Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Das deutsche Boccia Team 2016
© Thomas Keller

Erstmals in der Geschichte des paralympischen Boccia in Deutschland ist es zwei Mitgliedern der Nationalmannschaft gelungen in das Halbfinale eines bedeutenden Weltranglistenturniers einzuziehen. Bastian Keller und Boris Nicolai haben sich im hochrangig besetzten Pair-Wettbewerb bereits gegen Great Britain, die Slowakei und Russland durchgesetzt. Dieses " Boccia-Märchen" unterstreicht den festen Willen der deutschen Athleten sich für die Europameisterschaften 2017 und den Weltmeisterschaften 2018 zu qualifizieren.

Alle Informationen zum Turnier finden Sie auf der offiziellen Turnierseite unter www.bocciaworldopen.com.

Birgit Kober steht vor der Anzeigetafel mit ihrem Rekord
Birgit Kober © Jörg Frischmann

Die deutschen Paralympischen Leichtathleten zeigen bei der Leichtathletik-EM im italienischen Grosseto weiter ihre Klasse. Zweimal Gold, viermal Silber und dreimal Bronze kamen heute zur Gesamtmedaillenbilanz hinzu. Für die erste Goldmedaille des Tages sorgte die Münchnerin Birgit Kober.

Johannes Floors mit Goldmedaille
Gold: Johannes Floors © DBS / Frischmann

Was für ein Wettkampftag aus deutscher Sicht bei den Leichtathletik-Europameisterschaften im italienischen Grosseto: Zweimal Gold und sechsmal Silber, dazu zwei Europarekorde – eine herausragende Bilanz. Besonders beeindruckend die beiden Doppelsiege von Johannes Floors und Felix Streng über 200 Meter sowie von Marianne Buggenhagen und Marie Hawkeswood im Diskuswurf. Darüber hinaus jubelten Sebastian Dietz (Kugelstoßen), Irmgard Bensusan (400 Meter), Thomas Ulbricht (200 Meter) und Heinrich Popow (Weitsprung) über Silber.

Europameisterin Irmgard Bensusan mit Medaille
Irmgard Bensusan holt sich ihren ersten internationalen Titel © DBS / Frischmann

Dritter Wettkampftag, fünftes Gold: Irmgard Bensusan ist bei den Leichtathletik-Europameisterschaften im italienischen Grosseto über 200 Meter zum Titel gesprintet und feiert damit ihren ersten internationalen Titel. Die 25-Jährige vom TSV Bayer Leverkusen überquerte die Ziellinie nach 27,7 Sekunden vor der Italienerin Giuseppina Versace und der Britin Laura Sugar (Startklasse T44). Weitere Medaillen für die deutsche Nationalmannschaft gewannen Katrin Müller-Rottgardt (34, TV Wattenscheid), bereits Europameisterin über 200 Meter, mit Bronze im Weitsprung sowie Martina Willing (57, BPRSV Cottbus) mit Platz drei im Diskuswurf.

Elena Krawzow beim Schwimmen
Elena Krawzow © Philipp Ising

Vier Wochen am Stück verbrachte Elena Krawzow in Spanien. Doch statt Sommerurlaub stand ein Höhentrainingslager im höchsten Gebirge der iberischen Halbinsel, der Sierra Nevada, auf dem Programm. Das oberste Ziel: An der Topform feilen für die Paralympischen Spiele in Rio de Janeiro in knapp drei Monaten. Und da befindet sich die 22-jährige Schwimmerin bereits auf einem sehr guten Weg. Das hat Krawzow bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften im Schwimmen eindrucksvoll bewiesen. Von Sierra Nevada ging es direkt ins schnelle Berliner Wasser – und dort sorgte die sehbehinderte Athletin vom Berliner Schwimmteam für mächtige Furore. Dem Weltrekord über ihre Paradedisziplin, die 100 Meter Brust, ließ sie eine weitere Weltbestzeit in ihrer Startklasse S13 über die nicht paralympische Strecke 50 Meter Brust folgen.

Vanessa Low neben der Sprunggrube
Vanessa Low gewinnt EM-Gold © Marcus Hartmann, www.photo-hartmann.de

Deutschlands Para-Leichtathleten sind erfolgreich in die Europameisterschaften im italienischen Grosseto gestartet. Zum Auftakt der Wettbewerbe gewann Vanessa Low (TSV Bayer 04 Leverkusen) die Goldmedaille im Weitsprung in der kombinierten Startklasse T42/44. Mit 4,71 m stellte die 25-jährige eine neue Saisonbestleistung auf und besiegte deutlich ihre Dauerrivalin, die Italienerin Martina Caironi (4,48 m), die gerade von einer Verletzung genesen ist. 

Elena Krawzow beim Schwimmen
Elena Krawzow © Philipp Ising

Was für ein Start in die 30. Internationalen Deutschen Meisterschaften im Schwimmen der Menschen mit Behinderungen: Nach 47 Weltrekorden im Vorjahr sind die Erwartungen hoch. Doch schon am ersten von vier Wettkampftagen wurden einige davon erfüllt. Die Schwimmerinnen und Schwimmer mit Handicap stellten am Donnerstag gleich zehn Weltrekorde sowie 34 kontinentale und 13 deutsche Bestzeiten auf.