Aktuelles von den Paralympics

Das Logo des DBS mit Flamme in Schwarz-Rot-Gold, darunter der Schriftzug "Deutscher Behindertensportverband"

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) äußert deutliche Kritik an der Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus über Wildcards zur Teilnahme an den Paralympics in Mailand und Cortina zuzulassen. Der Beschluss der IPC-Generalversammlung im September 2025 und das Urteil des CAS beinhalteten ausdrücklich keine Verpflichtung, Startplätze an diese Nationen zu vergeben. Die Entscheidung des IPC fordert die Paralympische Bewegung in besonderem Maße heraus.

Sebastian Marburger beim Skilanglauf neben einem Konkurrenten
Sebastian Marburger © Christian Bruna / VOIGT

In den Klassik-Rennen des Para Skilanglauf-Weltcups war Sebastian Marburger in diesem Winter kaum zu schlagen. Vor den Paralympics 2026 von Mailand und Cortina (6. bis 15. März) gilt der 28-Jährige vom SK Wunderthausen (Kreis Siegen-Wittgenstein) als klarer Medaillenkandidat. Er will sich davon so wenig wie möglich unter Druck setzen lassen. Und erinnert an ein olympisches und paralympisches Motto.

Das Team Deutschland Paralympics aus der Vogelperspektive beim Einlauf bei der Eröffnungsfeier in Peking 2022
Das Team Deutschland Paralympics © Ralf Kuckuck / DBS

Vom 6. bis 15. März werden Mailand, Cortina, Tesero und Verona zu den Austragungsorten der 14. Winter-Paralympics. Zum ersten Mal seit 20 Jahren finden diese wieder in den europäischen Alpen statt. Insgesamt reisen 40 Sportler*innen und acht Guides als Team Deutschland Paralympics nach Italien. Damit wird es die zweitgrößte deutsche Mannschaft in der Geschichte der Paralympics sein. Die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten zum Team gibt es hier.

Andrea Rothfuss jubelt mit umgebundener Deutschlandfahne und Maskottchen
Andrea Rothfuss © Mika Volkmann / DBS

Fast zwei Jahre ist Para Ski alpin-Fahrerin Andrea Rothfuss in keinem Weltcup-Rennen am Start, weil sie mit Depressionen kämpft. In diesem Winter ist die Paralympics-Siegerin von 2014 zurück – und schafft die Qualifikation für ihre sechsten Winterspiele. Die finden dort statt, wo ihre paralympische Karriere begann: Italien.

Portraitfoto von Jano Bußmann im Team D Paralympics Pullover
Jano Bußmann © Florian Schwarzbach

Jano Bußmann und Jörg Wedde spielen in der deutschen Para Eishockey-Liga bei verschiedenen Vereinen, zudem trennen sie 42 Jahre Altersunterschied. Beide eint jedoch eine große Vorfreude auf die Paralympics in Mailand und Cortina - als Teamkollegen in der Nationalmannschaft. Jano Bußmann erlebt die Winterspiele zum ersten Mal und war noch gar nicht auf der Welt, als Jörg Wedde und drei weitere Spieler des aktuellen Aufgebots bei der letzten Teilnahme vor 20 Jahren Platz vier erreichten.

Anna-Maria Rieder in Aktion
Anna-Maria Rieder © Tom Weller / DBS

Die Paralympics stehen kurz bevor und damit auch eine mediale Aufmerksamkeit für den Para Sport und seine Athlet*innen, die es so nur alle zwei Jahre gibt. Dabei kommt es immer noch vereinzelt zu unglücklichen Formulierungen in der Berichterstattung. Deshalb hat die Aktion Mensch in Kooperation mit dem Projekt Leidmedien.de des Sozialhelden e.V.  und dem DBS eine Broschüre entwickelt, die zu einer Berichterstattung ohne sprachliche Diskriminierung beitragen soll.

Portraitfoto von Idriss Gonschinska im Team D Paralympics-Pullover
Idriss Gonschinska © picture alliance

„Nach Olympia ist vor den Paralympics“: Im Anschluss an die Olympischen Spiele blickt Idriss Gonschinska, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), auf die Paralympics in Italien, die am 6. März in Verona eröffnet werden. Zudem äußert sich der 57-Jährige zur Bewerbung um Spiele in Deutschland – und zu den nachhaltigen Potenzialen, die insbesondere die Paralympics mitbringen.