Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Léon Schäfer jubelt mit Deutschland-Fahne
Léon Schäfer © Gate3 Photo Agency / Marcus Hartmann

Im Regen von Kobe hat Rennrollstuhlfahrerin Merle Menje am Sonntagabend japanischer Zeit ihre noch junge Karriere mit ihrem ersten WM-Titel gekrönt. Als es noch stärker regnete, sprang Léon Schäfer wie 2023 im letzten Versuch zum WM-Sieg und machte den Titel-Hattrick perfekt. Yannis Fischer verpasste als Vierter die Titelverteidigung bei der Para Leichtathletik-WM in Kobe, schöpfte aber dennoch Kraft aus dem Wettkampf.

Merle Menje jubelt mit der Deutschlandfahne in ihrem Rennrollstuhl
Merle Menje © KOBE2024/Kazuyuki OGAWA

Die erste Medaille am zweiten Tag: Rennrollstuhlfahrerin Merle Menje hat bei der Para Leichtathletik-WM in Kobe (Japan) mit Platz zwei über 5000 Meter und ihrer ersten WM-Medaille überhaupt für große Freude gesorgt, weil es gleichzeitig einen Nationen-Startplatz für das deutsche Team gab. Paralympics-Siegerin Lindy Ave zog beim Comeback nach ihrer Babypause wie Nachwuchstalent Jule Roß ins Finale über 100 Meter ein, Isabelle Foerder gelang das über 200 Meter.

Lise Petersen beim Speerwurf
Lise Petersen © Gate3 Photo Agency / Marcus Hartmann

Platz sechs zum WM-Auftakt: Lise Petersen zeigte eine ordentliche Leistung als einzige deutsche Athletin zum Start der Para Leichtathletik-WM im japanischen Kobe, war aber dennoch enttäuscht. Die ersten Medaillenchancen warten auch dank zweier Titelverteidiger am Wochenende.

Katharina Krüger und Britta Wend klatschen sich ab
Katharina Krüger und Britta Wend © Frank Molter / ITF

Beim World Team Cup (WTC) in Antalya (Türkei) lagen Freude und Enttäuschung für die deutschen Rollstuhltennis-Teams nah beieinander: Während das Damen-Duo um Katharina Krüger und Britta Wend erneut den Klassenerhalt in der Weltgruppe bejubeln durfte, mussten Anthony Dittmar und Christoph Wilke bei den Herren den direkten Wiederabstieg verkraften.

Para Speerwerferin Lise Petersen wirft ihren Speer
Lise Petersen © Förderverein Para Leichtathletik / Tom Weller

Para Speerwerferin Lise Petersen hat sich in diesem Jahr deutlich gesteigert und steht bei der Para Leichtathletik-Weltmeisterschaft im japanischen Kobe mit 18 Jahren vor ihrem dritten großen internationalen Highlight (17. bis 25. Mai). Ihr Ziel: die Paralympics in Paris. Dafür geht sie eine Fernbeziehung mit ihrer Trainerin ein und erhält Tipps von einer olympischen Speerwurf-Weltmeisterin.

Die Rollstuhltischtennis-Spielerinnen Sandra Mikolaschek und Jana Spegel im Doppel in Aktion
Sandra Mikolaschek und Jana Spegel © Volker Arnold

Bei den deutschen Meisterschaften im baden-württembergischen Sindelfingen sind die Top-Athleten ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Allen voran Sandra Mikolaschek, Valentin Baus und Thomas Schmidberger, die jeweils in den Einzeln und Doppeln erfolgreich waren. Insgesamt wurden 30 Titel vergeben. Der Deutsche Behindertensportverband präsentiert die Ergebnisse und besonderen Leistungen gemeinsam mit der Heinz-Kettler-Stiftung. 

Drei Rollstuhlrugbyspieler*innen kämpfen um den Ball.
Rollstuhlrugby © Moritz Brückner

Die deutsche Rollstuhlrugby-Nationalmannschaft hat sich erstmals seit 2008 wieder für die Paralympics qualifiziert. Beim Qualifikationsturnier erkämpfte sich das Team den letzten Startplatz für die Sommerspiele in Paris. Doch wie genau funktioniert diese faszinierende Sportart eigentlich? Nationalspieler Moritz Brückner gibt einen Einblick.