Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Maurice Schmidt bei der U17 WM mit dem Degen
© Uwe Schmidt

Bei den U17 Weltmeisterschaften im arabischen Sharjah krönte der Böblinger Rollstuhlfechter Maurice Schmidt seine bisherige Fechtlaufbahn mit zwei Weltmeistertiteln. Sowohl im Florett als auch im Degen war der sympathische Rechtshänder nicht zu schlagen.

Zwei Männer beim Rollstuhl-Rugby

Im Rollstuhlrugby ist das Bernd-Best-Turnier einer der wichtigsten Termine im Jahr und ein großes Highlight für Spieler und Fans. Für 2016 wurde das Turnier, welches jährlich in Köln ausgetragen wird, nun abgesagt.

Markus Rehm beim Weitsprung
Markus Rehm © Marcus Hartmann, www.photo-hartmann.de

Der Internationalen Leichtathletik-Verbands (IAAF) hatte im August 2015 entschieden, Leichtathleten mit Prothesen von einer Teilnahme bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaft auszuschließen, sofern diese nicht nachweisen können, dass ihnen die „mechanische Hilfe“ keinen Vorteil verschafft. Diese Regel „144.3 (d)“ ist zum 1. November 2015 in Kraft getreten. Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, und Vizepräsident Leistungssport Dr. Karl Quade hatten bereits unmittelbar danach deutliche Kritik an diesem Entschluss geübt – und haben diese jetzt in einem Schreiben an IAAF-Präsident Sebastian Coe erneuert.

Stark am Schießstand: Der Freiburger Martin Fleig © Luc Percival
Stark am Schießstand: Der Freiburger Martin Fleig © Luc Percival

Zweimal Silber und viermal Bronze – das ist die positive Bilanz der deutschen Biathleten mit Behinderung nach dem Auftakt in den Weltcup-Winter des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC). In imposanter Atmosphäre des Wintersportcenters im russischen Tyumen trumpften vor allem zwei Athleten auf: Martin Fleig (Ring der Körperbehinderten Freiburg) und Clara Klug (PSV München) teilten die Medaillen untereinander auf.

Freude über Silber: Trainer Michael Webel und Erik Machens
Freude über Silber: Trainer Michael Webel und Erik Machens

Toller Erfolg für Erik Machens bei der Rollstuhltanz-WM in Rom: Der amtierende Europameister hat es auf Platz zwei geschafft und darf sich nun auch mit dem Titel des Vizeweltmeisters schmücken. In der neuen Tanzklasse "Single Man" überzeugte Machens mit viel Schwung, Musikalität und Elan und freute sich anschließend mit Trainer Michael Webel über die verdiente Silbermedaille.

Daneben gab es bei den Weltmeisterschaften zwei weitere Premieren: In den Klassen Single Woman und Freestyle gab es zwar keine deutschen Podiumsplätze, dafür landeten Olivia Thiel und Horst Wehner in einer starken Konkurrenz mit der Kür Schwanensee auf einem beachtenswerten 14. Platz. Weitere Wettbewerbe wurden zudem in den bekannten Sektionen ausgetragen: So ertanzten sich Birgit Habben-Kober und Reiner Kober einen geteilten elften und zwölften Patz in Standard LWD1, darüber hinaus belegten Olivia Thiele und Horst Wehner in Latein LWD2 Rang 18.

Unterzeichnung Kooperationsvereinbarung DBS/DBV

Mit Aufnahme der Sportart Badminton in das Paralympische Programm für Tokio 2020 haben sich der Deutsche Behindertensportverband (DBS) und der Deutsche Badminton-Verband (DBV) zu dem gemeinsamen Ziel bekannt, die Inklusion von Badmintonspielern mit und ohne Behinderung zu fördern.

Heiko Kröger
Heiko Kröger © Jacques Vapillon

Elf Punkte Rückstand hatte Segler Heiko Kröger (Norddeutscher Regatta Verein, Ammersbek/Niedersachsen) vor dem elften und letzten Rennen der Weltmeisterschaften im australischen Melbourne auf den führenden Franzosen Damien Seguin. Der 49-Jährige war zwischenzeitlich sogar auf gutem Kurs und verkürzte den Rückstand deutlich, allerdings blieb es nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen am Ende bei der Silbermedaille für den Weltmeister von 2014 in der Einmann-Kielbootklasse 2.4mR. In derselben Klasse landete der Berliner Lasse Klötzing (24, PSC Berlin) auf Rang acht, das Trio aus Jens Kroker, Robert Prem und Siegmund Mainka im Sonar belegte Rang zehn.