Aktuelles von den Paralympics

Anna Schaffelhuber
Anna Schaffelhuber © Ralf Kuckuck / DBS-Akademie

Vor vier Jahren räumte Anna Schaffelhuber alles ab. Fünf Starts, fünf Siege bei den Paralympischen Spielen in Sotschi 2014 – eine außergewöhnliche Bilanz. Die querschnittgelähmte Monoskifahrerin hat in Russland Geschichte geschrieben, wurde zum Gesicht der Spiele. Nun will die 25-Jährige bei den Paralympics in PyeongChang erneut angreifen – doch mit der nötigen Portion Gelassenheit statt mit Verbissenheit.

Anja Wicker
Anja Wicker © Ralf Kuckuck / DBS-Akademie

Die finalen Lehrgänge vor den Paralympics in PyeongChang machen den deutschen Para-Skilangläufern und -Biathleten Mut. „Wir sind bereit“, sagt Bundestrainer Ralf Rombach. Am Sonntag hebt ihr Flieger gen Südkorea ab. Davor wartet ein Date mit dem Bundespräsidenten.

Die deutschen Rollstuhlcurler mit DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher und DOSB-Präsident Alfons Hörmann
Die Staffelstabübergabe an die Paralympische Mannschaft

„Team Deutschland. Kommt an.“: Unter diesem Motto hat am Frankfurter Flughafen die Willkommensfeier der Olympiamannschaft und die Staffelstabübergabe an die Deutsche Paralympische Mannschaft stattgefunden. Denn mit Abschluss der Olympischen Spiele ist der Sportwinter noch lange nicht vorbei. Das deutsche Rollstuhlcurling-Team hat symbolisch den Staffelstab sowie zahlreiche Erfolgswünsche des „TeamD“ entgegengenommen und wartet gespannt auf die Eröffnung der Paralympischen Spiele am 9. März.

Lucien Gerkau und Noemi Ristau
Lucien Gerkau und Noemi Ristau © Paul Hoffmann

Wer mit über 100 km/h auf Skiern den Berg hinunter rast, muss schon eine ordentliche Portion Mut aufbringen. Noch um ein Vielfaches größer muss die Überwindung sein, wenn man dabei nahezu blind unterwegs ist – so wie Noemi Ristau. Weniger als zwei Prozent Sehkraft hat die 26-jährige Skifahrerin noch. Doch das hat sie nicht davon abgehalten, ihrem früheren Hobby nun in Rennen nachzugehen. Gemeinsam mit ihrem Guide Lucien Gerkau hat sich Ristau für die Paralympischen Spiele in PyeongChang qualifiziert – und bei der Generalprobe in Kanada sogar den ersten Weltcup-Sieg ihrer Karriere eingefahren.

Das deutsche Rollstuhlcurling-Team
Das deutsche Rollstuhlcurling-Team © Ralf Kuckuck / DBS-Akademie

Für die Paralympics im südkoreanischen PyeongChang qualifiziert, bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr am gleichen Ort fast abgestiegen und nun in der Vorbereitung immer wieder starke Gegner besiegt: Für das deutsche Rollstuhlcurling-Team als „Wundertüte“ ist bei der zweiten Paralympics-Teilnahme die Konstanz das große Thema.

Anna-Maria Rieder
Anna-Maria Rieder © Ralf Kuckuck / DBS-Akademie

Eine schönere Nachricht hätte sich Anna-Maria Rieder wohl kaum vorstellen können. Das Geschenk am Tag ihres 18. Geburtstags: das Ticket zu den Paralympischen Spielen in Südkorea vom 9. bis 18. März. Rieder ist damit die jüngste Athletin im Aufgebot des Deutschen Behindertensportverbands (DBS), das nun 20 Sportlerinnen und Sportler sowie vier Guides umfasst.

Eröffnungsfeier in Sotschi 2014
Eröffnungsfeier in Sotschi 2014 ©Allianz, Ralf Kuckuck

Die Deutsche Paralympische Mannschaft für PyeongChang steht fest: Die Nominierungskommission des Nationalen Paralympischen Komitees für Deutschland hat die Namen der 19 Athletinnen und Athleten bekannt gegeben, die vom 9. bis 18. März 2018 an den Paralympischen Spielen in PyeongChang teilnehmen werden. Hinzu kommen vier Begleitläufer in den Sportarten Para Ski alpin und Para Ski nordisch.