Aktuelles aus London 2012

„Ich habe alles erreicht, was ich wollte“, sagte Diskuswerferin Ilke Wyludda (Hallesche Leichtathletikfreunde) nach einem packenden Wettkampf in der Startklasse F57/58, den sie mit neuer persönlicher Bestleistung von 29,57 Metern (705 Punkte) abschloss. Die Weite reichte zwar nicht für den Endkampf der besten Acht, doch die ehemalige Olympiasiegerin von Atlanta 1996 konnte dem Wettbewerb viel Positives abgewinnen.

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen hat einen entscheidenden Schritt in Richtung paralympisches Edelmetall gemacht. Im Viertelfinale bezwang das Team um Topscorerin Annika Zeyen in der North Greenwich Arena von London den Lokalmatador Großbritannien mit 55:44 (8:12/22:21/34:33).

NRW-Sportministerin Ute Schäfer mit BSNW Projektteilnehmerinnen- und teilnehmer
NRW-Sportministerin Ute Schäfer mit BSNW Projektteilnehmerinnen- und teilnehmer

„Die größte Herausforderung ist, dass die Inklusion im Bewusstsein der Menschen ankommt“, das sagte die NRW-Sportministerin Ute Schäfer, beim NRW-Abend, am 2. September 2012 im Deutschen Haus in London. „Inklusion im Sport“ war daher auch das Thema des Abends und der Talkrunde, zu dem die Landesregierung NRW, der LandesSportbund NRW (LSB) und der Behinderten-Sportverband NRW (BSNW) geladen hatten.

Hannelore Brenner (Wachenheim, Rheinland-Pfalz) gewinnt in der Dressurkür ihre zweite Goldmedaille bei den Paralympics. Die Wertung von 81,7% ist die höchste, die Hanne Brenner in ihrer langjährigen Laufbahn erreicht hat. Wie bereits bei der Championatsaufgabe gehen die Plätze zwei und drei an Deborah Criddle (78,55 %) aus Großbritannien und der Dänin Annika Dalskov (76,95 %). Hanne Brenner kann nun 30 Medaillen in internationalen Wettkämpfen vorweisen.

Lucas Ludwig grüßt die Fans auf der Tribüne - was für eine Atmosphäre im Aquatic Centre.

Bei den Schwimmentscheidungen im Aquatic Centre konnten die deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer heute keine Medaillen erschwimmen. Zwei undankbare vierte Plätze von Sebastian Iwanow und Tanja Gröpper waren die Top-Leistungen. Dramatik pur bei Tanja Gröpper, die in Führung liegend eine Spastik hatte und keine Luft mehr bekam. 17 Hundertstel fehlten trotz diesem Vorfall nur auf einen Podiumsplatz.

Trotz der frühen Zeit um 9 Uhr präsentierten sich die deutschen Sitzvolleyballer am Dienstagmorgen in der Londoner Excel-Arena ausgeschlafen und kamen so zu einem sehenswerten 3:1 (25:16, 25:22, 23:25, 26:24)-Erfolg über den amtierenden Vize-Weltmeister Ägypten.

Sabine Ellerbrock am Netz

„Einfach super“, kommentierte Bundestrainer Christoph Müller den Ausgang des engen Matches seiner Athletin im Achtelfinale. Nach über zwei Stunden Spielzeit ist die Partie zwischen Sabine Ellerbrock (TC Herford) und Marjolein Buis (Niederlande) beendet, mit gutem Ausgang für Deutschland. In drei Sätzen konnte die deutsche Athletin ihre über zehn Jahre jüngere Gegnerin 3:6, 7:5 und 6:2 besiegen und nach verlorenem ersten Satz und 3:5 Rückstand in Satz zwei das Duell im letzten Moment drehen.