Aktuelles vom Sitzvolleyball

Die deutschen Sitzvolleyballerinnen beim Trainingslager in Kienbaum
Die deutschen Sitzvolleyballerinnen beim Trainingslager in Kienbaum

Nur gut zwei Wochen waren die Sitzvolleyball-Damen zurück vom Qualifikationsturnier in Kanada, als die Corona-Pandemie plötzlich das öffentliche Leben lahmlegte und alle weiteren Maßnahmen bis auf weiteres abgesagt werden mussten. Jetzt hat sich die Nationalmannschaft Anfang Juli zum ersten Mal seit der verpassten Paralympics-Qualifikation wieder zu einer Trainingsmaßnahme im Olympischen und Paralympischen Trainingszentrum Kienbaum getroffen.

Christoph Herzog und Jürgen Schrapp 2012 in London als Spieler
Paralympics 2012: Herzog und Schrapp als Nationalspieler © Ralf Kuckuck / DBS

Am internationalen Welt Para Volleyball-Tag, der seit 1981 anlässlich der Gründung des internationalen Para Volleyball Verbandes am 24. April weltweit gefeiert wird, sind Christoph Herzog, Jürgen Schrapp und Anton Probst mit dem Anerkennungspreis ausgezeichnet worden. Seit 1980 ist Sitzvolleyball ein fester Bestandteil des paralympischen Programms. Zum 40-jährigen Jubiläum wurden nun Spieler, Trainer und Schiedsrichter, die die Sportart in den vergangene Jahren maßgeblich geprägt haben, vom internationalen Verband ausgezeichnet.  

Ein leeres Spielfeld wird von zwei Volunteers gewischt
© Ralf Kuckuck, DBS-Akademie

Am Mittwoch reiste die deutsche Sitzvolleyball-Nationalmannschaft zum Qualifikationsturnier für die Paralympics in die USA, wenige Stunden nach der Ankunft wurde die Veranstaltung durch den internationalen Verband "World Para Volley" abgesagt. Der Grund: Corona. "Wir bedauern die Absage sehr, doch wir bitten um Verständnis, dass die Gesundheit und eine sichere Reise der Athleten und Offiziellen derzeit oberste Priorität haben", teilte World Para Volley-Präsident Barry Couzner mit.

Eine Spielszene beim Sitzvolleyball: Heike Wiesenthal und Jürgen Schrapp im Block
Heike Wiesenthal und Jürgen Schrapp am Netz © Ralf Kuckuck / DBS

Die deutsche Sitzvolleyball-Nationalmannschaft kämpft vom 16. bis 21. März um die Teilnahme an den Paralympics. Das Qualifikationsturnier in Oklahoma (USA) ist die letzte Möglichkeit, um sich einen Startplatz bei den Spielen in Tokio zu sichern. Die deutsche Auswahl geht zuversichtlich ins Turnier. Cheftrainer Michael Merten kann personell aus dem Vollen schöpfen und freut sich über zwei Rückkehrer.

Eine Spielerin der Mannschaft nimmt den Ball an, die anderen verfolgen die Flugkurve des Balls
Die deutschen Damen in der Annahme © Mirjam Schüler

Beim Paralympics-Qualifikationsturnier im kanadischen Halifax haben die deutschen Sitzvolleyball-Damen im Halbfinale nach zwei starken ersten Sätzen 2:3 gegen die Ukraine verloren. Die Niederlage bedeutete zudem, dass das Team keine Chance mehr hat auf das letzte Ticket für die Spiele in Tokio. Im abschließenden Duell um Platz drei unterlagen die deutschen Damen knapp der Auswahl aus Slowenien.

Die deutschen Sitzvolleyballnationalmannschaft der Damen jubelt gemeinsam ausgelassen auf dem Feld nach einem Punktgewinn
Jubel bei den deutschen Damen

Die deutschen Sitzvolleyballerinnen haben sich nach den zwei knappen Auftakt-Niederlagen beim Paralympics-Qualifikationsturnier in Kanada zwei Siege gegen Slowenien und Finnland gesichert. Damit zieht das Team um Cheftrainer Christoph Herzog ins Halbfinale ein und kämpft am Freitag weiter um das Tokio-Ticket.

Eine deutsche Spielerin greift den Ball oberhalb der Netzkante an
Die deutsche Mannschaft im Angriff © Mirjam Schüler

Beim Paralympics-Qualifikationsturnier im kanadischen Halifax ist die deutsche Sitzvolleyball-Nationalmannschaft der Damen mit zwei knappen Niederlagen gegen die Ukraine (2:3) und Gastgeber Kanada (1:3) ins Turnier gestartet. Trotzdem bleiben den Sitzvolleyballerinnen weiterhin Chancen auf das begehrte Tokio-Ticket.