Aktuelles aus London 2012

Hannelore Brenner (Wachenheim, Rheinland-Pfalz) gewinnt auf ihrer Stute „Women oft the World“ die Goldmedaille in der Championatsaufgabe. Die Reiterin mit einer inkompletten Querschnittslähmung erzielt eine Wertung von 73,467 % und liegt damit deutlich vor den Konkurrentinnen Deborah Criddle (71,267 %) aus Großbritannien und der Dänin Annika Dalskov (71,2 %).

Seine Enttäuschung sitzt tief: Nach der Niederlage im kleinen Verfolgungs-Finale der Paralympics von London am Freitagabend zieht Paracycler Michael Teuber nun die Konsequenzen und erklärt seinen Rücktritt vom aktiven Bahn-Radsport. Zu seinem Rücktritt nimmt der Goldmedaillengewinner von Athen 2004 am Montag, 3. September um 9:30 Uhr in London im Deutschen Haus Paralympics detailliert Stellung.

Daniela Schulte setzte auf den letzten Metern noch einen herausragenden Endspurt an, 18 Hundertstel fehlten auf das Podium.

Einen vierten, zwei siebte und einen achten Platz erreichten die deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer heute bei den Paralympics. Daniela Schulte verfehlte das Podium in neuer Bestzeit um 18 Hundertstel denkbar knapp.

Im vierten Gruppenspiel bei den Paralympics musste die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren ihre erste Niederlage quittieren. Mit 66:73 (18:17/28:36/47:56) unterlag die deutsche Auswahl am Ende gegen den zweimaligen Goldmedaillengewinner Kanada, auch wenn die Mannschaft von Bundestrainer Nicolai Zeltinger über lange Strecken auf Augenhöhe operieren konnte.

Die deutschen Rollstuhlbasketball-Damen haben ihren paralympischen Nimbus bei den Spielen in London gewahrt und sind auch im dritten Spiel als Sieger vom Parkett der Olympic Basketball Arena gerollt. Beim 56:50 (13:17/30:24/50:35)-Erfolg über China boten die Europameisterinnen den gut 5.000 Zuschauern jedoch nur magere Kost, zu durchwachsen war die gebotene Leistung.

Der LTA-Mixed-Vierer mit Steuerfrau Katrin Splitt (Berlin) und Astrid Hengsbach (Herdecke), Tino Kolitscher (Halle), Kai-Kristian Kruse (Hamburg) und Anke Molkenthin (Waging) hat bei den Paralympics die Silbermedaille errudert.

Abgezockt, nervenstark und ein enormer Wille: Thomas Schmidberger (TSV/RSG Platting) hat die erste Medaille für die deutschen Tischtennisspieler gewonnen. In einer hochklassigen Partie holte der 20-Jährige aus Viechtach (Bayern) in der Wettkampfklasse 3 gegen den Franzosen Florian Merrien bei seinen ersten Paralympics direkt Bronze. Die Enttäuschung über das Halbfinal-Aus gegen Zlatko Kesler (Serbien) war nach dem umkämpften 3:1-Sieg (7:11, 11:7, 12:10, 14:12) verflogen.