Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Daniela Schulte mit Silbermedaille
Daniela Schulte gewinnt Silber © DBS / von Welck

Vier Medaillen am zweiten Wettkampftag - das ist die starke Bilanz der deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer bei den Europameisterschaften im portugiesischen Funchal. Für die beste Platzierung sorgte Daniela Schulte. Die 33-Jährige vom PSC Berlin gewann etwas überraschend Silber über 100 Meter Rücken (Startklasse S11). Außerdem gab's noch drei Bronzemedaillen für Verena Schott, Denise Grahl und Maike Naomi Schnittger.

Verena Schott beim Rückenschwimmen
Verena Schott © DBS / Ising

Verena Schott hat für einen goldenen Auftakt bei den Schwimm-Europameisterschaften im portugiesischen Funchal gesorgt. Die 27-jährige Berlinerin schwamm über 100 Meter Rücken in 1:28,14 Minuten zu Gold (Startklasse S7). Ebenfalls Grund zum Jubeln hatten Sebastian Iwanow (30/SG Bayer) und Denise Grahl (22/Hanse SV Rostock), die ebenfalls über 100 Meter Rücken jeweils Silber gewannen.

Elena Krawzow beim Schwimmen
Elena Krawzow © Philipp Ising

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) berichtet auf seiner Online-Präsenz www.deutsche-paralympische-mannschaft.de und auf dem DOSB-Sportsender www.sportdeutschland.tv in Echtzeit von der Schwimm-EM 2016. Nach dem Erwerb der Übertragungsrechte gibt es auf beiden Portalen Live-Streams zu diesem Veranstaltungshighlight des Behindertensports. In Funchal (Portugal) treten knapp 130 Tage vor den Paralympischen Spielen in Rio die besten Schwimmerinnen und Schwimmer mit Handicap an, darunter auch das 19-köpfige deutsche Team von Bundestrainerin Ute Schinkitz.

Philipp Cierpka macht mit seinem Rollstuhl einen Salto
Philipp Cierpka © DRS-AG-Actionsport

Angereist mit einem siebenköpfigen Team und in Topform präsentierten sich die deutschen Top-Rollstuhlskater bei der WCMX World Championship 2016 - allen voran der Thüringer Philipp Cierpka, der pünktlich zur WM den "Wheelchair Backflip" in sein Trick-Repertoire aufgenommen hatte, nachdem er diesen zwei Jahre lang geübt hatte. Dieser erfolgreich gestandene "big trick" brachte Philipp letztendlich auch den verdienten WM-Titel in der "Intermediate Division" ein.

Trainerin Marion Haas-Faller, Tobias Pollap, Hannes Schürmann und Bastian Fontayne (v.l.n.r.)
Trainerin Marion Haas-Faller, Tobias Pollap, Hannes Schürmann und Bastian Fontayne (v.l.n.r.) © DBS

Tobias Pollap, Hannes Schürmann und Bastian Fontayne schwimmen im Wuppertaler Wasser fleißig ihre Bahnen – es ist eine der letzten Einheiten vor dem Abflug nach Portugal. Feinschliff für die Europameisterschaften. Die Wettkämpfe in Funchal finden vom 1. bis 7. Mai statt und neben dem Trio sind noch zwei weitere Athleten aus dem Schwimmteam NRW dabei. Die EM stellt einen weiteren Höhepunkt für die Schwimmer in dieser Saison dar – und ist eine wichtige Station auf dem Weg zu den Paralympics in Rio de Janeiro. Denn die Zeit, um die Normen für die Spiele am Zuckerhut zu schwimmen, ist nicht mehr lang. Letzter Wettkampf dafür werden die Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) in Berlin vom 9. bis 12. Juni sein. Doch am liebsten würden Tobias Pollap, Hannes Schürmann und Bastian Fontanye ihre Norm jetzt direkt bei der EM schwimmen.

Emely Telle beim Schwimmen
Emely Telle © DBS/Ising

Die sehbehinderte Emely Telle (19)  vom Berlin Schwimmteam hofft in Rio auf ihre erste Paralympics-Teilnahme und strebt eine Medaille über 100 Meter Brust an – doch zunächst steht bei der EM in Funchal (1. bis 7. Mai) eine wichtige Standortbestimmung auf dem Programm.