Aktuelles aus Rio 2016

Natascha Hiltrop mit ihrer Silbermedaille
Natascha Hiltrop kann ihre Silbermedaille noch nicht glauben © Heike Werner/DBS

In einem hochspannenden und äußerst engen Finale hat Natascha Hiltrop im mixed 10m Luftgewehr liegend sensationell die Silbermedaille gewonnen. Nach ihrem sechsten Platz in London vor vier Jahren, belohnte sie sich nun mit ihrem ersten paralympischen Edelmetall. „Ich kann es noch gar nicht glauben, dass es wirklich Silber ist. Es war anstrengend aber es hat auch Spaß gemacht. Ich habe einfach nicht nachgedacht, sondern so gut geschossen, wie ich kann“, erzählte sie kurz nach der Siegerehrung.

LTA-Mixed Vierer zieht mit Sieg in das Finale ein
LTA-Mixed Vierer zieht mit Sieg in das Finale ein © Binh Truong, DBS

Der deutsche LTA-Mixed Vierer hat heute mit einem Sieg im Hoffnungslauf vor den Chinesen und Franzosen den Einzug in das Finale komplett gemacht. In 3:35,68 min konnte der von Jochen Weber trainierte Vierer schon direkt bei 250m in Führung gehen. Nachdem man kurzzeitig den zweiten Platz belegte, konnte der starke Endspurt des deutschen Quartetts den Sieg und damit den Finaleinzug absichern.

Freudestrahlend sinkt Martin Schulz im Ziel auf den Boden.
Freudestrahlend sinkt Martin Schulz im Ziel auf den Boden © Ralf Kuckuck/DBS

Martin Schulz hat die erste paralympische Goldmedaille der Geschichte im Triathlon in 1:02:37 Stunden gewonnen. Der Leipziger siegte in der Klasse PT4 vor dem Kanadier Stefan Daniel und dem Spanier Jairo Ruiz Lopez. Der Triathlon wird bei den Paralympics mit 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen ausgetragen.

Lindy Ave sprintet über die 100 Meter ©Ralf Kuckuck/DBS
Lindy Ave sprintet über die 100 Meter ©Ralf Kuckuck/DBS

Nach der Goldmedaille von Kugelstoßer Niko Kappel am ersten Wettkampftag bei den Paralympics in Rio de Janeiro (Brasilien) glänzte die Leichtathletik am Freitag vor allem in der Breite: Neben einer Silber- und drei Bronzemedaillen gab es auch eine persönliche Bestleistung auf Ansage.

Valentin Baus und Bundestrainer Ziegler zeigen eine Jubel-Faust, während die Schiedsrichterin die Faust zum Anzeigen des Punktgewinns erhoben hat.
Drei Fäuste zeigen Valentin Baus' Erfolg an © Scholten DBS

Der zweite Wettkampftag im Riocentro 3 brachte einige Überraschungen mit sich - darunter waren zum Glück die meisten positiver Natur. Mit Sandra Mikolaschek, Valentin Baus und Juliane Wolf schafften drei paralympische Erststarter den Sprung in die Hauptrunde. Auch Jan Gürtler und Thomas Rau folgten den gestern bereits fürs Achtelfinale qualifizierten Thomas Brüchle und Tom Schmidberger in die K.O.-Phase und Stephanie Grebe konnte ihr Auftaktmatch gewinnen. Dafür erwischte es die beiden noch amtierenden Paralympics-Sieger von London, Holger Nikelis und Jochen Wollmert.

Schwimmerin Denise Grahl
Denise Grahl © Binh Truong / DBS

Tobias Pollap hatte sich gerade noch über seine Zeit und Platz acht im Finale über 50 Meter Freistil geärgert, da ballte er auch schon jubelnd die Faust. Denn soeben war Teamkollegin Denise Grahl zu Silber geschwommen. Und die Freude in der deutschen Mannschaft war entsprechend groß – schließlich war es die erste Medaille der Schwimmerinnen und Schwimmer von Bundestrainerin Ute Schinkitz bei den Paralympics in Rio de Janeiro. Mit neuem Europarekord sicherte sich die 23-jährige Schwerinerin, die für den Hanse SV Rostock startet, in 33,16 Sekunden über 50 Meter Freistil Platz zwei.

Frances Herrmann schleudert den Speer
Frances Herrmann wirft den Speer zur Bronzemedaille © Ralf Kuckuck/DBS

Frances Herrmann hat bei den Paralympics in Rio de Janeiro (Brasilien) im Speerwerfen der Klasse F34 Bronze gewonnen und damit nach Diskus-Silber 2008 in Peking (China) ihre zweite paralympische Medaille gewonnen. Die 27-Jährige, die für den BPRSV Cottbus startet und von Ralf Paulo trainiert wird, warf den Speer im dritten Versuch auf 18,16 Meter und sicherte sich damit Bronze, musste aber lange warten, bis das bestätigt war: „Es war ein bisschen schade, dass wir gar nicht wussten, wer wann wirft und in welcher Reihenfolge. Das war alles nicht durchsichtig.“