Aktuelles aus Sotschi 2014

Andrea Eskau
Andrea Eskau

Den Auftakt im IPC-Weltcup Mitte Dezember in Canmore/Kanada hatten sich die deutschen nordischen Behindertensportler im Hinblick auf die Paralympics in Sotchi geschenkt. Und so stand in den vergangenen Tagen im finnischen Vuokatti das erste internationale Kräftemessen für den Saisonhöhepunkt auf dem Programm. Zur Freude von Bundestrainer Ralf Rombach (Freiburg) konnten die deutschen Behindertensportler durch die überragende Andrea Eskau (Magdeburg) bei den Schlittenfahrern gleich dreimal einen Podestplatz einfahren. Die weiteren deutschen Starter verpassten im ersten sportlichen Wettstreit die Medaillenränge, blieben aber in Schlagweite.

Andrea Eskau
Andrea Eskau

Beim Weltcup-Wettbewerb im finnischen Vuokatti konnte Andrea Eskau beide Wettkämpfe über die kurze (5 Kilometer) und mittlere Distanz (10 Kilometer) bei den sitzenden Ski Nordisch-Starterinnen (Startklasse LW 10-12) für sich entscheiden. Die 43jährige siegte in der kurzen Distanz in 7:28.9 min vor ihrer Rivalin der Russin Maria Iovleva (7:37.2) und der Norwegerin Mariann Marthinsen (7:44.5). Der Weltcup dauert noch bis zum kommenden Sonntag und gilt als Test vor der Paralympischen Spielen in Sotschi.

Dr. Andreas Höfer & Dr. Karl Quade
Dr. Andreas Höfer & Dr. Karl Quade

Es sind nur noch wenige Wochen, bis in Sotschi die diesjährigen Paralympischen Winterspiele eröffnet werden. Deutsche Mannschaften haben an allen bisherigen Winterspielen sehr erfolgreich teilgenommen. Im Deutschen Sport- und Olympiamuseum finden sich einige Erinnerungen an diese Spiele. Ein besonderes Erinnerungsstück an die Spiele von 2006 in Turin übergab am 09. Januar Vizepräsident Leistungssport, Dr. Karl Quade, dem Direktor des Museum, Dr. Andreas Höfer. Es handelt sich um eine Fackel der Spiele von 2006. Dr. Quade: "Ich freue mich immer im Sport- und Olympiamuseum Ausstellungsstücke des Paralympischen Sports zu finden. Aus meiner Sicht sind es noch viel zu wenige. Darum wird die Fackel nun das Museum bereichern und hoffentlich vielen Menschen die Spiele von 2006 in Erinnerung rufen."

Anna Schaffelhuber
Anna Schaffelhuber; Foto: Ralf Kuckuck, DBS-Akademie

Im Sommer 2013 brauchte Anna Schaffelhuber eine Auszeit. Hinter ihr lag eine kräftezehrende Saison auf dem Monoski, anschließend musste die 21-Jährige aus Bayerbach bei Landshut mächtig für ihr Jura-Studium pauken. Nach der letzten Klausur ging es mit Rucksack und Rollstuhl für fünf Wochen ab nach Australien. Den Kopf freibekommen. Denn die Paralympics-Saison steht vor der Tür. Und es sollen ihre Spiele werden.

Andrea Eskau
Andrea Eskau

Mit vier Wochen Verspätung beginnt am kommenden Dienstag für die sechs Athleten des nordischen Skiteams vom Deutschen Behindertensportverband im finnischen Vuokatti die letzte Vorbereitungsphase auf die Paralympischen Spiele im März in Sotschi. Aussichtsreichste deutsche Medaillenkandidatin ist die Biathletin und Langläuferin Andrea Eskau, die bereits bei den Sommerspielen London 2012 zweimal Gold im Handbike gewann.

Michael Vesper (Foto: Picture Alliance)

Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), geht auch nach den Selbstmordanschlägen in Wolgograd davon aus, dass die Sicherheit im 700 km entfernten Sotschi wärend der Winterspiele nicht gefährdet ist. Auf zeit.de findet sich ein Pressebericht des Sport Informations Diensts (sid) dazu. 

Andrea Rotfuß im Pitztal

Das Deutsche Paralympic Skiteam bleibt in der Erfolgsspur und hat im österreichischen Pitztal zwei Doppelsiege eingefahren. Nach dem gelungenen Auftakt im Riesenslalom überzeugten Deutschlands Skifahrer beim IPCAS Level Race am Rifflsee auch im Slalom: Andrea Rothfuss (stehend, LW 6/8-2), Anna Schaffelhuber (sitzend, LW 10-2) und Georg Kreiter (sitzend, LW 10-1) schafften es auf dem Podest erneut nach ganz oben, Anna-Lena Forster (sitzend, LW 12-1) und Franz Hanfstingl (sitzend, LW 12/1) rundeten das gute Abschneiden der Mannschaft von Justus Wolf ab.