Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Bei der Karate-WM in Bremen, wo erstmals Athleten mit einer Behinderung inkludiert waren, sammelten die deutschen Athleten vier Medaillen. Platz eins sicherten sich jeweils Helga Balkie und Marvin Nöltge, Platz zwei Michael Lesic (alle Kata Einzel). Sven Baum freute sich über die Bronzemedaille und Niana Fell über einen hervorragenden vierten Platz.

Sabine Ellerbrock
Sabine Ellerbrock

Katharina Krüger und ihre britische Partnerin Louise  Hunt unterlagen im Finale des Double Masters in Kalifornien (USA) ihren Konkurrentinnen aus Japan und Großbritannien Yui Kamiji und Jordanne Whiley. Sabine Ellerbrock musste sich mit ihrer Doppelpartnerin Lucy Shuker (GBR) ebenfalls geschlagen geben, im kleinen Finale unterlagen sie Marjolein Buis und Michaela Spaanstra.

Am 16. November beginnt für die Blindenfußball-Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft in Tokio / Japan. Hierfür sind nun die Spieler und Offiziellen nominiert worden. Die Mannschaft von Cheftrainer Ulrich Pfisterer begibt sich bereits am kommenden Mittwoch, den 12.11. auf den Weg nach Japan und wird von einer kleinen Delegation, mit dabei unter anderem DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher, am Frankfurter Flughafen verabschiedet.

Die deutsche Curling-Nationalmannschaft hat sich bei der WM-Qualifikation im norwegischen Lillehammer (1.-6 November 2014)  ein Ticket für die Weltmeisterschaft 2015 in Lohja (Finnland) sichern können. Mit sechs Siegen und nur einer Niederlage gegen den Turniergewinner Norwegen, bewiesen die deutschen Curler eindrucksvoll ihre spielerische Stärke und ihren Teamgeist und sicherten sich einen der beiden Startplätze. 

Der Deutsche Karate Verband e.V. hat den Kader für die 1. Karate-Weltmeisterschaft für Menschen mit Behinderung benannt. Die Titelkämpfe, die vom 5.-9. November 2014 gleichzeitig mit der 22. Karate-Weltmeisterschaft der Leistungsklasse ausgetragen werden, sollen dabei ein Leuchtturm für die Entwicklung des Sports sein. DKV-Präsident Wolfgang Weigert und die Referentin für Menschen mit Behinderung, Stefanie Nagl, sehen großes Potenzial und gute Medaillenchancen.

Anlässlich des bevorstehenden 50-jährigen Jubiläums der freundschaftlichen Beziehungen Deutschlands und Israels im kommenden Jahr, werden 18 Sportler sowie zwölf Trainer und Betreuer aus den beiden Ländern vom 5. bis 11. November zu einem gemeinsamen Trainingslehrgang in Berlin zusammenfinden. Das Trainingsprogramm wird ergänzt durch Gespräche und Diskussionsrunden zum Behindertensport in den beiden Ländern sowie einen Besuch des Denkmals für die ermordeten Juden in Europa, der Neuen Synagoge Berlin, des Jüdischen Museums sowie des Deutschen Bundestags.

Zur Entscheidung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) im Fall des Leichtathleten Markus Rehm äußert sich Vizepräsident Leistungssport Dr. Karl Quade wie folgt:

"Zunächst begrüße ich die Entscheidung, dass Markus Rehm als Deutscher Meister im Weitsprung des DLV bestätigt wurde. Die vom DLV beschlossene Exklusion von Sportlerinnen und Sportlern mit Behinderung ab dem 01.01.2015 bedaure ich, zum einen, weil diese Entscheidung viel zu sehr die Causa Rehm im Fokus hat und zum anderen, weil es im Vorfeld keine Kommunikation mit den Verantwortlichen im Deutschen Behindertensportverband gegeben hat. Es ist für mich unverständlich, wie das Wort Inklusion über diese Entscheidungen gesetzt werden kann, wenn die Regel 144.3c nun ganz deutlich den Menschen mit Behinderung anders „wertet“."