Weder Tricks noch Spezialeffekte aus Hollywood sind im Spiel. Wenn die blinden Bundesligaspieler des MTV Stuttgart anfangen, übers Feld zu sprinten, zweifelt der sehende Beobachter an der eigenen Wahrnehmung. Glaubt nicht, was er da sieht. Auf einem 20 mal 40 Meter großen Platz, über den sich acht Feldspieler bewegen, setzen Trainer Ulrich Pfisterers couragierte Männer immer wieder zum vollen Sprint an. Scheinbar ohne Rücksicht auf Verluste. Bei Sololäufen liegt der Ball eng am Fuß, die Körpertäuschungen würden so manchen sehenden Gegner ins Leere grätschen lassen. Am Samstag startete die Blindenfußball-Bundesliga (DBFL) in Barsinghausen in ihre dritte Saison – und es war eine spektakuläre, eine inspirierende Veranstaltung.