Was ist Klassifizierung?
Im Sport für Menschen mit Behinderungen, besonders im Leistungs- und paralympischen Sport, spielen Klassifizierungen eine bedeutende Rolle, da hier die Unterschiede bei den jeweiligen Voraussetzungen zur Ausübung einer Sportart besonders individuell und vielfältig sind. Für die paralympischen Sportarten wurde daher ein umfangreiches Klassifizierungssystem entwickelt, um einerseits gerechte Wettkämpfe zu ermöglichen, andererseits um die Attraktivität des Sports zu gewährleisten.
Es gibt nach der Definition des paralympischen Klassifizierungssystems drei Arten von Beeinträchtigungen; körperliche, geistige und Sehbehinderung. Für die körperliche und geistige Beeinträchtigung werden zusätzlich auf Grundlage medizinischer Befunde bzw. psychologischer Tests im Bereich geistiger Behinderung, funktionelle sportartspezifische Untersuchungen für die Klassifizierung durchgeführt. D. h. es wird auf die vorhandenen Beeinträchtigungen bei der Ausführung von Bewegungen geachtet und es werden eher die Gemeinsamkeiten und weniger die Art der Beeinträchtigung bewertet. Die Klassifizierung von Athleten mit einer Sehbehinderung erfolgt auf der Grundlage des betreffenden medizinischen Befundes, übergreifend für alle Sportarten und Disziplinen.
Um eine Vergleichbarkeit der Leistungen herzustellen und ein größtmögliches Teilnehmerfeld zu generieren werden permanent Verbesserungsmöglichkeiten im Klassifizierungssystem diskutiert. Eine Übersicht über das Klassifizierungssystem in den paralympischen Sportarten bietet der Klassifizierungsleitfaden des DBS. Die DBS-Klassifizierungsordnung schafft die Rahmenbedingungen für die Ausführung von Klassifizierung auf nationaler Ebene.
Die Grundlage der DBS-Klassifizierungsordnung ist der IPC Athlete Classification Code.
Der neue 2025 IPC Classification Code ist zum 01. Januar 2025 in Kraft getreten. Die finale Version, inkl. der internationalen Standards, sind abrufbar auf der IPC Website unter IPC Handbook .
