Aktuelles von den Paralympics

Über eine Strecke von 24 Kilometern fand das Mixed Straßenrennen der Klassen T1 und T2 statt. Aus dem deutschen Team ging Hans-Peter Durst an den Start, obwohl er erst kurz vor den Paralympics bei einem Unfall schwere Armverletzungen davontrug. Da bei den Straßenrennen nur Rennlenker zugelassen sind, stellte dieser Wettkampf für ihn eine besondere Herausforderung dar. Aufgrund der verletzungsbedingten Schmerzen brach Hans-Peter Durst das Rennen nach der zweiten von drei Runden ab.

Daniela Schulte (Berlin) hat heute im Vorlauf über 200m Lagen in der Startklasse SM11 einen neuen Weltrekord in 2:48,86 min geschwommen. Sie blieb ganze 3,50 Sekunden unter ihrem Weltrekord, den sie 2010 in Eindhoven aufgestellt hatte.

Es war 23:31 Uhr Ortszeit London als niemand geringeres als IPC-Präsident Sir Philip Craven in der North Greenwich Arena von London Mareike Adermann als ersten deutschen Spielerin die paralympische Goldmedaille umhängte. Zuvor sahen 17.000 Zuschauer des Paralympics Endspiels einen hoch verdienten 58:44 (14:10/26:19/34:28)-Erfolg der deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen über Finalgegner Australien.

Es war das sehnlich erwartete Duell zwischen Heinrich Popow (TSV Bayer Leverkusen) und Wojtek Czyz (1. FC Kaiserslautern), das am Ende einen positiven Ausgang nahm. Mit neuem deutschen Rekord von 12,40 Sekunden gewann Popow in einem packenden Finale Gold vor dem Australier Scott Reardon (12,43 sec.). Bronze sicherte sich Wojtek Czyz mit 12,52 Sekunden. Beide deutschen Läufer verbesserten damit erneut ihre Vorlaufzeiten und waren am Ende glücklich mit ihren Medaillen.

Daniela Schulte (Berlin) hat heute die Goldmedaille über 400m Freistil in der Startklasse S11 bei den Paralympics gewonnen. Schon im Vorlauf war sie  einen neuen paralympischen Rekord von 5:11,32 min geschwommen. Im Finale reichte eine 5:14,36 min mit einem starken Finish auf den letzten 50 Metern für den Sieg.

Das deutsche Radteam setzt die Erfolgsserie in Brands Hatch weiter fort. Andrea Eskau (USC Magdeburg) holte souverän die Goldmedaille, Vico Merklein (GC Nenndorf) kam als zweiter der Männer ins Ziel und Dorothee Vieth (Hamburger SV) freut sich über die Bronzemedaille. Die beiden Straßenrennen liefen über 48 Kilometer.

Was für ein Krimi: Das deutsche Rollstuhl-Tischtennisteam der Wettkampfklassen 1-3 hat gegen Favorit China nach einem packenden Finale über zweieinhalb Stunden denkbar knapp mit 2:3 verloren. Damit haben Thomas Schmidberger, Thomas Brüchle, Jan Gürtler und Holger Nikelis die Silber-Medaille geholt. Beide Teams begeisterten in der Londoner Excel-Arena mit hochklassigem Tischtennis, nahezu jeder Satz war hart umkämpft.