Aktuelles aus Rio 2016

Die fünf Reiter stehen mit drei Pferden auf dem Trainingsgelände
Die fünf Reiter wollen um Medaillen kämpfen © Uli Gasper/DBS

„Man hat im Vorfeld so viel Negatives über Rio gehört, über das Dorf und so. Aber ich finde, es ist gar nicht so schlimm. Nur dass ich so lange von zu Hause weg bin, ist nicht so schön“, sagt Carolin Schnarre. Die 24-jährige Osnabrückerin ist das Nesthäkchen im Team der deutschen Dressurreiter. Und ihre Worte verdeutlichen etwas, was sich aktuell durch viele Nationen zu ziehen scheint: einen Generationenwechsel.

Katharina Krüger und Christoph Müller
Katharina Krüger und Christoph Müller © Andreas Joneck/DBS

Für Bundestrainer Christoph Müller und sein Schützling Katharina Krüger ist vor dem Auftakt der Rollstuhltennis-Wettkämpfe am Freitag die Sachlage klar. „Auslosung abwarten, das beste Tennis spielen und dann einmal sehen was passiert“, so die 26-jährige Berlinerin mit Blick auf ihre dritten Paralympischen Spiele. Doch einen wichtigen Schritt hat die Rechtshänderin erst am Montag dieser Woche getan, den seitdem ist sie erstmals auf Weltranglistenplatz sieben notiert.

Ein Goalballspieler haelt einen Ball
Reno Tiede © Oliver Kremer|DBS

Reno Tiede steht mitten in der Future Arena in Rio de Janeiro. Die Ränge sind leer. Nur seine Teamkollegen der deutschen Goalball-Nationalmannschaft und einige Volunteers befinden sich in der Halle. Es ist die erste und einzige Trainingseinheit in der Arena, in der bei Olympia Deutschlands Handballer Bronze gewannen. Bei den Paralymics kämpfen hier die Goalballer ab dem 8. September um Medaillen. „Das Flair, die Größe – es ist absolut beeindruckend hier. Sonst herrscht bei unseren Spielen ja eher Turnhallen-Feeling, jetzt ist es etwas ganz Besonderes. Das toppt alles. Wir hoffen auf volle Ränge“, berichtet Reno Tiede.

Holger Nikelis fokussiert beim Training im Riocentro 3, der Wettkampfstätte der Tischtennisspieler.
Holger Nikelis beim Training im Riocentro 3 @DBS

Mit dem größten Teil der deutschen Delegation ist die Para-Tischtennis-Nationalmannschaft bereits am vergangenen Mittwoch in das Abenteuer Rio de Janeiro 2016 gestartet. Mittlerweile haben sich die Tischtennis-Cracks im achten Stock in Haus 17 des Paralympischen Dorfes häuslich eingerichtet und die ersten Trainingseinheiten absolviert. Nun aktivieren sie langsam ihren Wettkampfmodus.

Die Vorfreude bei den deutschen Paracyclern steigt.
Die Vorfreude bei den deutschen Paracyclern auf den Beginn der Spiele steigt. ©DBS

Kilometerlange Sandstrände, Palmen allerorts und südamerikanische Schönheiten: Die deutschen Paracycler bereiten sich im Westen Rios auf die bevorstehenden Wettkämpfe vor. Die Paralympischen Sommerspiele 2016 können beginnen!

Simone Briese-Baetke reicht dem Irakischen Weltmeister nach dem Training die Hand
Simone Briese-Baetke beweist es: Die Fechter sind wie eine große Familie © Uli Gasper/DBS

Wenige Tage vor der Eröffnungsfeier ist die Stimmung im kleinen Team der Rollstuhlfechter ausgesprochen gelöst. Nachdem sie sich in den ersten Tagen in Rio de Janeiro eingelebt und die ersten Trainingseinheiten absolviert haben, herrscht bei den beiden Rostockern Simone Briese-Baetke und Balwinder Cheema eine Riesenportion Vorfreude. „Die Atmosphäre unter den Athleten ist bei den Paralympics generell ganz anders, als bei den Olympischen Spielen“, sagt Cheftrainer Sascha Bondar, der bereits als Begleitperson bei den Olympischen Spielen dabei war, und betont: „Alle verstehen sich; die Rollstuhlfechter sind wie eine große Familie.“

Die Nationalmannschaft der Sitzvolleyballer bei der Willkommensfeier im Dorf
Die Nationalmannschaft der Sitzvolleyballer bei der Willkommensfeier im Dorf © DBS

Die schwarz-rot-goldene Fahne wurde gehisst, die deutsche Hymne gesungen und die Schwimmerinnen Elena Krawzow und Maike Naomi Schnittger tanzten ausgelassen zu brasilianischen Rhythmen – die Deutsche Paralympische Mannschaft ist bei der Willkommensfeier gemeinsam mit Kenia und Myanmar im Paralympischen Dorf feierlich begrüßt worden.