Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Im dritten und letzten Lauf im Snowboardcross wollte Stefan Lösler noch einmal alles zeigen. Bis rund 100 Meter vor dem Ziel war der einzige klassifizierte deutsche Para-Snowboarder wie auch schon im zweiten Durchgang schnell unterwegs. Doch dann kam er zu schnell über einen Sprung, verlor den Kontakt zum Boden und landete spektakulär im Fangzaun. Aufgegeben hat Lösler dennoch nicht. Er kämpfte sich zurück auf die Piste und beendete den Lauf unter dem lauten Jubel der zahlreichen Zuschauer im Alpin Center in Rosa Khutor. 

Torball in Aktion

Am 15.03.2014 ab 08:30 Uhr treffen sich in Berlin, in den Hallen A und B der Max-Schmeling-Halle, die besten deutschen Teams zur Deutschen Torballmeisterschaft. Wenn der Ball klingelt, dann ist es in der Halle absolut still. Denn die Sportlerinnen und Sportler, die hier Torball spielen, sehen den Ball nicht, sie hören ihn. Denn Torball ist eine paralympische Ballsportart für sehbehinderte und blinde Menschen. Nur wenn der Ball im Tor landet, dann brandet auch hier frenetischer Jubel auf.

Foto: Allianz

2010 in Vancouver schrammte Monoskifahrer Thomas Nolte als Vierter in der Abfahrt hauchdünn am Treppchen vorbei. Bei den Paralympics in Sotschi landete der 29-Jährige zunächst erneut auf dem undankbaren vierten Platz – diesmal in seiner Paradedisziplin, dem Slalom – wurde aber anschließend disqualifiziert, da er im zweiten Lauf bei Tor 48 einfädelte. Zur Halbzeit hatte Nolte im Alpin Center in Rosa Khutor noch auf Platz sechs der Klasse der Sitzenden gelegen und riskierte im zweiten Lauf alles.

Bundesweit wird auch in den nächsten drei Jahren der Blindenfußball rollen. Die Sepp-Herberger-Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird gemeinsam mit ihren beiden Kooperationspartnern, dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) sowie dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), die europaweit einzigartige Spielrunde für blinde und sehbehinderte Menschen fortsetzen. Die Partnerschaft besteht bereits seit dem Jahr 2008.

Goldmedaillengewinnerin Anja Wicker und Martin Fleig sowie die Betreuer genießen die Sonne von Rosa Khutor

Der Donnerstag war für die Nordischen Skisportler wettkampffrei. Es war dies der erste Tag seit Beginn der Paralympics in Sotschi. Bei besten äußeren Bedingungen nutzten die Athleten den freien Tag zunächst zu einer letzten Trainingseinheit im Laura Skistadion für die am Freitag anstehenden letzten Einzelentscheidungen im Biathlon.  Tino Uhlig (Mitteltal-Obertal) spulte einige Trainingskilometer in klassischer Technik ab und wird wie gewohnt den Biathlonwettkampf auslassen. Alle anderen Athleten bereiteten sich am Vormittag auf der Biathlonanlage mit Schießeinlagen vor und absolvierten ihre Trainingseinheiten für den Tag darauf.

 

Die Entscheidung über das Ergebnis im Slalom der Damen in der Klasse der Sitzenden am Mittwoch ist einen Tag später am Grünen Tisch gefallen. Nach einer Anhörung vor einem dreiköpfigen Gremium des Internationalen Paralympischen Komitees im Olympic Park in Sotschi steht fest, dass die Disqualifikation gegen Anna Schaffelhuber aufgehoben wurde und sie die dritte Goldmedaille in ihrem dritten Rennen bei den diesjährigen Paralympics gewonnen hat. Damit belegt Anna-Lena Forster Platz zwei, Kimberly Joines (Kanada) und Laurie Stephens (USA) rutschen auf die Ränge drei und vier ab.

Logo Paralympics Sotschi

Die Monoskifahrerin Anna Schaffelhuber hat die Goldmedaille im Slalom in der Klasse der der Sitzenden zugesprochen bekommen. Anna-Lena Forster, die wegen eines österreichischen Einspruchs zeitweilig auf den ersten Platz gesetzt worden war, rückte wieder auf Platz 2 und gewann die Silbermedaille. Damit wurde am Donnerstag in Sotschi ein groteskes Verfahren um die Wertung des Slalom-Rennens beendet.