Aktuelles zur Prävention von sexualisierter Gewalt

Da der Gesetzgeber von ehrenamtlich tätigen Übungsleiterinnen und Übungsleitern, die mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten, mittlerweile ein erweitertes Führungszeugnis verlangt, möchten wir Ihnen einen neuen Schritt zur Entbürokratisierung des Verfahrens vorstellen: Der Onlinebeantraung des erweiterten Führungszeugnisses. Seit 1. September 2014 gibt es ein neues Internetportal, welches die Onlinebeantragung des erweiterten Führungszeugnisses vom heimischen Computer aus ermöglicht. Damit kann der Weg zur Stadt- oder Gemeindeverwaltung zukünftig entfallen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter folgendem Link:
https://www.bundesjustizamt.de/DE/Presse/Archiv/2014/20140901.html?nn=3451904

Direkt zum Antragsportal 

Betroffenenrat beim Unabhängigen Beauftragten ist konstituiert.
Rörig: „Die Konstituierung des Betroffenenrats ist ein historisches Ereignis. Jetzt können Erfahrung und Kompetenz von Betroffenen kontinuierlich in die politischen Prozesse einfließen.“ Der Betroffenenrat, bestehend aus 15 Mitgliedern, wird in den kommenden Jahren die Arbeit des Missbrauchsbeauftragten begleiten. Die Mitglieder wurden durch ein Auswahlgremium – bestehend aus dem Missbrauchsbeauftragten und vier vom Deutschen Bundestag vorgeschlagenen Expertinnen – aus rund 200 Bewerbungen ausgewählt.

Seit dem 05.03.2015 gibt es im Onlineshop der Kampagne „Kein Raum für Missbrauch“ (www.kein-raum-fuer-missbrauch.de) neue Flyer und Plakate zur Prävention von sexueller Gewalt an Mädchen und Jungen. Sie richten sich mit spezifischen Informationen an Schulen und Sportvereine sowie ärztliche und therapeutische Praxen und können kostenfrei bestellt werden.

Auch in diesem Jahr können Sportvereine, die sich im Rahmen der DOSB-Mitmach-Aktion „Starke Netze gegen Gewalt: Keine Gewalt gegen Mädchen und Frauen!“ (Bis 2014 trug die Aktion den Titel „Gewalt gegen Frauen – nicht mit uns!“) mit Aktionspartner/innen vernetzen und gemeinsam auf notwendige Hilfe-­ und Präventionsmaßnahmen aufmerksam machen, am Wettbewerb teilnehmen. Einsendeschluss ist der 30. September 2015. Alle Informationen zum Vereinswettbewerb sowie das Bewerbungsformular finden sich im Flyer und auf der Homepage des DOSB.

Das Institut für Erziehungswissenschaft sowie das Institut für Sportwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster bieten vom 10.04. bis zum 12.04. einen Workshop zum Thema Prävention sexualisierter Gewalt an. Veranstaltungsort ist das DJK Bildungs- und Sportzentrum in Münster.

Der Verein AMYNA e.V. setzt sich in allen Arbeitsbereichen für den Schutz vor sexueller Gewalt ein. Die Zielgruppen der Arbeit von AMYNA e.V. sind ausschließlich Erwachsene (Eltern, MultiplikatorInnen, Ehrenamtliche und weitere erwachsene Bezugspersonen). Der Verein bietet zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten an, die zur Prävention von sexuellem Missbrauch beitragen. Eine der angebotenen Qualifizierungsmöglichkeiten widmet sich insbesondere der Partizipation und Beschwerde von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung (02.03.2015), eine weitere thematisiert u.a. sexuelle Gewalt gegen Hörgeschädigte (17.04.2015).

Am 06.02.2015 veranstaltet mixed pickles e.V. Lübeck in Kooperation mit dem bff (Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe)-Projekt Suse-sicher und selbstbestimmt sowie dem Landesverband Schleswig-Holstein eine Fortbildung zu Folgen sexualisierter Gewalt bei Frauen mit Behinderung. Neben Auswirkungen sexualisierter Gewalt bei Frauen mit Behinderung werden u.a. Möglichkeiten der Prävention thematisiert. Das Programm des Fortbildungstages ist in folgendem Dokument zu finden:

Fortbildung: Auswirkungen sexualisierter Gewalt bei Frauen mit Behinderung (147,3 KiB)