ihren EM-Titel
Vanessa Laws und Marie Quellhorst © Drew Kaplan

Die deutsche Para Radsport-Nationalmannschaft kehrt von den Europameisterschaften im italienischen Maniago (11. bis 14. Juni) mit drei Goldmedaillen, einer Silbermedaille und sieben Bronzemedaillen heim. Die EM-Titel sicherten sich Vanessa Laws und Marie Quellhorst im Einzelzeitfahren sowie Jakob Klinge im Straßenrennen. Die Ergebnisse sind zugleich ein starkes Signal mit Blick auf die WM (4. bis 7. September) in Huntsville, USA.

Marie Quellhorst im Zeitfahren auf dem Rad
Marie Quellhorst © Drew Kaplan

Schlag auf Schlag geht es in dieser Saison bei der deutschen Para Radsport-Nationalmannschaft: Bei den direkt aufeinanderfolgenden Weltcups im belgischen Gistel (28. April bis 1. Mai) und in den Abruzzen (Italien, 7. bis 10. Mai) glänzten vor allem die Frauen: Marie Quellhorst (Gold im Zeitfahren), Angelika Dreock-Käser (Gold Zeitfahren, Bronze Straße) sowie Vanessa Laws und das Tandem Anja Renner mit Pilotin Antonia Milowsky (jeweils Bronze Zeitfahren) sorgten für die Medaillen-Highlights. Neben zahlreichen vierten Plätzen trübten einige Stürze die Stimmung.

Michael Teuber bei der Zieleinfahrt vom Straßenrennen bei den Paralympics 2024
Michael Teuber © Kevin Voigt / DBS

Nach intensiven Wintertrainingslagern läutet das Para Radsport-Nationalteam die Saison ein. In diesem Jahr werden keine Qualifikationspunkte für Paralympische Spiele vergeben. Bundestrainer Gregor Lang will die Zeit für einen strategischen Umbruch nutzen und muss dabei die Balance zwischen Medaillenhoffnungen der Routiniers und der Förderung junger Talente finden. Erster Härtetest ist der Weltcup im belgischen Gistel (28. April bis 1. Mai 2026).

Michael Teuber und sein Konkurrent fahren gemeinsam lachend über die Ziellinie
Para Radsport-Sichtung © Kevin Voigt / DBS

Am 19. Juli findet auf dem Freiburger Hausberg Schauinsland das bekannte Bergzeitfahren statt. Wie im letzten Jahr wird auch 2026 wieder ein Sichtungslehrgang im Para Radsport als Teil des Events angeboten. Unter Anwesenheit des Bundestrainers der deutschen Nationalmannschaft, Gregor Lang, gibt es die Möglichkeit, sich außerhalb der Deutschen Meisterschaft zu präsentieren und das eigene Können unter Beweis zu stellen.

Para Radsportlerin Maike Hausberger auf der Bahn bei der WM in Rio
Maike Hausberger © Oliver Kremer / DBS

Ohne Weltmeistertitel, aber mit vier Edelmetallen und acht Top-5-Platzierungen im Gepäck kehrt das deutsche Para Radsport-Team von der Bahn-WM im brasilianischen Rio de Janeiro (16.–19. Oktober) zurück. Die herausragendste Athletin des deutschen Quartetts war die Triererin Maike Hausberger, die in der Startklasse C2 mit einmal Silber und dreimal Bronze alle deutschen Medaillen einfuhr.