Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Sabine Ellerbrock mit ihrer Frech-Open Trophäe

Zwei Grand-Slam-Siege, Nummer 1 der Weltrangliste und Teilnehmerin an den Paralympics 2012 in London – Sabine Ellerbrock gehört zur Weltspitze im Rollstuhltennis. Unlängst gewann sie die French Open, nun will sie in Wimbledon abräumen. Im Interview spricht die 38-jährige über die sportlichen und persönlichen Herausforderungen, die der Wechsel von Fußgänger- auf Rollstuhltennis mit sich brachte. Sie ist jedoch überzeugt: „Ich lebe jetzt glücklicher als vorher.“

Nach der Nominierung durch den Deutschen Behinderten Sportverband (DBS) konzentriert sich die deutsche Para-Kanu-Nationalmannschaft ganz auf die Vorbereitungen zur Europameisterschaft vom 10. bis zum 12. Juli in Brandenburg /Havel. Dazu gehören für vier Kaderathleten auch die Ostdeutschen Meisterschaften am kommenden Wochenende an gleicher Stelle. So können sie auf dem bekannt schwierigen Wasser schon mal unter Rennbedingungen ihren Leistungsstand überprüfen. 

Ganz Fußball-Deutschland drückt heute Jogi Löws Männern die Daumen: Gegen Klinsmann und die USA geht es um den Gruppensieg. Unterdessen bereitet Nationaltrainer Jörg Dittwar sein Team weitgehend ohne öffentliche Beachtung auf eine zweite Fußball-WM in Brasilien vor. Die Weltmeisterschaft ID für Fußballer mit „Intellectual Disability“ (mit intellektueller Behinderung) findet einen Monat nach der großen FIFA-WM statt: vom 11. bis 25. August in São Paulo.

Dr. Michael Rosenbaum, Vizepräsident Finanzen & Wirtschaft im Deutschen Behindertensportverband ist als Mitglied im „Audit and Finance Committee“ des IPC bestätigt worden. Mit Jürgen Schwittai sitzt ein weiterer Deutscher im “Classification Committee”. Das IPC ernannte bei seiner Versammlung in Bonn Mitglieder aus 21 verschiedenen Ländern und allen fünf Kontinenten in die "IPC Standing Committees“.

Foto (Tanja Feddersen): Kapitän Marina Mohnen in der Verteidigung gegen Desiree Miller

Nach 2010 im britischen Birmingham ist der Traum des WM-Titels für die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen erneut geplatzt. Im WM-Endspiel von Toronto unterlag Deutschland Gastgeber Kanada hauchdünn mit 50:54 (12:11/22:25/36:39) und muss sich erneut mit Silber begnügen. Bundestrainer Holger Glinicki war trotz verständlicher Enttäuschung direkt nach der Schlusssirene dennoch nicht unzufrieden mit dem Abschneiden seiner Mannschaft, die einmal mehr in Kapitän Marina Mohnen mit 20 Punkten ihre Topscorerin hatte.

Am 26. Juni 2014 beginnt im finnischen Espoo die Weltmeisterschaft im Goalball, die am weitesten verbreitete Ballsportart für sehbehinderte Menschen. Für Deutschland starten ein Herren- und ein Damenteam: Insbesondere das Herrenteam rechnet sich Chancen für eine gute Platzierung aus – auch dank einer an der Technischen Universität München (TUM) entwickelten Software für die Spielanalyse.

Im Kampf um den Weltmeisterschaftstitel bleibt die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen weiter ungeschlagen. Durch einen souveränen 70:25 (23:1/39:10/49:18)-Kantersieg im Viertelfinale über Frankreich ist die Mannschaft von Bundestrainer Holger Glinicki im kanadischen Toronto förmlich ins Halbfinale der WM gestürmt. Vor allem ein starkes erstes Viertel stellte die Weichen für den am Ende verdienten Tagessieg. Dabei avancierte Marina Mohnen mit 18 erzielten Punkten zur Topscorerin der Partie.