Aktuelles aus dem Bereich Sportentwicklung

Bewegung gegen Krebs
Bewegung gegen Krebs © DOSB

Jedes Jahr erkranken rund 510.000 Menschen in Deutschland neu an Krebs - Tendenz steigend. Inzwischen sind die positiven Auswirkungen von körperlicher Aktivität in der Krebsprävention, -therapie und -nachsorge wissenschaftlich bestätigt. Umso wichtiger für Betroffene – der Weg in den Rehabilitationssport und die nachhaltige Verbesserung und Ausweitung von Angeboten der Sportvereine.

Herzsportgruppe in Aktion
© picture alliance / DBS

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) empfiehlt mit Blick auf die aktuelle Corona-Infektionslage, den ärztlich verordneten Rehabilitationssport zunächst für den Monat November einzustellen. „Diese Empfehlung verdeutlicht die gesellschaftliche Verantwortung, die der DBS in dieser schwierigen Lage übernimmt. Bei Gefahr für Leib und Leben gibt es aus unserer Sicht keine Alternative.

Co-Trainer Ausbildung
Co-Trainer Ausbildung © BBS

Zwölf Menschen mit geistiger Behinderung haben erfolgreich die Ausbildung zum Co-Trainer (Übungsleiter-Assistent) beim Badischen Behinderten- und Rehabilitationssportverband e.V. absolviert. Es war die erste Ausbildung in dieser Form, die die Erwartungen übertroffen hat. Speziell für Menschen mit geistiger Behinderung wurde dieser Lehrgang konzipiert – das Ziel: die gleichberechtigte Teilhabe im Sport für Menschen mit geistiger Behinderung zu fördern und ihnen darüber hinaus eine Rolle im Sportverein zu geben. Die Rolle als Co-Trainer!

Ein blinder Tennisspieler beugt sich nach vorne und spielt den Ball
Blindentennis © Gold-Kraemer-Stiftung

Der Tennisball fliegt auf Bastian Kaller zu und wird schwierig zu erreichen – doch dieser führt kurzerhand den Schläger hinter dem Rücken her und spielt den Ball mit viel Geschick zurück auf die gegenüberliegende Seite. Ein sehenswerter Trick-Schlag, der im Tennissport keine Seltenheit ist. Doch Bastian Kaller ist blind und spielt nur nach Gehör. Dazu ist er in seiner Startklasse B1 aktueller deutscher Vizemeister im Blindentennis.

Tennisspieler mit Dunkelbrille setzt holt aus, um Vorhand zu spielen
Blindentennis © Tennis für Alle

2016 haben das "Tennis für Alle"-Projekt der Gold-Kraemer-Stiftung und der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband den ersten deutschen Blindentennis-Workshop ausgerichtet. Seither hat sich vielen verändert: Es gibt mehr Standorte, Nationale Meisterschaften, Fortbildungen für Trainerinnen und Trainer, Vorträge an Universitäten und auf Symposien und jedes Jahr werden Spielerinnen und Spieler zu den Weltmeisterschaften entsandt. Vom 25. bis 27. September findet nun der fünfte Workshop in Köln statt.

Eine Übungsleiterin zeigt Bewegungen am Beckenrand, die die Teilnehmer im Wasser umsetzen
Aquafit beim GSV © Gold-Kraemer-Stiftung

Bei der Gold-Kraemer-Stiftung und dem dazugehörigen GemeinschaftsSpotverein Gold Kraemer e.V. (GSV) wird das Motto "Sport für Alle" gelebt.  Am Verwaltungssitz in Frechen gibt es bereits seit 2016 ein vielfältiges Sportangebot, das von Menschen mit und ohne Behinderung genutzt wird. „Wir sind für alle da und das ist wörtlich zu nehmen“, unterstreicht die Vereinsleiterin Bianca Dobke das inklusive Angebot.

Schatten eines Rollstuhltennisspielers auf dem Tennisfeld
Rollstuhltennis © Picture Alliance

Vom 5. bis 6. September finden die 9. Offenen Kölner Rollstuhltennis-Meisterschaften in Rodenkirchen statt. Bei dem Turnier handelt es sich um den aktuell ältesten, ohne Unterbrechung stattfindenden Rollstuhltennis-Wettkampf in Deutschland, mit von Beginn an absolutem Fokus auf Nachwuchs- und Breitensport.