Aktuelles vom Para Ski nordisch

Marco Maier
Marco Maier © Luc Percival

Biathlon-Fans ist das schwedische Östersund schon lange ein Begriff, doch Para Skilangläufer und Para Biathleten kannten die Region bisher nicht aus eigener Erfahrung. Das ändert sich in dieser Saison, denn ab dem 12. Januar macht der Para Biathlon-Zirkus halt in der schwedischen Provinz Jämtland. „Wir rechnen mit bestens organisierten Wettkämpfen in einem schönen Wintersport“, sagt der deutsche Bundestrainer Ralf Rombach.

Clara Klug mit Guide Martin Härtl
Clara Klug mit Guide Martin Härtl © Ralf Kuckuck / DBS

Spät in der Nacht hat sich die deutsche Para Ski nordisch Nationalmannschaft auf den Weg zurück vom ersten Weltcup der Saison im finnischen Vuokatti nach Deutschland gemacht. Im Gepäck hatte das Team um Bundestrainer Ralf Rombach zwei Siege durch Clara Klug (PSV München), viele weitere Podestplatzierungen und  eine Menge Selbstvertrauen. 

Nico Messinger und Lutz Klausmann
Nico Messinger und Lutz Klausmann © Pam Doyle

Am Mittwoch beginnt im finnischen Vuokatti der erste Para Ski Nordisch Weltcup des Winters. Deutschland schickt elf Starter ins Rennen, vier davon sind achtzehn Jahre alt oder jünger.

Steffen Lehmker © Ralf Kuckuck / DBS

Für Steffen Lehmker wird es eine Reise ins Ungewisse, wenn er in diesen Tagen ins niederländische Landgraaf aufbricht. Dort finden vom 13. bis 15. November Europa- und Weltcups im Para Snowboard statt – und Lehmker wird teilnehmen. Dabei jubelte der 29-Jährige noch vor wenigen Monaten bei den Paralympics in PyeongChang über die Bronzemedaille mit der Para Ski nordisch-Staffel. In der kommenden Saison wird Steffen Lehmker in beiden Sportarten starten – zwischen Loipe und Buckelpiste sozusagen. Doch im Frühjahr 2019 muss er sich entscheiden: Para Ski nordisch oder Para Snowboard? Ausdauer oder Adrenalin.

Schillinger in Pyeongchang © Ralf Kuckuck / DBS-Akademie
Schillinger in Pyeongchang © Ralf Kuckuck / DBS-Akademie

Seit 2012 war Florian Schillinger ein fester Bestandteil im Team um die deutschen Para Skilangläufer und Para Biathleten, erst als versierter Skitechniker, zuletzt als Begleitläufer von Vivian Hösch. Wenige Monate nach dem Karriereende der sehbehinderten Freiburgerin hat nun auch der 33-Jährige vom SV Baiersbronn „Adieu“ gesagt. Anfang Oktober wechselte er zu den Nordischen Kombinierern des Deutschen Ski-Verbands (DSV), die er als Sportwissenschaftler bei Lehrgängen und Wettkämpfen betreuen wird. 

Clara Klug und Martin Härtl
Clara Klug und Martin Härtl © Oliver Kremer / DBS

Clara Klug ist beim "Juniorsportler des Jahres" der deutschen Sporthilfe zur Juniorsportlerin im Bereich Para-Sport geehrt worden. Die 24-jährige Para-Biathletin und -Langläuferin hatte bei ihrer Paralympics-Premiere in PyeongChang gemeinsam mit ihrem Guide Martin Härtl zweimal Bronze gewonnen. 

Vivian Hösch und Florian Schillinger
Vivian Hösch und Florian Schillinger © Ralf Kuckuck / DBS

Vivian Hösch hatte sich viel vorgenommen für die Paralympischen Spiele von PyeongChang. „Ich habe mich gut gefühlt, ich wollte zeigen, was ich drauf habe“, sagt die 27-jährige Para Langläuferin und Biathletin vom Ring der Körperbehinderten Freiburg. Und dann konnte sie wegen einer Angina nur den ersten Wettkampf bestreiten. Schon wieder gestoppt von einer Erkrankung, wie 2017, als sie die Heim-WM in Finsterau verpasste – nun beendet sie ihre Karriere.