Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Portraitfoto MArkus Rehm
Markus Rehm © Binh Truong/DBS

Markus Rehm ist der deutsche Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier der Paralympischen Spiele im brasilianischen Rio de Janeiro. Der Weitsprung-Goldmedaillengewinner von 2012 führt am Mittwochabend die insgesamt 155 deutschen Athletinnen und Athleten ins Maracana-Stadion an. „Für mich ist es eine riesige Ehre, dass ich mit der Fahne vorneweg laufen darf. Das wird ein einzigartiges Erlebnis, auf das ich mich sehr freue“, sagte Markus Rehm, nachdem ihm Chef de Mission Dr. Karl Quade die Nachricht überbrachte, sichtlich bewegt. „Das ist eine zusätzliche Motivation für die Wettkämpfe“, betonte der Leichtathlet, dessen Weltrekord im Weitsprung bei 8,40 Meter liegt.

Frederieke Koleiski und Sebastian Dietz
Frederieke Koleiski und Sebastian Dietz © Ralf Kuckuck/DBS

18 Medaillen bei den Paralympics 2012 in London, 24 Medaillen bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr in London: Die deutsche Leichtathletik ist in der jüngeren Vergangenheit ein Erfolgsgarant für den Deutschen Behindertensportverband gewesen (DBS) und wird in Rio mit 38 Athletinnen und Athleten die größte deutsche Mannschaft sein.

Die deutschen Sitzvolleyball-Männer jubeln beim Gruppenphoto und freuen sich auf die Wettkämpfe.
Die deutschen Sitzvolleyball-Männer freuen sich auf die Wettkämpfe © Scholten DBS

Seit drei Tagen sind die deutschen Sitzvolleyballer nun in Rio de Janeiro und langsam weicht der Jetlag auch bei den letzten Spielern. Die Apartments sind bezogen und das Paralympische Dorf erkundet. Bereits am Ankunftstag ist Rudi Sonnenbichler mit seinen zwölf Athleten in das Trainingsprogramm gestartet und das strikte Verbot des Bundestrainers die hochfrequentierte McDonalds-Filiale im Paralympischen Dorf zu besuchen, wird bisher brav befolgt. Zur Belohnung stand schon eine Entspannungseinheit am internen Pool von Haus 17 auf dem Tagesplan.

Rio Olympic Arena
Erste Trainingseinheiten in der Rio Olympic Arena © Andreas Joneck/DBS

Die beiden deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaften haben sich in Rio bestens akklimatisiert. Noch herrscht die Ruhe vor dem Sturm bei den ersten Trainingseinheiten in der Rio Olympic Arena und der Carioca 1 Arena. Doch mit einem 71:61-Testspielerfolg gegen Medaillenkandidat USA bei den Damen und einem 69:29-Kantersieg gegen den dreimaligen Paralympicssieger Kanada bei den Herren, zeigen sich beide Teams am Zuckerhut bereits in bester Verfassung.

Die fünf Reiter stehen mit drei Pferden auf dem Trainingsgelände
Die fünf Reiter wollen um Medaillen kämpfen © Uli Gasper/DBS

„Man hat im Vorfeld so viel Negatives über Rio gehört, über das Dorf und so. Aber ich finde, es ist gar nicht so schlimm. Nur dass ich so lange von zu Hause weg bin, ist nicht so schön“, sagt Carolin Schnarre. Die 24-jährige Osnabrückerin ist das Nesthäkchen im Team der deutschen Dressurreiter. Und ihre Worte verdeutlichen etwas, was sich aktuell durch viele Nationen zu ziehen scheint: einen Generationenwechsel.

Katharina Krüger und Christoph Müller
Katharina Krüger und Christoph Müller © Andreas Joneck/DBS

Für Bundestrainer Christoph Müller und sein Schützling Katharina Krüger ist vor dem Auftakt der Rollstuhltennis-Wettkämpfe am Freitag die Sachlage klar. „Auslosung abwarten, das beste Tennis spielen und dann einmal sehen was passiert“, so die 26-jährige Berlinerin mit Blick auf ihre dritten Paralympischen Spiele. Doch einen wichtigen Schritt hat die Rechtshänderin erst am Montag dieser Woche getan, den seitdem ist sie erstmals auf Weltranglistenplatz sieben notiert.

Ein Goalballspieler haelt einen Ball
Reno Tiede © Oliver Kremer|DBS

Reno Tiede steht mitten in der Future Arena in Rio de Janeiro. Die Ränge sind leer. Nur seine Teamkollegen der deutschen Goalball-Nationalmannschaft und einige Volunteers befinden sich in der Halle. Es ist die erste und einzige Trainingseinheit in der Arena, in der bei Olympia Deutschlands Handballer Bronze gewannen. Bei den Paralymics kämpfen hier die Goalballer ab dem 8. September um Medaillen. „Das Flair, die Größe – es ist absolut beeindruckend hier. Sonst herrscht bei unseren Spielen ja eher Turnhallen-Feeling, jetzt ist es etwas ganz Besonderes. Das toppt alles. Wir hoffen auf volle Ränge“, berichtet Reno Tiede.